Orpheus und Eurydike

Odenkirchener Straße 78 Deutschland-41236 Mönchengladbach

Tickets ab 19,50 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Theater Krefeld und MG (TKM), Theaterplatz 3 , 47798 Krefeld, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Oper in drei Akten
Libretto von Ranieri de’ Calzabigi
Musik von Christoph Willibald Gluck {1714 – 1787}

– in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln -

Orfeo beweint das Ableben seiner jungen Gattin Euridice und wünscht
nichts sehnlicher, als sie aus der Unterwelt ins Leben zurückzuholen. Sein Trauergesang ist so innig, so herzerweichend, dass die Götter Mitleid haben und seine Bitte erfüllen: Er darf Euridice aus dem Hades
zurückführen – allerdings unter der Bedingung, sie nicht anzusehen und nicht mit ihr zu sprechen, bis sie wieder in der Welt der Lebenden angelangt sind.
Euridice aber, die von der Absprache nichts weiß, kann das Handeln ihres Mannes nicht deuten. Sie fleht ihn an, ihr ein Zeichen seiner Liebe zu geben. Gerührt von ihrem Flehen, missachtet Orfeo das Gebot der Götter, wendet sich ihr zu und verliert sie erneut.
Doch sein Wehklagen kann die Götter ein weiteres Mal erbarmen und am Ende der Oper steht – anders als im griechischen Mythos – ein Happy End (Lieto fine) für die einander innig liebenden Eheleute.

Rund 150 Jahre nach Claudio Monteverdi, der mit seinem L’Orfeo (1607) eine der ersten Opern überhaupt geschrieben hat, wählte Christoph Willibald Gluck denselben Mythos, um seine Idee einer Reformoper zu verwirklichen: Die Oberflächlichkeit und der Starkult um die Sänger der italienischen Barockoper hatten ein Ausmaß erreicht, dem er gegensteuern wollte. Er sehnte sich nach mehr Natürlichkeit im Gesang, nach textbezogener Gestaltung der Kantilenen und war insgesamt der Auffassung, dass die Musik unter allen Umständen im Dienste der Handlung stehen sollte.
Mit seiner Vertonung von Orfeo ed Euridice (Uraufführung am 5. Oktober 1762 am Wiener Burgtheater führte Gluck vor, wie durch Klarheit und Einfachheit der Kompositionsmittel eine überzeugende, intensive Ausdruckskraft erzielt wird.
Auch inhaltlich gestaltete er seine Oper neu: Im Sinne der Aufklärung und des aufstrebenden Bürgertum stellt Gluck mit den beiden Protagonisten und ihrem Schicksal keine Herrscher und mächtigen Ränkespiele in den Fokus, sondern das private Glück zweier Liebender.

Nach dem großen Erfolg von Carmina Burana wird Orfeo ed Euridice erneut
eine spartenübergreifende Arbeit mit Solistinnen des Musiktheaters, der kompletten Ballettkompanie und dem Opernchor sowie den Niederrheinischen Sinfonikern unter der stilsicheren Stabführung eines Experten für Alte Musik, Werner Ehrhardt, der für diese Produktion als Gastdirigent gewonnen werden konnte.

Ort der Veranstaltung

Theater Mönchengladbach
Odenkirchener Str. 78
41236 Mönchengladbach
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

1921 schlossen sich zwei traditionsreiche Theater zusammen und bildeten fortan das Stadttheater Krefeld-Mönchengladbach. Mittlerweile ist dieses eine feste Größe in der Kulturlandschaft der Metropolenregion Rhein-Ruhr und bietet mit Schauspiel, Musiktheater, Ballett sowie Konzerten der Niederrheinischen Sinfoniker, ein ausgewogenes Programm in den beiden nordrhein-westfälischen Großstädten.

Das Theater Mönchengladbach existiert bereits seit dem 11. Dezember 1862, hatte jedoch kein eigenes Ensemble und war somit auf Gastspiele angewiesen. Bereits zu dieser Zeit kam es immer wieder zu Kooperationen mit dem Theater Krefeld. Heute, nach der Fusion der zwei Häuser, gibt es insgesamt vier Spielstätten, von denen sich zwei in Mönchengladbach befinden: Zum einen die Hauptspielstätte „Theater Mönchengladbach“ mit drei Bühnen und Sälen, darunter der große Opernsaal, der Platz für insgesamt 778 Personen bietet und zum anderen die Ausweichspielstätte „Theater im Nordpark“, einer umgebauten Militärhalle mit Kapazitäten für 560 Zuschauer.

Hier ist Theater auf vielfältige Weise erfahrbar und auch für Kinder und Jugendliche wird der Theaterbesuch zu einem Erlebnis. So gibt es die Möglichkeit sich im „Jugendclub“ zu engagieren und erste Theatererfahrungen zu sammeln oder an theaterpädagogischen Projekten teilzunehmen.