Rock Night - Gov't Mule, The Brew, Albert Lee

38. Leverkusener Jazztage 2017  

Am Büchelter Hof 9 Deu-51373 Leverkusen

Tickets ab 45,00 €

Veranstalter: Mecky Events GmbH, Uhlandstraße 9, 51379 Leverkusen, Deutschland

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#RockNight

Gov´t Mule

Das nach der Band betitelte Debütalbum erschien ein Jahr nach Gründung von Gov’t Mule und erreichte Platz 5 der US-Bluesalben. Daran konnten die beiden nächsten Studioalben Dose (1998) und Life Before Insanity (2000) und auch die Livealben der Band erst einmal nicht anknüpfen. Als Allen Woody am 26. August 2000 verstarb, machte die Band weiter, die Position des Bassisten wurde aber erst einmal nicht fest besetzt. Dafür sprangen Gastmusiker wie Flea von den Red Hot Chili Peppers, Michael Gordon von Phish oder Bootsy Collins ein. Mit der Albumserie The Deep End Volume 1 & 2 sowie der zugehörigen Live-CD/-DVD gelang von 2001 bis 2003 der Chartdurchbruch. Alle drei Alben platzierten sich in den offiziellen Albumcharts.

Danach wurde Andy Hess, der davor bei den Black Crowes gespielt hatte, offiziell zum neuen Bassisten. Außerdem kam Danny Louis als Keyboarder hinzu, wodurch das Trio zum Quartett erweitert wurde. Die beiden folgenden Studioalben Déjà Voodoo (2004) und High & Mighty (2006) wurden in dieser Besetzung eingespielt und kamen beide in die Top 100 der Albumcharts. Außerdem gab es die Benefit-Concert-Serie von Warren Haynes mit der Band und anderen Musikern sowie das Remake-Album Mighty High mit Neuaufnahmen im Reggae-Stil und Gästen aus dieser Musikrichtung wie Michael Franti.

Vor dem nächsten Studioalbum wurde 2008 Andy Hess von Jorgen Carlsson am Bass ersetzt. By a Thread erschien im Jahr darauf und erreichte Platz 34 der US-Charts. Billy Gibbons von ZZ Top war als Gastgitarrist auf dem Album vertreten. Danach gab es erst einmal wieder zwei Box-Veröffentlichungen, für die alte Liveaufnahmen zusammengestellt wurden. Mulennium war der Mitschnitt des Konzerts zur Jahrtausendwende am 31. Dezember 1999 in Atlanta auf drei CDs. Die Georgia Bootleg Box enthält noch einmal dreieinhalb Jahre ältere Aufnahmen von drei verschiedenen Konzerten im Bundesstaat Georgia auf sechs CDs. Die Konzerte fanden alle in der Besetzung mit dem Gründungstrio statt. Mit der Bootleg-Box konnten sich Gov’t Mule erstmals auch in den deutschen Charts platzieren.

Nach vier Jahren Pause ohne neue Veröffentlichungen, die Sänger Warren Haynes auch für ein Soloalbum nutzte, ging die Band 2013 wieder ins Aufnahmestudio. Im Herbst erschien das Album Shout!, das neben den Originalsongs der Band auch eine Bonus-CD enthielt, für die dieselben Lieder noch einmal mit verschiedenen Gastsängern wie Dr. John, Steve Winwood und Elvis Costello aufgenommen wurden. Es war ihr erster großer internationaler Erfolg und kam in zahlreichen europäischen Ländern in die Charts. Platz 32 in den Billboard 200 ist zudem ihre beste Platzierung in den USA.

Zum 20-jährigen Bandjubiläum wurde 2014 dann erneut ein Album mit alten Konzertmitschnitten veröffentlicht. Aufnahmen vom Konzert an Halloween 2008 in Boston, darunter eine Reihe von Coverversionen von Pink-Floyd-Liedern, wurden unter dem Titel Dark Side of the Mule zusammengestellt. Der Titel ist eine Anspielung auf das berühmteste Pink-Floyd-Album The Dark Side of the Moon. Auch diese Veröffentlichung war international erfolgreich. Anfang 2015 folgten mit Sco-Mule ältere Aufnahmen aus dem Jahr 1999 zusammen mit dem Jazz-Gitarristen John Scofield und Keyboarder Dan Matrazzo.

