Nijinski

Siemensstr. 11
70469 Stuttgart

Tickets ab 19,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Theaterhaus Stuttgart e.V., Siemensstraße 11, 70469 Stuttgart, Deutschland


Veranstaltungsinfos

Uraufführung
zu Musik von Frédéric Chopin u.a.

Das neue abendfüllende Ballett von Marco Goecke erzählt von dem Tänzer und Choreografen Waslaw Nijinski. Das Stück berührt Stationen aus seinem Leben, handelt von den Brettern, die die Welt bedeuten und davon, wie nah Kunst und Wahnsinn beieinander liegen können.

Nijinski war einer der außergewöhnlichsten Künstler des vorigen Jahrhunderts. Als Tänzer verkörperte er Rollen, die bis heute für die Tanzgeschichte von großer Bedeutung sind. Seine Partien bei den Ballets Russes unter Sergej Diaghilew, insbesondere der Clown in Igor Strawinskis Petruschka, der Geist der Rose in Spectre de la rose und der goldene Sklave in Scheherazade sind in das kollektive Gedächtnis der Tanzwelt eingegangen. Der bis heute kaum erreichte Theaterskandal, den Nijinskis Choreografie Le sacre du printemps bei dem Pariser Theaterpublikum 1913 verursacht hat, wie auch das hohe Maß an Erotik in seinem Ballett Der Nachmittag eines Faun von Claude Débussy lassen seine visionäre künstlerische Tragweite erahnen.

Verwoben mit der Karriere ist sein Weg in den Wahnsinn. Er kämpfte gegen Schizophrenie an, musste sich aber zunehmend aus dem öffentlichen Leben zurückziehen. Nijinski gehörte zu den Menschen, die beide Weltkriege erleben mussten und war als Patient einer Nervenheilanstalt der Bedrohung des nationalsozialistischen Euthanasierprogramms ausgesetzt, konnte aber gemeinsam mit seiner Frau Romola entkommen.

Dieses Ballett über Kunst, die Frage nach dem Zauber und dem Wert des Tanzes sowie persönlichem Leiden streift Stationen aus Nijinskis Leben – dem Leben voller Glanz und Ruhm und dem dunklen Teil seiner Geschichte.

Zu dem künstlerischen Team gehört die Bühnen- und Kostümbildnerin Michaela Springer, der Lichtdesigner Udo Haberland und die Dramaturgin Esther Dreesen-Schaback. Thematisch passend sind Kompositionen von Frédéric Chopin, Alexander Glazunow, sowie russische Volksmusik und russischer Punk die musikalische Grundlage des Abends.

Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart

Wir bedanken uns bei unserem Premium Partner ElringKlinger AG, unserem Sponsor Fashion- und Lifestylehaus Breuninger in Stuttgart, und unseren Unterstützern Eurowings GmbH, John Cranko Gesellschaft e. V., First Friends of Gauthier Dance, Stiftung Herbert Metzger und Anneliese Metzger-Nord

Ort der Veranstaltung

Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Ein Ort, der Kunst und Sport, Kongresse und Musik verbindet. So etwas gibt es nicht? Doch, in Stuttgart ist mit der Eröffnung des Theaterhauses 2003 dieser Traum wahr geworden. Die Räume bieten Platz für jedermann. So sucht diese ganz besondere Nutzung des Ortes europaweit nach ihresgleichen.

Im Norden Stuttgarts, genauer im Stadtbezirk Feuerbach nahe dem Pragsattel, wurde Anfang des Jahrtausends ein Kulturzentrum geschaffen. Nachdem stetig wachsende Zuschauerzahlen die Glasfabrik aus allen Nähten platzen ließen, zog das Theater in die Rheinstadthallen. Das Gebäude, das zuletzt der Firma Thyssen als Endfertigungshalle für Baustahl diente, wurde zu einer Kultur- und Sportmetropole umgebaut. Und es hat sich gelohnt. Mehr als 300.000 Besucher kommen jährlich zu den Veranstaltungen. Grund dafür ist auch das vielfältige Programm: Neben großartigen Theaterinszenierungen gibt es auch Pop- und Rockgrößen, sowie die Elite des deutschen Kabaretts zu sehen.

Das besondere Ambiente dieses Veranstaltungsorts lässt das Herz jedes Kulturliebhabers höher schlagen. Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art.