Rossini-Messe

MDR Rundfunkchor | Klavierduo Shalamov  

Johannisbergstraße 1
39104 Magdeburg

Tickets ab 24,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Mitteldeutscher Rundfunk– HA MDR KLASSIK, Augustusplatz 9a, 04109 Leipzig, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Gioacchino Rossini (1792 –1868) - Petite Messe solennelle

MDR RUNDFUNKCHOR
KLAVIERDUO SHALAMOV
HEIKO REINTZSCH - HARMONIUM
RISTO JOOST - DIRIGENT

Ein Meister der Ironie auf durchaus ernsten Pfaden: 71 Jahre alt
war Rossini und 34 Jahr her war die Komposition seiner letzten
Oper, als er zu einem seiner letzten Geniestreiche ausholte: eine
Missa solemnis. Tatsächlich ist ihm nichts weniger als eine große
feierliche Messe von bedeutendem Umfang gelungen – auch wenn
er sie in seiner ironischen Art eine »Alterssünde« und »Petite
Messe solennelle« nannte. Klein ist seine Messe wahrhaftig nicht,
aber oho ist sie trotzdem: Rossini verbindet darin sein ganz
persönliches und vollkommen ernstgemeintes Lob Gottes mit dem
Gefühl und der Leidenschaft der Opera buffa. »Hier ist sie, die
arme kleine Messe«, schreibt er selbst an den »lieben Gott«. »Ist
es wirklich heilige Musik oder doch vermaledeite Musik? Ein
bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen
und gewähre mir das Paradies.«

Ort der Veranstaltung

Johanniskirche
Johannisbergstraße 1
39104 Magdeburg
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Innerhalb der Jahrhunderte ihres Bestehens hat die St. Johanniskirche schon viel erlebt und gesehen. Nach langer Zeit als Pfarrkirche wird sie wegen der hervorragenden Akustik seit 1999 als Konzerthalle Magdeburgs genutzt und dient zudem als Festsaal.

Über die Erbauung der Kirche ist bis heute wenig bekannt: Im zehnten Jahrhundert wurde eine Pfarrkirche errichtet, der heutige Name taucht erst 1160 nach der ersten Zerstörung des Gotteshauses auf. Nur kurz darauf fiel die neu errichtete Kirche einem Feuer zum Opfer und wurde bis 1238 wieder aufgebaut. Wieder nur zwei Jahrhunderte später brannten große Teile wegen eines Blitzschlages aus, der erneute Wiederaufbau machte aus der bisherigen Basilika eine Hallenkirche. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde St. Johannis wieder gänzlich zerstört, zuletzt dann im Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges.

Heute bildet die Kirche eine Verbindung zwischen Moderne und Historie: In ihren Räumen sind die Trauernde Magdeburg als einzig im Krieg zu rettende Skulptur und die Gruft Otto von Guerickes zu sehen. Zu Ehren des Besuches und der Predigt Martin Luthers 1524 in der Johanniskirche wurde vor dem Gebäude ein Luther-Denkmal errichtet. Mit großen Hallen und kleinen Nebenräumen bietet die Kirche genügend Raum für hochkarätige Konzerte, Lesungen aber auch Ballette.