Nachdenken über Geschichte

Philosophischer Salon Lamspringe  

Kloster 3
31195 Lamspringe

Tickets ab 25,00 €

Veranstalter: Lamspringer September-Gesellschaft e.V., Hebergatze 9, 31195 Lamspringe, Deutschland

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Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungsberechtigt sind Schüler, Studenten und Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises. Ebenso erhalten Mitglieder des ADAC den rabattierten Preis, sofern angeboten.

Für den Verkauf von Karten an der Abendkasse, fällt eine Bearbeitungsgebühr von 4€ je Karte an.

Der Nachweis ist am Einlass unaufgefordert vorzuzeigen. Rollstuhlfahrer wenden sich bitte direkt an den Veranstalter unter der Rufnummer: 05181 / 91060.
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Veranstaltungsinfos

Oder „Geschichtsschreibung im Spannungsverhältnis von Gesellschaft, Wissenschaft und Politik"

„Geschichte wird von den Siegern geschrieben.“ „Geschichte wiederholt sich.“ „Das Einzige, das wir aus der Geschichte lernen, ist, dass wir aus der Geschichte nichts lernen können.“

Diese und ähnliche Bonmots tauchen gerne auf, wenn außerhalb von Fachkreisen über Geschichte und Geschichtsschreibung debattiert wird. Auf den ersten Blick wirken sie einleuchtend, auf den zweiten oft zu vereinfachend – doch ein dritter Blick lohnt: Welche philosophischen und theoretischen Grundannahmen verstecken sich hinter solchen Aussagen? Wie denken wir als Gesellschaft über Geschichte nach, welchen Stellenwert räumen wir ihr ein?

Unter diesem Blickwinkel möchte der Abend „Nachdenken über Geschichte“ dazu anregen, über grundlegende Fragen der Geschichtstheorie zu reflektieren und zu diskutieren: Was ist Geschichte überhaupt? Wer schreibt Geschichte? Wie wird Geschichte geschrieben? Und wie verändert sich unser Bild von Geschichte?

Geschichtsschreibung findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern in vielfältigen Verflechtungen mit gesellschaftlichen Debatten und politischen Machtstrukturen. Das heißt auch: Wenn wir ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen, so bietet es uns nicht nur Informationen über die darin behandelte Epoche – es kann uns auch Zugang verschaffen zu der Zeit, in der das Werk selbst geschrieben wurde, zu seinem Verfasser und dessen Schaffensumständen. Solche Überlegungen werden besonders interessant, wenn wir Geschichtsschreibung in Zeiten politischen Umbruchs betrachten: Ein Beispiel ist die Veränderung der Geschichtsschreibung in Europa nach dem Ersten Weltkrieg, ein anderes die Rolle der Geschichtsschreibung im Nationalsozialismus.

Ausgehend von dieser Vergangenheitsbetrachtung wenden wir uns schließlich den Fragen zu, mit denen uns eine stark funktionalistisch geprägte Welt konfrontiert: Wozu überhaupt Geschichte? Können wir aus ihr lernen – und wenn ja, was? Wie kann Geschichtsschreibung dazu beitragen, die Gegenwart zu begreifen und die Zukunft zu gestalten?

Veronika Hager studierte Geschichte und Kultur des Nahen Orients mit dem Schwerpunkt Turkologie sowie Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Internationale Beziehungen an der Çukurova-Universität in Adana (Türkei).
Ihre Magisterarbeit wurde mit dem Johann-Albrecht-Widmanstetter-Preis und mit dem Dr.-Walther-Liebehenz-Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Turkologie und Zentralasienkunde ausgezeichnet.
Veronika Hager promoviert derzeit am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungs-schwerpunkte sind Historiographiegeschichte, Geschichtstheorie, Geistesgeschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts und türkische Geschichte.

Ort der Veranstaltung

Alter Abtsaal
Kloster 3
31195 Lamspringe
Deutschland
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Der Alte Abtsaal ist ein Teil des ehemaligen Klosters Lamspringe und wird heute regelmäßig für Veranstaltungen genutzt. Etwa 250 Besucher fasst der damalige Prunksaal des Abtes für seine Gäste. Mit barocker Leichtigkeit verzieren Wandpfeiler und zwei Kaminvorlagen, die mit reichen Stuckarbeiten geschmückt sind, den festlichen Raum. Zu bestaunen gibt es über den beiden Kaminen je ein Ölgemälde, die den Kaiser Karl VI. sowie Papst Clemens XII. abbilden.

Das Kloster selbst wurde 872 erstmalig in einer Urkunde erwähnt, die mittelalterliche Vorgängerkirche musste Ende des 17. Jahrhunderts einem neugotischen Bau weichen. Bis zu 180 Nonnen waren in der Anlage untergebracht, die nach den Regeln des heiligen Benedikt lebten. Umringt wird das Kloster von dem Klostergarten mit der sagenumwobenen Lammequelle. Jährlich findet in dem Benediktinerkloster der „Lamspringer September“ statt, wo internationale Künstler ihr Können präsentieren.

Das Kloster Lampspringe besitzt eines der wertvollsten künstlerischen Ausstattungen des Barock in Niedersachsen. Mit seiner besonderen Atmosphäre ist der Alte Abtsaal im Kloster eine beliebte Spielstätte für Konzerte und vieles mehr. Statten auch Sie dieser historischen Einrichtung einen Besuch ab und lassen Sie sich verzaubern!