Musik aus der Zeit Karls IV.

Schola Gregoriana Pragensis, Leitung: David Eben  

Kirchstraße 10 Deu-67697 Otterberg

Tickets ab 18,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Kultursommer Rheinland-Pfalz der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur, Mittlere Bleiche 61, 55116 Mainz, Deutschland

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je 18,00 €

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Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungen gelten für Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose, Bufdis und FSJler sowie Schwerbehinderte (ab 80% Behinderung)..Ermäßigte Tickets sind nur mit Vorlage entsprechender Berechtigungsausweise gültig. Diese sind am Einlass unaufgefordert vorzuzeigen.

Rollstuhlfahrer zahlen den Normalpreis, die Begleitperson erhält an der Kasse freien Eintritt.
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Veranstaltungsinfos

Die Zeit Kaiser Karls IV. (1316-1378) ist für die böhmischen Länder eine Epoche der außerordentlichen kulturellen und spirituellen Blüte und der durch Karl angestoßenen Aufbrüche. Deshalb ist es kein Zufall, dass die meisten der musikalischen Quellen aus dem 14. Jhdt. stammen. Es entsteht herrliche Musik, die sich mit den musikalischen Veränderungen in Frankreich austauscht und sich gegenseitig beeinflusst; Deutsch und Tschechisch halten als Sprache Einzug in die Kompositionen. Das Konzert spürt den Veränderungen und Reformbewegungen vor Martin Luther nach.

Die Schola Gregoriana Pragensis wurde im Jahre 1987 von David Eben gegründet und gehört heutzutage zu den renommiertesten Interpreten auf dem Gebiet der ältesten europäischen Musik - des gregorianischen Chorals.
Seit 1990 steht die Schola Gregoriana Pragensis in engem Kontakt mit dem französischen Ensemble Choeur Grégorien de Paris
Die Arbeit des Ensembles konzentriert sich einerseits auf die semiologische Interpretation des gregorianischen Chorals anhand der ältesten neumatischen Quellen aus dem 9.-11. Jahrhundert, andererseits auf die Aufführung gregorianischer Gesänge aus der eigenen böhmischen Choraltradition einschließlich der frühen Mehrstimmigkeit.
Dank des intensiven Studiums von mittelalterlichen Quellen erklingt in den Programmen auch eine ganze Reihe einzigartiger, neu entdeckter Kompositionen aus dem 13.-15. Jahrhundert.

Ort der Veranstaltung

Ehem. Zisterzienserabteikirche Otterberg
Kirchstraße 10
67697 Otterberg
Deutschland
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Abgeschieden im Otterbacher Tal liegt der zweitgrößte Sakralbau und die größte Klosterkirche der Pfalz: Die Abteikirche Otterberg besticht durch ihre ornamentale Strenge und klaren Linien und ist eines der besterhaltenen Sakralgebäude ihrer Zeit.

1143 wurde die Zisterzienserabtei in Otterberg als Tochter des Klosters Eberbach gegründet. Nur ein Jahrhundert später fand die Kirchenweihe statt: Das kreuzförmige Gotteshaus hat schon damals die Vorstellungen eines Bauvorhabens fast gesprengt und ist auch heute noch überaus beeindruckend. Im 15. Jahrhundert folgte dann der Niedergang des Klosters. Nach Brandschatzung und Raubüberfällen sahen sich die Mönche gezwungen, den Orden aufzugeben, die Klostergebäude wurden als Steinbruch genutzt. Einziges Überbleibsel ist der 1925 freigelegte Kapitelsaal, der direkt neben der Abteikirche besichtigt werden kann und den Mönchen als Versammlungsraum diente.

Seit 1707 ist die Abteikirche Otterberg eine Simultankirche. Evangelische und katholische Christen nutzen das Gotteshaus gemeinsam, wobei es oft zu Streitigkeiten kam. Aus diesem Grund wurde die Schied-Mauer, eine Trennwand zwischen Lang- und Querhaus eingezogen, die die beiden Kirchenräume voneinander trennte. Erst 1978, nach fast 200 Jahren, wurde diese Trennmauer wieder abgetragen, seitdem nutzen Christen die Kirche gemeinsam und sind ein Vorreiter für die Ökumene in der Pfalz.