Margaret Atwood: Ikone der Kanadischen Literatur - berliner LESEZEICHEN Nr. 7

Mit: Gabriele Streichhahn, Nicole Haase und Prof. Dr. Stefan Welz  

Am Festungsgraben 1
10117 Berlin

Tickets ab 20,90 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: THEATER IM PALAIS Berlin, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

berliner LESEZEICHEN 07

Sonntag, 04.03.2018, 16:00 Uhr
Margaret Atwood: Ikone der Kanadischen Literatur

Gabriele Streichhahn und Nicole Haase lesen.
Die Moderation und den Überblick zum Schaffen der Autorin gibt Prof. Dr. Stefan Welz von der Universität Leipzig.

Als Margaret Atwood zu Beginn ihrer Schriftstellerkarriere in den 1970er Jahren die provokante Frage stellte: ‚Was ist kanadische Literatur?’ ahnte sie nicht, dass sie einmal selbst zur Ikone der noch jungen Kultur im hohen Norden Amerikas werden und weltweiten Ruhm erlangen würde.

Auch in Deutschland werden die Short Stories und Romane der Kanadierin seit vielen Jahren gelesen. Sie ist insbesondere durch ihren anti-utopischen Roman Der Report der Magd bekannt geworden, den Volker Schlöndorff 1990 verfilmt hat.
Das Manuskript hatte Margaret Atwood im Jahr 1984 während eines Berlin-Aufenthalts begonnen. Als Gast im Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes weilte sie für ein Jahr in der damals noch geteilten Stadt. Seit dieser Zeit fühlt sich die Autorin Deutschland verbunden und wurde auch hierzulande mit bedeutenden Preisen geehrt, zuletzt mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017.
Damit wurde neben dem umfangreichen literarischen Oeuvre auch ihr Engagement zu Fragen des Umweltschutzes und der Frauenrechte gewürdigt. Ihre literarische Themenfülle reicht von nationalen und historischen Themen wie die kanadische Wildnis, der Überlebenskampf und die Siedlermentalität über feministische und ökologische Fragestellungen bis hin zu einem beständigen sozialen Engagement, das sich nicht zuletzt in ihren utopisch-phantastischen Texten niedergeschlagen hat.
Neben all diesen Leistungen und Verdiensten ist Margaret Atwood vor allem eine hervorragende Erzählerin und Dichterin, deren Werke geistigen Gewinn und literarisches Vergnügen bescheren.

Dauer: 1h 30 Min. (ohne Pause)

Ort der Veranstaltung

Theater im Palais Berlin
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
Deutschland
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Mitten in Berlin befindet sich das Theater im Palais in direkter Nachbarschaft zur Museumsinsel und zur Humboldt Universität. Besucher erwarten ein abwechslungsreiches Programm aus literarisch-musikalischen Veranstaltungen, eigenen Inszenierungen, Autorenlesungen und Gastspielen.

Die Spielstätte des kleinen Theaters befindet sich in einem ehemaligen Wohnhaus aus dem 18. Jahrhundert, zu dessen berühmtesten Bewohnern Freiherr von und zum Stein gehörte. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude bietet dem Theater eine einzigartige Atmosphäre, die zusammen mit der Qualität der aufgeführten Stücke für die Popularität des Schauspielhauses verantwortlich ist. Vom Krieg als einziges Palais verschont, fanden bereits 1945 erste Konzert- und Tanzveranstaltungen in den Räumlichkeiten statt, die das Haus in Berlin und Umgebung bekannt machten. Von 1950 bis 1990 diente das Palais als zentrales Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft, bevor es 1991 zur neuen Spielstätte des Theater im Palais wurde. Seitdem hat sich das Theater zur festen Institution in Berlin entwickelt und bereichert durch seine Veranstaltungen die Kulturszene der Hauptstadt.

Das Theater im Palais liegt in unmittelbarer Nähe zur Spree und kann mit dem öffentlichen Nahverkehr über die S-Bahnhaltestellen Friedrichstraße und Hackescher Markt erreicht werden.