Love Letters - Lyambiko

Lyambiko  

Tzschirnerplatz 3-5
01067 Dresden

Tickets ab 34,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: JAZZTAGE DRESDEN gUG, Tännichtgrundstraße 10, 01156 Dresden, Deutschland

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Ermäßigungsinformationen

Vorbehaltlich, dass ein ermäßigtes Kartenkontingent zur Verfügung steht.
Ermäßigungsberechtigt sind Schüler, Studenten, freiwillig Wehrdienstleistende, Personen, die im Bundesfreiwilligendienst stehen und Schwerbeschädigte (ab 70% GdB) mit Vorlage eines entsprechenden Ausweises beim Einlass vor Ort.
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Veranstaltungsinfos

Lyambiko - vocals
Martin Auer - trp
Marque Lowenthal - piano
Robin Draganic - bass
Tilman Person - drums

„In einer verstaubten Schachtel auf dem Dachboden taucht ein Bündel vergilbter Briefe auf. Es sind Liebesbriefe, geschrieben über einen Zeitraum von zehn Jahren. Sie stammen von einem Mann, den ich nie kennenlernen durfte, an eine Frau, die ich in den letzten Jahren eines entbehrungsreichen aber auch erfüllten Lebens antraf. Wer war sie eigentlich? Und was durchlebte der Mann, der ihr nahezu täglich in Briefen die ewige Liebe schwor. Ich habe diese Briefe innerhalb weniger Tage verschlungen. Das war, als würde man einen Roman lesen.“
Wie nicht zuletzt ihre beiden jüngsten Alben „Lyambiko Sings Gerwin“ (2012) und „Muse“ (2015) gezeigt haben, liebt es die Sängerin, einen roten Faden für ihre Songs auszulegen. Beim Lesen besagter Briefe kam ihr die Idee zu einem Projekt, dass wir jetzt mit ihrer neuen CD „Love Letters“ in den Händen halten.
„Ich begann, die damaligen Zeiten mit heute zu vergleichen. So kamen die beiden Ebenen von Alt und Neu zusammen.“ Musik, egal welchen Genres, ist immer dann am intensivsten, wenn sie eng mit dem Leben verbunden ist. „Love Letters“ ist eine Mischung von Standards, Songs, die es schon in unterschiedlichen Versionen gibt, die aber vor dem Hintergrund der Liebesbriefe von dem speziellen Dachboden eine ganz neue Geschichte erzählen, und eigenen Songs, die eigens für dieses Projekt entstanden. Mit großem Feingefühl werden die Oldtimer und neue Lieder zu einem stimmigen Ganzen verwebt, das ohne kalkulierte Vintage-Patina authentisch die altmodischste und doch zugleich aktuellste aller Empfindungen auf zwei verschiedenen Zeitebenen beschreibt.

Am Ende ließ Lyambiko sich ganz und gar auf jedes Lied ein und nahm sich so weit wie möglich zurück. Sie macht lieber Angebote, statt mit ihrer Interpretation den Assoziationsraum zuzukleistern, umtanzt die Stücke, statt sie sich einzuverleiben. Auf diese Weise erzählt sie leichtfüßig eine Geschichte, die ihre poetische Kraft aus sich selbst heraus entfaltet. Oft sind es nur Nuancen, die den individuellen Charme ausmachen. Ihr persönliches Verhältnis zu einzelnen Songs veränderte sich im Lauf der Arbeit. Es war ein ständiges verhandeln von Aneignung und Loslassen.

„Love Letters“ ist ein Jazzalbum, und doch viel mehr als nur Jazz. Zusammen mit ihren Mitmusikern gelingt Lyambiko das seltene Kunststück, das geheimnisvolle Funkeln einer versunkenen Welt hörbar zu machen. Ein zeitloser Kontrapunkt zur Kurzlebigkeit von Twitter und Facebook, ein hörbar gemachtes Gefühl, eine sehr persönliche Zeitreise mit Rückfahrkarte.

Ort der Veranstaltung

Die Tonne im Kurländer Palais
Tzschirnerplatz 3-5
01067 Dresden
Deutschland
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Der Jazzclub Neue Tonne Dresden, der im Volksmund oft Jazzclub Tonne oder kurz „Tonne“ genannt wird, gehört zu den bekanntesten Jazzclubs im Osten Deutschlands. Die 1977 gegründete Interessengemeinschaft Jazz der Kulturbund-Stadtorganisation Dresden organisierte Ende der 70er zahlreiche Jazzkonzerte in verschiedenen Einrichtungen. Die IG baute das Kellergewölbe des Kurländer Palais aus und bezog dieses 1981, der Name „Tonne“ prägte sich ein und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Clubs der DDR.

Ab 1997 siedelte die Tonne in andere Locations über, bis sie im Herbst 2015 wieder zurück ins Kurländer Palais zog, welches Mitte der 00er Jahre als letzte altstädtische Ruine wiederaufgebaut wurde. Über 100 Veranstaltungen und Konzerte werden pro Jahr angeboten.

Das Kurländer Palais liegt am östlichen Rand der Inneren Altstadt, wenige Meter vom Albertinum und der Frauenkirche entfernt. Wer vom Hauptbahnhof anreist, steigt in die Straßenbahnlinie 3 und fährt wenige Stationen bis zum Pirnaischer Platz. Von dort aus sind es noch etwa 100 m zu Fuß in Richtung Elbe.