Passionsoratorium L. Spohr - Des Heilands letzte Stunden

Frauenstraße 110
89073 Ulm

Tickets ab 13,00 €

Veranstalter: Münsterkantorei, Grüner Hof, 89073 Ulm, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Mit einer weiteren Ulmer Erstaufführung setzt der Motettenchor seine traditionelle Reihe der Karfreitagskonzerte fort.
Louis Spohr, zu Lebzeiten ein ebenso berühmter Violinvirtuose wie Paganini, war als Komponist und Dirigent eine der angesehensten Persönlichkeiten des frühen 19. Jahrhunderts. Zu seinen Bewunderern zählen so klangvolle Namen wie Mendelssohn, Berlioz, Wagner oder Brahms. Seine meisterhafte Instrumentierungskunst und seine erfindungsreiche Harmonik begründen dieses hohe Ansehen.

"Senke dich, stille Nacht, nieder auf unsern Freund. Vor den wilden Blicken blutbegieriger Feinde hülle den heiligen Dulder ein." Eigenartig sanft und doch zugleich auch drastisch dringen jene Worte der Freunde Jesu in unseren Ohren, die am Anfang des Passionsoratoriums "Des Heilands letzte Stunden" von Louis Spohr stehen und mitten hinein führen in das Leiden Jesu.

Ein gewöhnliches Passionsoratorium ist das nicht, was Louis Spohr mit seinem Werk „Des Heilands letzte Stunden“ komponiert hatte.
Louis Spohr, der in der Zeit des Umbruchs zwischen Klassik und Romantik lebte, entwickelte eine individuelle Tonsprache, die nicht zuletzt in der Musik Richard Wagners ihre Fortsetzung fand. "Des Heilands letzte Stunden" komponierte er in einer Phase schwerer Schicksalsschläge. Innerhalb weniger Jahre verstarben sein Bruder, seine Schwägerin und auch seine Frau Dorette, aber trotzdem setzte er die Arbeit an jenem Passionsoratorium fort, das nicht nur in Deutschland schnell bekannt wurde.
Nicht immer leicht ist das Libretto von Friedrich Rochlitz zu verstehen, aber in Einklang mit der wunderschönen Musik lässt es den Zuhörer nicht mehr los. Hier geht es nicht um den biblischen Text oder gar um den Erlöser, sondern um Mitfühlen und Mitleiden mit Jesus am Tage seines Todes.

Ausführende:
Maria Rosendorfsky, Sopran
André Khamasmie, Tenor
Daniel Blumenschein, Bass

Motettenchor der Münsterkantorei Ulm
Süddeutsche Kammersinfonie
Leitung: Friedemann Johannes Wieland

Ermäßigte Eintrittspreise gelten für Inhaber der Lobby-Card, Schüler, Studenten, Mitglieder des Fördervereins Musik am Ulmer Münster und Hartz-IV-Empfänger sowie Behinderte mit Ausweis-B bei Vorlage des entsprechenden Ausweises bei den externen (physischen) Vorverkaufsstellen.

Behinderte Personen mit "B" im Ausweis erhalten den ermäßigten Eintrittspreis und die Begleitperson erhält freien Eintritt. Die behinderte Person und ihre Begleitperson erhalten ein gemeinsames Ticket. Die Tickets für Rollstuhlfahrer und Schwerbehinderte sind ausschließlich bei den externen (physischen) Vorverkaufsstellen zu erwerben.

(Foto: Steffen Berschin)

Ort der Veranstaltung

Pauluskirche
Frauenstr. 110
89073 Ulm
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Die Pauluskirche wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Architekten Theodor Fischer erbaut. Pläne für eine Garnisonskirche wurden schon 1864 vorgelegt, doch erst 1908 wurde der Grundstein gelegt. Neben ihrer Funktion als evangelische Gemeindekirche dient Kirche immer noch als Arbeitsstätte von Militärgeistlichen, egal ob für Gottesdienste oder Seelsorge.

Konzerte gehören zur Pauluskirche wie Hostien und Wein zum Abendmahl, denn aufgrund ihrer guten Akustik gilt sie als die wichtigste Konzertkirche im weiten Umkreis. Die dazugehörige Orgel zählt zu den wenigen noch erhaltenen großen spätromantischen Instrumenten in Süddeutschland. Jährlich findet dort außerdem in der Nachweihnachtszeit die sogenannte Vesperkirche Ulm statt. Dies ist ein besonderes soziales Projekt, bei dem für Arme und Bedürftige warmes Essen, Vesperpakete, medizinische Behandlung oder Seelsorgegespräche angeboten werden.

Die Pauluskirche liegt wenige Gehminuten vom Bahnhof Ulm Ost entfernt und fällt sofort durch den markanten granatförmigen Doppelturm auf. Es ist eines der ersten deutschen Sakralgebäude aus Beton und nimmt einzelne Elemente aus dem Jugendstil und der Romantik auf.