Rossini: Stabat mater

Solisten | Cantiamo Kassel | Staatsorchester Kassel | Francesco Angelico  

Martinsplatz 5a
34117 Kassel

Tickets ab 20,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Kasseler Musiktage e.V., Heinrich-Schütz-Allee 35, 34131 Kassel, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Louise Kemèny, Sopran | Maria Fieselier, Mezzosopran | Linard Vrielink, Tenor | André Morsch, Bariton | Cantiamo Kassel - der Chor der Universität Kassel | Andreas Cessak, Einstudierung | Staatsorchester Kassel | Francesco Angelico, Leitung

Koproduktion mit dem Staatstheater Kassel

Seine Opern sind weltberühmt, bezaubern und amüsieren das Publikum seit ihrer Entstehung. Besonders Gioachino Rossinis komische Opern wie Il barbiere di Siviglia, La Cenerentola und Il turco in Italia haben einen Stammplatz im Repertoire. Nur wenige geistliche Werke schrieb der schon zu Lebzeiten äußerst erfolgreiche und schnell schreibende Komponist. Sein Stabat Mater lässt den Opernkomponisten deutlich erkennen: Virtuose Arien, packende Ensembles und ergreifende Chöre prägen Rossinis Vertonung der schmerzvollen Erfahrungen Mariä im Angesicht ihres gekreuzigten Sohns. Die Uraufführung fand – beinahe sinnfällig – nicht in einer Kirche, sondern 1842 im Théâtre Italien in Paris statt und wurde euphorisch bejubelt. Mehrere Nummern mussten wiederholt werden. Vierzehn weitere ausverkaufte Vorstellungen folgten. In Deutschland wurde die Opernhaftigkeit des Werks kritisiert, lediglich Heinrich Heine lobte die »ewige Holdseligkeit des Rossini, seine unverwüstliche Milde«.
Erneut bringen die Kasseler Musiktage in Kooperation mit dem Staatstheater Kassel verschiedene musikalische Kräfte zueinander. Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Cantiamo Piccolo im vorigen Jahr wird nun Andreas Cessak zahlreiche junge Sängerinnen und Sänger des Chores der Universität Kassel für die Aufführung unter der Leitung von Generalmusikdirektor Francesco Angelico vorbereiten. Die vier Gesangssolisten haben in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Auftritte an internationalen Opernhäusern auf sich aufmerksam gemacht.

Ort der Veranstaltung

Evangelische Martinskirche Kassel
Martinsplatz 5
34117 Kassel
Deutschland
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Seit über 500 Jahren gehört die Martinskirche unverkennbar zum Stadtbild Kassels. Als größte Kirche der Stadt beherbergte die Martinskirche schon das kirchliche Begleitprogramm der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Damit tritt neben ihrer immensen religiösen Bedeutung als Predigtstätte des Bischofs von Kurhessen-Waldeck auch ihr kultureller Wert als Ausstellungs- und Konzertraum zutage.

Im 14. Jahrhundert wurde mit der Entstehung des Stadtteils Freiheit eine neue Kirche nötig, bereits 1462 konnte die Weihe stattfinden. Beim tragischen Einsturz des Gewölbes nur einige Jahre nach der Fertigstellung wurde ein Neubau notwendig, der aus den zahlreichen Mitteln finanziert wurde, die Kassel durch Pilgerfahrten einnahm. Die so charakteristischen Türme der Martinskirche wurden im Zuge der gotischen Umgestaltung 1889 errichtet und sind seitdem, gemeinsam mit der Wilhelmshöhe, eines der Wahrzeichen Kassels. Innerhalb der Hallenkirche finden sich zahlreiche Gräber der hessischen Landgrafen, darunter auch das besonders prachtvolle Philippswandgrab. Dem zwölf Meter hohen Grabmal verdankt das Gotteshaus seine besondere Bedeutung als Grabkirche. Dem Landgrafen Philipp und seiner Gattin Christine sind zudem zwei lebensgroße Porträtstatuen gewidmet.

Von jeher gehört die Musik zu einem der Schwerpunkte der Martinskirche. Bereits seit dem Mittelalter ist St. Martin kirchenmusikalisches Zentrum der Stadt und kommt dieser Tradition nach wie vor mit großer Leidenschaft nach. Auch als renommiertes Zentrum für Neue Musik in der Kirche hat sich die Martinskirche einen Namen gemacht. Der Dialog zwischen Kirche und Kunst wird dabei durch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm aus Konzerten, Ausstellungen oder speziellen Theaterinszenierungen in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Kassel vorangetrieben.