Messiaen und Gesualdo: ein musikalischer Dialog

Norddeutscher Figuralchor  

Hanns-Lilje-Platz 2
30159 Hannover

Tickets from €13.00
Concessions available

Event organiser: Deutscher Chorverband e.V., Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin, Deutschland

Tickets


Event info

Norddeutscher Figuralchor
Orgel: Ulfert Smidt
Leitung: Jörg Straube

Emotionen von Liebe und unerfüllter Liebe prägen die Werke des ersten Teils des Konzertabends. Olivier Messiaens „Cinq rechants“ werden im Wechsel mit vier Madrigalen von Carlo Gesualdo da Venosa aufgeführt, sodass eine direkte Gegenüberstellung und Durchdringung der Kompositionen von Renaissance und 20. Jahrhundert ermöglicht wird. Ein Jugendwerk Mendelssohn Bartholdys, das „Te Deum laudamus“, beschließt den Konzertabend. Es zählt zu den schönsten geistlichen Frühwerken Mendelssohns und markiert im weitesten Sinne den Beginn unserer bürgerlichen Chorkultur.
Mit freundlicher Unterstützung des Festivals „van Vlaandern“.

Programm:
Olivier Messiaen (1908-1992): Hayo kapritama (aus: Cinq rechants)
Don Carlo Gesualdo da Venosa (1566-1613): Moro, lasso, al mio duolo (aus: Madrigali libro sesto)
Olivier Messiaen: Ma première fois (aus: Cinq rechants)
Don Carlo Gesualdo da Venosa: Dolcissima mia vita (aus: Madrigali libro quinto)
Olivier Messiaen: Ma robe d’amour (aus: Cinq rechants)
Don Carlo Gesualdo da Venosa: O dolce mio tesoro (aus: Madrigali libro sesto)
Olivier Messiaen: Niokhamâ (aus: Cinq rechants)
Don Carlo Gesualdo da Venosa: Mercè grido piangendo (aus: Madrigali libro quinto)
Olivier Messiaen: Mayoma (aus: Cinq rechants)
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Te Deum laudamus

Location

Marktkirche
Hanns-Lilje-Platz 2
30159 Hannover
Germany
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Die Marktkirche ist die älteste Kirche der Altstadt und mit ihrem Turm ein Wahrzeichen Hannovers. Die Kirche im Stil der Backsteingotik ist Höhepunkt jeden Besuchs in der Altstadt und die Begräbnisstätte des Deutschen Michels. Bereits seit 750 Jahren finden hier Gottesdienste statt, erst katholische und ab 1536 protestantische, und nicht nur Gläubige zeigen sich von der Wucht der schmucklosen aber unglaublich imposanten Marktkirche beeindruckt.

Auf den Überresten einer romanischen Vorgängerkirche, die auch heute noch dem unter der Kirche gelegenen Bödekersaal sein unvergleichliches Aussehen verleihen, wurde im 14. Jahrhundert die Marktkirche St. Georgii et Jacobi errichtet. Als herausragendes Beispiel der norddeutschen Backsteingotik ragt die Kirche mit ihrem 98 Meter hohen Turm in den Himmel und war einst Keimzelle der Stadt Hannover. Besonderes Prunkstück innerhalb der monumentalen Kirche ist der Retabel des Hochaltars, der um 1480 entstand und nach Zwischenstationen in der Aegidienkirche und dem Welfenmuseum nun wieder an seiner angestammten Stelle zu finden ist.

Auch sonst bietet die Marktkirche in Hannover allerlei Rätsel und Spannendes: Auch viele Ortskundige wissen nicht, dass hier der Deutsche Michel begraben liegt. Johann Michael von Obentraut, General im Dreißigjährigen Krieg, fiel beim Kampf gegen den Feldherrn Tilly und sein Spitzname wurde zum Inbegriff des Deutschen. Auch über das vermeintliche Pentagramm an der Außenseite der Kirche wundern sich viele Betrachter. Der auf die Spitze gestellte Fünfstern soll, gemeinsam mit den Wasserspeiern, den Teufel und das Böse von der Kirche fernhalten.