Q - szenische Lesung nach dem Roman von Luther Blissett

Lister Meile 4
30161 Hannover

Veranstalter: Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Bearbeitung: Thomas Ebermann und Berthold Brunner. Ensemble: Denis Moschitto, Jörg Pohl, Ruth-Marie Kröger, Matthias Kelle, Sebastian Straub

1517 – 1555: Fast vierzig Jahre ist er, der so oft seinen Namen zu wechseln gezwungen ist, dabei. Keine fromme oder unfromme Ketzerei lässt er aus. Keinen Aufstand gegen die klerikale und fürstliche Macht verpasst er. Als Vertrauter Thomas Müntzers wird dessen Credo – „alles gehört allen“ – auch zu seinem. Die Niederlage im Bauernkrieg (1525) lässt ihn als einen der wenigen Überlebenden zurück. Bei den Wiedertäufern trägt er die Verantwortung zur Verteidigung der Stadt Münster, aus der das neue Jerusalem werden soll. Er feiert mit, bei den ausgelassenen Festen der Siege; er wird Zeuge der Verwandlung revolutionärer Ambitionen in religiösen Wahn, beim Umschlag von Befreiung in Terror; er wandert durch ‚das Europa der gescheiterten Aufstände‘, durch verlorene Schlachten und Niederlagen, die Verzweiflung erzeugen und Resignation nahelegen. Wo immer er involviert ist, ist auch ein Zweiter zugegen. Unerkannt und zunächst nur als eine vage Ahnung. Der Spion der Kurie und Agent der Inquisition, der seine Briefe mit ‚Q‘ unterzeichnet, der dem Kardinal (und späterem Papst) Gianpetro Carafa nicht nur über die papstfeindlichen Machenschaften berichtet, sondern auch einwirkt, vielleicht sogar anwesend ist, vielleicht sogar alle Rebellion ins Unglück lenkt? Diesem Phantom zu begegnen, von Angesicht zu Angesicht, um die Opfer zu rächen, wird zur fixen Idee des Aufrührers……. Krimi und High Noon am Ende des Mittelalters!

Das Werk des linken Kollektivs Luther Blissett, das sich heute Wu Ming nennt, war in Italien „die literarische Sensation der Saison“ (Süddeutsche Zeitung). Es vermittle „eine Ahnung vom epochalen Drama jener Zeit“ (FAZ). Das Anliegen der Autoren ist, „eine Art von Gegengeschichte zu erzählen, eine subversive Praxis des Geschichtenerzählens zu vollziehen.“ (Literaturkritik.de) Der in achtzehn Sprachen übersetzte Roman ist vom ‚Assoziation A‘ wieder aufgelegt worden.

Dokumentation der Premiere im Mai 2017 und mehr Informationen: www.rosalux.de/Q

Karten sind erhältlich im Vorverkauf und an der Abendkasse des Kulturzentrums Pavillon. Eintritt regulär 11,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro und mit Aktivpass 5,50 Euro an der Abendkasse. Karten im Vorverkauf kosten 10,80 Euro, inklusive Hin- und Rückfahrt üstra.

Veranst.: Rosa-Luxemburg-Stiftung in Niedersachsen, Kulturzentrum Pavillon, Bildungswerk ver.di Hannover, Humanistischer Verband Niedersachsen - Landesverband und Ortsverband Hannover, Asta Uni Hannover.

Ort der Veranstaltung

Kulturzentrum Pavillon
Lister Meile 4
30161 Hannover
Deutschland
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Fast täglich bietet das Kulturzentrum Pavillon in Hannover eine Veranstaltung und begeistert mit diesem umfangreichen und facettenreichen Kulturprogramm seit Jahren die Hannoveraner.

Das offene Kulturzentrum bietet eine Vielzahl von Highlights für den Kalender: Theater, Kabarett, Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen finden hier statt. Ergänzt wird das umfangreiche Angebot von Workshops, Projekten und politischen Debatten oder Diskussionsrunden. Deutschlandweit bekannt ist der Pavillon vor allem durch sein seit 1995 jährlich stattfindendes Weltmusikfestival MASALA. Im Kulturzentrum haben zudem das Café Mezzo, eine Zweigstelle der Stadtbibliothek Hannover sowie die theaterwerkstatt hannover e.v. und der workshop hannover e.v. Quartier bezogen.

Das ursprünglich nur als Provisorium errichtete Gebäude des Pavillons beherbergt das Kulturzentrum nun schon seit 1977. Besonders auffällig ist die 2000 zur EXPO installierte Solarstromanlage auf dem Dach des Gebäudes. Der Pavillon verfügt über einen Großen und Kleinen Saal sowie zwei Gruppenräume.