Premiere Arminio (HWV 36)

FestspielOrchester Göttingen, L. Cummings (musik. Leitung), Erich Sidler (Regie)  

Theaterplatz 11
37073 Göttingen

Veranstalter: Internationale Händel-Festspiele Göttingen GmbH, Hainholzweg 3, 37085 Göttingen, Deutschland

Tickets

Restkarten ggf. an der Tages- bzw. Abendkasse verfügbar

Veranstaltungsinfos

Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto nach Antonio Salvi
Szenische Aufführung in italienischer Sprache

„Hermann der Cherusker“ und die Varusschlacht haben vor langer Zeit Eingang in den deutschen Gründungsmythos gefunden. Arminius, dessen Germanen drei Legionen des Varus vernichtend schlugen, wurde schon von Tacitus als „Befreier Germaniens“ bezeichnet. In Händels „Arminio“ bildet der Befreiungskrieg allerdings nur den Hintergrund, vor dem Themen wie Ehre, Pflicht und Gehorsam, Liebe und Freiheit verhandelt werden, die der renommierte Schweizer Regisseur Erich Sidler für die Festspiele in Szene setzt.
Das Libretto der Oper nach Antonio Salvi geht auf die französische Tragödie „Arminius“ von Jean-Galbert de Campistron aus dem Jahre 1684 zurück. Am 12. Januar 1737 wurde „Arminio“ im Covent Garden Theatre uraufgeführt, verschwand aber nach nur sechs Aufführungen wieder von der Londoner Bühne. Knapp 200 Jahre später wurde sie als „Hermann und Thusnelda“ in Leipzig wieder aufgeführt. Nach Aufführungen in Halle (2014) und Karlsruhe (2015) ist Händels Spätwerk nun endlich auch in Göttingen zu sehen.

Ort der Veranstaltung

Deutsches Theater Göttingen
Theaterplatz 11
37073 Göttingen
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Auf insgesamt drei Bühnen bietet das Deutsche Theater Göttingen Aufführungen der Extraklasse. Als größtes Theater der Stadt lockt es mit altbewährten Klassikern sowie neuen Premieren tagtäglich zahlreiche begeisterte Besucher an.

Als nach dem Brand im alten Stadttheater ein repräsentativer Neubau notwendig wurde, wurde das imposante Theater im Stil der Neorenaissance errichtet. Architektonisch ist es dem Großherzoglichen Theater in Oldenburg nachempfunden. 1890 wurde es mit der Aufführung Wilhelm Tells und einer Ouvertüre Carl Maria Webers feierlich eröffnet. Bis 1950 war das Theater ein Drei-Sparten-Betrieb. Da das auf die Dauer zu aufwendig und kostenintensiv für die Stadt war, wurden die Musiksparten aufgegeben, um weiterhin ein qualitativ hochwertiges Programm des Sprechtheaters bieten zu können. Mit dieser Änderung wurde auch der Name geändert und das Deutsche Theater war geboren. Mit einem starken Ensemble und einem hervorragend konzipierten Spielplan etablierte sich die Schauspielbühne des Theaters deutschlandweit und machte Göttingen auch als Theaterstadt bekannt.

Das Große Haus im imposanten Theater bietet 500 Zuschauern Platz und zeigt pro Saison etwa zehn umjubelte Premieren. Comedy, Konzerte oder Lesungen gibt es im Keller, zu dem auch ein kleiner Gastronomiebetrieb gehört. Das DT Studio bietet dem Jungen Schauspiel eine Wirkungsstätte, das sich hauptsächlich der Vorführung von Stücken für Kinder und Jugendliche widmet.