RAUSCHMUSIK UND GESCHLECHTERTANZ - Ein Konzertwalzer-Abend

Lutz Görner & Nadia Singer  

An der Nikolauskirche 3 Deutschland-52062 Aachen

Tickets ab 27,60 €

Veranstalter: Karin Kulmer Konzertagentur, Dieringhauser Str. 70 a, 51645 Gummersbach, Deutschland

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RAUSCHMUSIK UND GESCHLECHTERTANZ

Ein Konzertwalzer-Abend mit
Lutz Görner (Moderation) und Nadia Singer (Klavier)

Lutz Görners neuer Klavierabend ist dem Walzer gewidmet, der als Tanz im Dreivierteltakt ein Kind der Französischen Revolution war und der die Frauen und Männer der damaligen Zeit aus ihren sexuellen Fesseln zu befreien versucht hat. Denn zum ersten Mal hielten sich bei diesem Tanz die Paare eng aneinander geschmiegt in den Armen und fühlten so den Körper des anderen. Das war skandalös und so wetterte die Kirche: „Bisher war es Sitte, dass sich der Herr und die Dame beim Tanzen höchstens die Hände reichen. Nun bieten die Frauen den Männern nicht nur ihre bloßen Hände, sondern auch ihre bis zu den Schultern entblößten Arme, ja sogar ihre halbnackten Brüste und alle anderen Körperteile vom Knöchel bis zur Wade dar, die sonst nur die Kurtisanen enthüllen.“
Im Rauschmusik und Geschlechtertanz-Programm, bei dem natürlich wieder die wunderbare Nadia Singer am Flügel sitzt, wird aber nicht die revolutionäre Geschichte dieses Tanzes, sondern vor allem die des revolutionären Konzertwalzers erzählt, der alle großen Komponisten des 19. Jahrhunderts inspirierte. Einhundert Jahre Konzertwalzer getreu dem Motto des griechischen Philosophen Platon: Die Gesetze der Musik ändern sich immer dann, wenn sich die bürgerliche Ordnung ändert. Und so erleben Sie an diesem Abend, wie sich Politik und Musik während der Zeitspanne zwischen Beethoven und Schönberg im Takt des Konzertwalzers entwickelt haben.
Die Welt steht nicht still, wie sollte die Kunst still stehen? (Franz Liszt)

Nadia Singer spielt:

Carl Maria v. Weber - Aufforderung zum Tanz - 1819
Hector Berlioz - Un Bal - 1829
Giacomo Meyerbeer - Nonnenwalzer - 1831
Frédéric Chopin - Valse brillante - 1838
Franz Liszt - Valse de bravoure - 1852
Charles Gounod - Faustwalzer - 1868
Franz Liszt - Valse oubliée - 1881
Claude Debussy - La Valse la plus que lente - 1910
Franz Liszt - 4. Mephistowalzer - 1885
Maurice Ravel - La Valse – 1920

Ort der Veranstaltung

Citykirche St. Nikolaus
An der Nikolauskirche
52062 Aachen
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Wie ein Felsen im Sturm wirkt die St. Nikolauskirche in Aachen: Im Trubel der Innenstadt und der Geschäfte lädt sie zum Verweilen, Erholen und Besinnen ein. Das beeindruckende Gotteshaus blickt dabei auf eine lange, bewegte Geschichte zurück, aus der es als Citykirche hervorging. Für ökumenische Gottesdienste, spirituelle Feiern und soziale Aktivitäten steht es seither jedem offen, auch für kulturelle Feierlichkeiten ist die Citykirche St. Nikolaus beliebt.

Die monumentale Kirche St. Nikolaus lässt sich bis auf eine von Kaiser Heinrich II. gestiftete Kapelle ins Jahr 1005 zurückverfolgen. Anfang des 13. Jahrhunderts ging die kleine Kapelle in den Besitz der Franziskaner über. Durch den großen Zuwachs des Ordens wurde das gewaltige Gotteshaus 1630 neu errichtet und zu diesem Zweck der beeindruckende Hochaltar gestiftet. Insgesamt drei Altarbilder werden von Blattwerk und Säulen flankiert, den Abschluss bildet die Bekrönung mit dem Symbol der Dreieinigkeit Gottes. Bei einem Brand in der Silvesternacht 2010 wurde der kostbare Altar beschädigt, seine Zukunft war lange ungewiss. Trotz des jüngsten Brandes wirkt St. Nikolaus imposant wie eh und je: Licht flutet durch die großen Fenster in den weiten, von mächtigen Säulen getragenen Kirchenraum, der heute als offenes Forum dient.

Frei von Kirchenbänken bietet der weitläufige Raum in St. Nikolaus Platz für Seelsorge, ökumenische Gottesdienste aller Art, Segensfeiern und kulturelle Anlässe wie Ausstellungen oder Vorträge. Die Kapelle dient als Meditationsraum, als Ort der Stille und der Einkehr.