Jedes Konzert der Band kann auf ihrer Website in sehr guter Qualität per Download käuflich erworben oder unentgeltlich als Stream gehört werden. Außerdem gestattet sie ihren Fans, Live-Mitschnitte ihrer Auftritte für nicht-kommerzielle Zwecke zu machen und zu tauschen.

Der Name der Band wird von deutschen Fans oft fälschlicherweise wie „Gofft Mjul“ ausgesprochen. Die korrekte Aussprache unterscheidet sich jedoch in keiner Weise von dem vollständig ausgesprochenen englischen Begriff „Government Mule“, da es sich bei „Gov’t“ um die ausschließlich in der Schriftform verwendete Abkürzung des Wortes „Government“ handelt. Vergleichbar im Deutschen Sprachgebrauch wäre das mit üblichen Abkürzungen, die grundsätzlich in der Langform ausgesprochenen werden, wie etwa „z.B.“, „usw.“, „etc.“ oder „bzw.“. Die Übersetzung des Bandnamens bedeutet in etwa „Regierungsesel“ oder auch „Regierungsdickkopf“. Die deutsche Sprache kennt die ähnlich konnotierten Begriffe Amtsschimmel und Verwaltungshengst.

The Brew

Es gibt nicht mehr viele Bands die sechs Alben veröffentlichen. Auch gibt es nicht viele Trios die seit über zehn Jahren in unveränderter Besetzung einen Ruf als rigorose, international tourende und dabei exzellente Liveband verteidigen, und darüber hinaus zu zwei Dritteln noch Mitte zwanzig sind. Nein, THE BREW aus der nordenglischen Hafenstadt Grimsby gibt es nur einmal, und sie melden sich mit „Shake The Tree“ zurück aufs Parkett. Wie bereits beim Vorgänger „Control“ verließen sich Smith, Smith & Barwick auf die Zusammenarbeit mit Toby Jepson (Dog Eat Dog, Gun, Produzent von The Answer uvm) in den Vale Studios und haben ihren modernen, psychedelisch angehauchten Rock bei ihm in den besten Händen gelegt. In einem Monat entstanden zehn Songs, die nun das sechste Album der Band bilden. Allerspätestens jetzt ist die Band den ewigen Vergleichen entwachsen, auf die hier bewusst verzichtet werden kann.

Man hört der Platte an, dass sie im Stehen eingespielt wurde. Allzu weit entfernen sich THE BREW im Studio nicht von ihrer wahren Heimat, der Bühne. Warum auch? Das Trio ist eine dermaßen tight zusammengewachsene Einheit beeindruckender Instrumentalisten, dass Tracking und Overdubs nur verwässern würden was die drei Ausnahmemusiker auffahren. Bereits der Opener „Johnny Moore“ zeigt die Marschroute an: straight forward Rock ’n‘ Roll und ein Jason Barwick in Bestform! Und genau darum geht bei diesem Album. „Shake The Tree“ ist eine Einladung rauszugehen, den Baum so lange zu schütteln bis die Früchte herunterfallen, es selbst in die Hand zu nehmen, einfach so intensiv wie möglich zu leben. Ohne eine Atempause zu gestatten überrennt einen der Midtempo-Stampfer „Knife Edge“, der Titeltrack „Shake The Tree“ bündelt schließlich den Optimismus der dieses Album durchzieht: every dog has its day, beziehungsweise kein noch so verschlafenes Nest sollte einem verbieten große Träume zu haben. THE BREW zeigen da durchaus eine Beispielhaftigkeit, Bassist Tim Smith räumt Sasha Baron Cohens Darstellung seiner Heimatstadt Grimsby in der gleichnamigen Filmkomödie eine gewisse Realitätsnähe ein. „Small Town Faces“ illustriert pointiert diese Einsamkeit, den Kopf voller Ideen aber gefangen in einem Ort in dem alle lediglich zu vegetieren scheinen. War Musik nicht schon immer der beste Ausweg aus solchen Miseren? THE BREW sind quasi der „Ambassador“, der Überbringer der Botschaft: ihr seid nicht alleine, da draußen wartet eine ganze Welt an Gleichgesinnten. Und wer sollte das besser wissen als THE BREW? Eben.

