Reformations-Konzert - Ein geistliches Konzert mit Werken von Bach, Mendelssohn und Poulenc

Hauptstraße 27
25462 Rellingen (bei Hamburg)

Tickets ab 15,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Verein zur Förderung der Musik an der Rellinger Kirche, Im Ginsterbusch 41a, 22457 Hamburg, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Eva Koch (Sopran), Carmen Bangert (Alt), Keno Brandt (Bass), Sinfonietta (Lübeck), Rellinger Kantorei, Leitung: Oliver Schmidt


Festkonzert der Kantorei zum Reformationsjubiläum am 28. Oktober 2017 Ein‘ feste Burg ist unser Gott, ein‘ gute Wehr und Waffen – Luthers Lied ist die berühmteste Melodie der Reformation. Die Kernbotschaft des 46. Psalms erfährt in Luthers deutschsprachiger Nachdichtung noch eine Intensivierung. Mittels etwas kriegerischer Bildsprache wird zu Gottvertrauen auch in scheinbar ausweglosen Situationen ermutigt. Die erlösende und befreiende Perspektive, die Christus in die Welt gebracht hat wird in diesem Lied besonders nachdrücklich in Erinnerung gerufen. Sänger, Hörer und Leser werden in die Lage versetzt, sich Konflikten und Problemen des Alltags zu stellen und sie zu entschärfen. Seit Entstehung des Liedes haben zahlreiche Komponisten Luthers „feste Burg“ bearbeitet, für Orgel, Orchester oder Chor gesetzt und in eigenen Werken zitiert. Entsprechend schwer fiel die Wahl bei der Gestaltung eines Konzertprogrammes zum 500. Reformationsjubiläum. Nun sind es gleich drei größere Werke geworden, die am Sonnabend, 28. Oktober ab 19.00 Uhr zu erleben sein werden. Auf die Kantate „Ein‘ feste Burg ist unser Gott“ BWV 80 von Johann Sebastian Bach folgt Symphonie Nr. 5 D-Dur von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Abschließend erklingt das „Gloria“ von Francis Poulenc. Die Solisten des Abends sind Eva Koch (Sopran), Carmen Bangert (Alt) und Keno Brandt (Bass). Es singt die Rellinger Kantorei begleitet von der Sinfonietta Lübeck. Die Leitung hat Kantor Oliver Schmidt. Bachs Kantate hat Luthers Melodie und Text zur inhaltlichen Grundlage. Alle vier Strophen des Liedes werden ungekürzt chorisch oder solistisch gesungen. Ihre Bildsprache wird durch Bachs musikalische Nachzeichnung besonders lebendig. Alle Ängste und Gefahren, die sich im Alltag zeigen können, werden musikalisch erlebbar, müssen am Ende aber Hoffnung und Optimismus Platz machen. Mendelssohns Symphonie beschreibt die Reformationsepoche als Ganzes. Luthers theologische Anliegen und Positionen sowie die Konflikte, die sie in der Gesellschaft hervorriefen werden in Klänge gefasst. Die Melodie von „Ein‘ feste Burg“ ist das Hauptthema des Schlusssatzes. Das „Gloria“ des Katholiken Francis Poulenc steht in keiner direkten Beziehung zu Martin Luther und der Reformation. Doch weisen Luthers Thesen und Poulencs Musik dichte Parallelen auf. Luther stellt Christus ins Zentrum seines Glaubensverständnisses und versteht dessen Tod und Auferstehung als einzige und unentbehrliche Voraussetzung für ein Leben nach dem Tod. Poulenc vertritt in seiner Musik dieselbe Position durch ein ebenso einfaches wie geniales Christus – Motiv aus nur vier Tönen, das im gesamten sechsteiligen Werk immer wieder erklingt und es dominiert.

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