»Musica, zur Lust und Freud«

B-Five Recorder Consort  

Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg

Tickets ab 15,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Wittenberg-Kultur e.V., Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Deutschland

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Ermäßigungsinformationen

Kinder bis 18 Jahre frei
Schüler, Studenten, Arbeitslose, Schwerbeschädigte bekommen ermäßigten Preis
Begleitpersonen von Schwerbeschädigten mit "B" im Ausweis frei
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Veranstaltungsinfos

Der Gelehrte, Theologe und Reformator Martin Luther war auch ein begeisterter Musikliebhaber. Vom Nürnberger Meistersinger Hans Sachs als »Wittenbergische Nachtigall« bezeichnet, hat sich Luther als Sänger und Lautenist mit Lust und Freude immer auch der Musik gewidmet. Welch wichtige Rolle sie in seinem Leben gespielt hat, geht aus seinen Zeilen hervor: »Es fließt mir das Herz über vor Dankbarkeit gegen die Musik, die mich so oft erquickt und aus großen Nöten errettet hat.«

Mit großem Interesse und Begeisterung verfolgte Luther die Entwicklung der damals aktuellen Musik. Er war ein großer Verehrer der Musik von Josquin Desprez und Pierre de la Rue und korrespondierte mit berühmten Komponisten wie Ludwig Senfl. Doch war kunstvolle Musik für ihn mehr als ein
schöner Zeitvertreib: »… wo aber die natürliche Musica durch die Kunst geschärft und poliert wird, da sieht und erkennt man ... mit großer Verwunderung die große und vollkommene Weisheit Gottes in seinem wunderbaren Werk der Musica.«

Aus Manuskripten und Musikdrucken stellte das europäische Blockflötenconsort B-Five einen Konzertabend mit Kompositionen von Josquin Desprez, Ludwig Senfl, Paul Hofhaimer, Petrus Alamire, Johann Walter und deren Zeitgenossen zusammen, das die Klänge der Reformation lebendig werden lässt und Einblicke in die Gefühlswelt einer Zeit im Umbruch eröffnet: »Musica, zur Lust und Freud« ist der Soundtrack eines bewegten Jahrhunderts. Das Programm überrascht und berührt mit eleganten Tänzen und nachdenklicher Melancholie, mit Glaubenseifer und Liebessehnsucht.

Ort der Veranstaltung

Lutherhaus
Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das einstige Wohnhaus des Reformators Martin Luther beherbergt heute das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. Im ehemaligen Augustinerkloster verbrachte Luther lange Jahre als Mönch und als Familienvater, heute erzählt hier eine Dauerausstellung vom Leben und Wirken des so bedeutsamen Pfarrers aus Wittenberg.

Das sogenannte „Schwarze Kloster“ wurde 1504 von Augustinermönchen erbaut, die das Grundstück zugewiesen bekamen, um hier eine Bildungsstätte und ein Schlafhaus für das Ordensstudium zu errichten. Nur kurz darauf, 1507, bezog Martin Luther als neu geweihter Priester sein Quartier, promovierte an der Wittenberger Universität und übernahm daraufhin eine Professur. Hier in der Lutherstube hatte er seinen reformatorischen Geistesblitz und schrieb die Dokumente, auf die sich heute eine ganze Kultur stützt. Das nach der Reformation verwaiste Kloster wurde dem Theologen übertragen, der es mit seiner Frau Katharina von Bora und den Kindern bis zu seinem Tod 1546 bewohnte. Nachdem es daraufhin noch lange von der Universität genutzt wurde und als ehemaliger Wohnsitz des Reformators großes Ansehen genoss, verfiel das Gebäude aber. Bis sich 1842 die Bürger über den Zustand des Lutherhauses beschwerten und auf Initiative des Bürgermeistern das heutige Museum begründet wurde.

Tausende Besucher pilgern hier ins Lutherhaus, um die außergewöhnliche Aura der fast im Originalzustand erhaltenen Lutherstube zu spüren. Doch nicht nur die ist sehenswert: Ausschließlich originale Exponate zeugen von Leben, Werk und Wirkung des Reformators. Dazu gehören nicht nur eine Mönchkutte Luthers, sondern auch die Predigtkanzel der Stadtkirche, sowie seine Bibeln und Flugschriften. Im zweiten Geschoss ist außerdem eine der umfangreichsten Sammlungen der bildlichen Lutherrezeption zu finden.