Wie beim Vorgänger präsentieren THE BREW ein Album das thematisch aus einem Guss kommt und weiterhin die nur scheinbar limitierte Besetzung ausleuchtet. Familie Smith unterstützt mit geschmackvollen Backings Barwicks kraftvollen Gesang, THE BREW haben längst bewiesen, dass sie mit ihrem Sound der Triobesetzung zum Trotz auch

problemlos große Bühnen füllen. „Shake The Tree“ ist definitiv ein elektrisches Album, gab es bei „Control“ noch vereinzelte akustische Momente, sind die Gitarren satt an Fuzz und Wah, alles eindrucksvoll zelebriert auf dem Teppich den Kurtis Smiths muskulöses Schlagzeugspiel liefert. An einigen Ecken lauern in den kurz gehaltenen Songs epische und ausufernde Jams, die ihre Liveshows so unvorhersehbar machen, die stetig wachsende Fanbase kann sich freuen. Schließlich sind es eben jene Brewligans, deren Liebe zu ihrer Band dieses Album mit ermöglichte: das auf dem Portal pledgemusic.com initiierte Crowdfunding-Experiment ging voll auf, das Album ist der Beweis, dass die leidenschaftliche Band zu ihrem Wort steht. Vor allem beweist „Shake The Tree“ dass diese Band auch auf Album Nummer sechs, nach ausgedehnten Tourneen und Shows und Festivals durch ganz Europa noch hungrig auf mehr ist. Tim Smith formuliert es am besten: „It takes ten years to become an overnight sensation“. THE BREW vereinen in sich das Paradoxe: sie sind junge alte Hasen mit dem Enthusiasmus von Newcomern. Also, geht raus und kauft die Platte, geht zu den Shows und shake the tree!.

Ort der Veranstaltung

KulturStadtLev Forum
Am Büchelter Hof 9
51373 Leverkusen
Deutschland
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Kultur verschiedenster Art erlebt man in Leverkusen am besten im KulturStadtLev Forum, die zentrale Veranstaltungsstätte in der Stadt und die Hauptspielstätte des städtischen Eigenbetriebs „KulturStadt Leverkusen“. Ein großer Theater- und Konzertsaal bietet Raum für renommiertes Schauspiel, Opern, Musicals, Kleinkunst, großartige internationale Orchester, Ensembles und Künstler aus Deutschland und der Welt. Pro Saison veranstaltet der Teilbetrieb Forum rund hundert Gastspiele in allen Bereichen der darstellenden Kunst und Musik.

Aber auch für Messen, Ausstellungen und Versammlungen von Unternehmen, Organisationen und Vereinen bietet das KulturStadtLev Forum attraktive Räumlichkeiten. Neben dem Theater- und Konzertsaal mit rund 1000 Plätzen verfügt das Forum unter anderem über ein Filmstudio und das Mattea Restaurant, wo vor oder nach Veranstaltungen lecker gespeist werden kann. Weitere Veranstaltungsorte, die Teil des Forums sind, sich allerdings in verschiedenen Teilen Leverkusens befinden, sind zum Beispiel die Festhalle Opladen, das Schloss Morsbroich, die Bielertkirche Lev.-Opladen, das Sensenhammer oder das Bayer Kulturhaus.

Das Forum als die zentrale Veranstaltungsstätte befindet sich in super Lage und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie mit dem Auto gut zu erreichen ist. Mit den Buslinien 201, 203, 204, 208, 210, 211, 220, 233, 250 und 255 steigen Sie direkt an der Haltestelle „Forum“ aus, der nächste Bahnhof „Leverkusen-Mitte“ ist nur wenige Gehminuten entfernt. Gäste, die mit dem Auto anreisen, haben die Möglichkeit direkt im Parkhaus unter dem Forum zu parken. Das KulturStadtLev Forum freut sich auf Ihren Besuch!