Mozart:Requiem und Schuberts: Symphonie Nr. 8 h-moll "Unvollendete" - Requiem mit Ergänzungen von Süßmayr und Oliver Schmidt

Charlotte Reese,Carmen Bangert,Wolfgang Klose,Keno Brandt,Sinfonietta Lübeck uw.  

Hauptstraße 27
25462 Rellingen (bei Hamburg)

Tickets from €15.00
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Event organiser: Verein zur Förderung der Musik an der Rellinger Kirche, Im Ginsterbusch 41a, 22457 Hamburg, Deutschland

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Mit Schuberts „Unvollendeter“ und Mozarts „Requiem“ gehen zwei absolute Glanzstücke der Musikgeschichte eine konzertante Symbiose ein. Um die Entstehungsgeschichte beider Stücke ranken sich viele Mythen.

Bei der „Unvollendeten“ (Sinfonie h-moll Nr. 8 (manchmal auch Nr. 7)) ist z.B. unklar, ob sie mit ihren zwei Sätzen wirklich unvollendet ist. Einiges spricht dafür, dass Schubert es dabei belassen wollte - entgegen der damaligen Tradition von 4 Sätzen. Andererseits gibt es Fragmente für einen dritten Satz. Schließlich glauben manche Experten, die Zwischenmusik zur Schauspielmusik „Rosamunde“ sei ursprünglich als vierter Satz der Sinfonie vorgesehen gewesen. Das 1822 komponierte Werk wurde erst lange nach Schuberts Tod 1865 aufgefunden und dann in Wien uraufgeführt. Immer wieder gab es Versuche von Komponisten, die zwei vielleicht fehlenden Sätze zu ergänzen - bisher ohne nachhaltigen Erfolg.

Mozarts Requiem war das letzte, unvollendete Werk des 1791 verstorbenen Musik-Genies. Inzwischen hat es den Rang einer „Staatskomposition“ errungen und wird bei den bedeutendsten Trauerfeiern gespielt. Beim „Requiem“ handelt es sich um ein geheimes Auftragswerk des Grafen Franz von Walsegg (der es unter eigenem Namen auch aufführte). Da das vereinbarte Honorar nur für ein komplettes Requiem gezahlt wurde, haben Mozart-Schüler (vor allem Franz Xaver Süßmayr) die fehlenden Teile (Sanctus, Benedictus, Agnus Dei) ergänzt und dennoch das ganze Werk als von Mozart komponiert ausgewiesen. Eine Reihe von Komponisten haben die damals ergänzten und als minderwertig empfundenen Teile durch eigene Kompositionen ersetzt. So hat Oliver Schmidt ein neues „Sanctus“ komponiert, das am 24.10.2015 uraufgeführt wurde und am 26.10.2019 an vorgesehener Stelle im Rahmen des „Requiem“ wieder erklingt.

Location

Rellinger Barockkirche
Hauptstraße 27
25462 Rellingen (bei Hamburg)
Germany
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Das schleswig-holsteinische Rellingen grenzt unmittelbar an die Landesgrenze Hamburgs. Hier findet sich die evangelisch-lutherische Rellinger Barockkirche, deren imposanter Innenraum regelmäßig als Austragungsstätte klassischer Konzerte fungiert.

Bevor die Rellinger Kirche zum heutigen Barockschatz umgestaltet wurde, bestand sie seit dem 12. Jahrhundert als romanische Feldsteinkirche. Durch das historische Unwetter von 1648 wurde diese jedoch derart beschädigt, dass Friedrich V. von Dänemark persönlich den Neubau der Kirche anordnete. Als Architekten stellte man den Barock-Baukünstler Cay Dose ein, der in der norddeutschen Region bereits andere Kirchentwürfe gefertigt hatte. Zwar weist der Außenbereich eher romanische Elemente auf, doch umso glanzvoller strahlen Kirchsaal und Altar im Inneren der Kirche. Auf grünen Holzbänken, deren Reihen sich über zwei weitere Etagen erstrecken, findet ein großes Publikum Platz. Gerade auch durch eine Sanierung der Orgel im Jahr 2015 gilt der Altar im östlichen Teil des Kirchenschiffs als Highlight. Natürlich bildet sie den Mittelpunkt aller Kirchen-Konzerte, die sich nicht nur im Ort Rellingen größter Beliebtheit erfreuen.

Die Rellinger Barockkirche liegt zwischen dem städtischen Friedhof und dem historischen Pumpenportal am Markt. Das öffentliche Verkehrsnetz bietet Fahrtmöglichkeiten zur Kirche. Autofahrer suchen Parkplätze in der Umgegend und haben den Vorteil, dass eine Autobahnabfahrt in 500 m Entfernung liegt.