Martin Luther & Thomas Münzer oder die Einführung der Buchhaltung

Konzertdirektion Landgraf mit Carsten Klemm, Benjamin Kernen, Klaus Nierhoff  

Uhlandstraße 7
75417 Mühlacker

Tickets ab 18,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Volkshochschule Mühlacker, Bahnhofstr. 15, 75417 Mühlacker, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

In einer Zeit, die von Grund auf in Bewegung geraten ist, in den Jahren 1514 bis 1525, sehen wir die bestimmenden Figuren der Epoche beim Agieren, Plazieren und Plaziertwerden: Martin Luther, Thomas Münzer, Jakob Fugger, Bischof Albrecht von Brandenburg und Kurfürst Friedrich von Sachsen…. Alle sind historischen Persönlichkeiten im Netz der Macht. Es geht um die Verflechtungen von Kirchengeschichte, Politik und Wirtschaftsgeschichte zur Zeit der Reformation.
Auf Basis spannender Handlungsstränge werden die Lebensstationen Luthers denen der Entscheidungsträger der Epoche (Kaiser, Papst, Kurfürsten) gegenübergestellt, die seine Lehre für ihre wirtschaftlichen und machtpolitischen Ziele missbrauchen. Drahtzieher im Hintergrund ist Jakob Fugger, in dessen Bankgeschäfte alle eher mehr als weniger verstrickt sind. Fugger gehorchen die Fürsten, weil sie mit ihm verdienen. Fugger handhabt seine Geschäfte nicht anders als die heutigen Großkapitalisten, ganz gleich, ob er Gewürze, Metalle oder Menschen verkauft. Auch der Revolutionär Thomas Münzer mit seinem Bauernheer interessiert ihn nur als Passivposten in seiner Buchführung.
Das politische Explosionspotential des 1970 in Basel uraufgeführten Dokudramas - die Mechanismen der Macht - lässt sich bis in unsere Gegenwart verfolgen. Denn es geht um Bankenkrisen, Staatsbankrotte und um den jede Solidarität ausschließenden modernen Kapitalismus der Wirtschaftswelt. Die Verkleidungen wechseln, die Machtstrukturen bleiben die gleichen.

Foto: Gio Löwe und Matthias Stutte

Ort der Veranstaltung

Uhlandbau
Uhlandstraße 7
75417 Mühlacker
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

In unmittelbarer Nachbarschaft des alten Schulhauses der Schillerschule erhebt sich das imposante Bauwesen des Uhlandbaus in Mühlacker. Der Uhlandbau, der 1921 als Festsaal und Turnhalle konzipiert wurde, dient heute weiterhin als Saal für große Konzerte, Vorträge, Lesungen und kleine Veranstaltungen sowie als Mensa für die Schillerschule. Das mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude gilt als wuchtige Dominante des Ortsbildes.

Der Gemeinschaftssinn, das kulturelle Bedürfnis und das Verlangen nach einer Stätte der Erholung der Schwaben führten 1921 zum Bau der Turn- und Festhalle. Sie wurde mit 99 Arbeitstagen in Rekordzeit fertiggestellt. Die Voraussetzung für eine Finanzierung von 750.000 Reichsmark durch Alfred Emrich war somit erfüllt. Der Grundstein für hervorragende Konzert-, Opern- und Theaterveranstaltungen mit beeindruckender Akustik war gelegt. Von Beginn an traten im Uhlandbau bekannte Größen der Klassik auf, darunter die Brüder Busch, das Landestheater Stuttgart, Pianist Walter Giseking oder Carl Orff. Sie inszenierten Werke von Mozart, Strauss, Beethoven und vielen weiteren einflussreichen Künstlern.

Auch heute noch ist der Uhlandbau in Mühlacker Austragungsort großer Konzerte und anderer Veranstaltungen. Bis zu 510 Konzertbesucher finden im Parkett und auf der Empore des Saals, der sich im 1. OG des Gebäudes befindet, Platz. Über einen Außenaufzug ist der Veranstaltungsraum auch für Menschen mit Gehbehinderung erreichbar. Zentral gelegen erreichen Sie den geschichtsträchtigen Uhlandbau vom Bahnhof Mühlacker aus in nur zehn Minuten. Für PKWs stehen Parkmöglichkeiten ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.