Liturgical Jazz Concert Mass by Tord Gustavsen

Heiliggeiststraße 17
69117 Heidelberg

Tickets from €19.80

Event organiser: Enjoy Jazz, Bergheimerstr. 153, 69115 Heidelberg, Deutschland

Tickets


Event info

Tord Gustavsen ist einer der international renommiertesten skandinavischen Jazzpianisten, der in
seiner Musik seit vielen Jahren Elemente von Sakraler Musik und Poesie mit der Klangsprache
des Jazz verbindet. Er vereint die Geschichte des Jazz mit tiefen Wurzeln im Gospel und Blues
mit typischen Klängen seiner norwegischen Heimat, die voller Wehmut und Besinnlichkeit sind.
Seine musikalische Akribie gilt der intensiven Melodie. Man merkt, dass er lange Zeit der
Begleitpianist von Silje Nergaard war, denn seine Kompositionen sind liedhaft, erscheinen oft fast
simpel, sind aber meilenweit vom Banalen entfernt. Ganz unaufgeregt und ruhig trägt er seine
Themen vor, immer in der Nähe zur gesungenen Ballade. Das Ganze gelingt ihm so erfolgreich,
dass seine Platten mit schöner Regelmäßigkeit in den norwegischen Popcharts landen. Die
Zeitung „Dagbladet“ nennt sein Album „The Well“ das beste norwegische Jazzalbum des Jahres
2012 und kletterte auch in den USA in die Top 10 der Billboard Top Jazz Album charts. Auf
mittlerweile sieben CD-Veröffentlichungen bei ECM RECORDS unter seinem Namen hat er eine
eigene musikalische Sprache gefunden: lyrisch, hymnisch, leise und perfekt ausbalanciert, voll
poetischer Tiefe – ein fast sakraler Jazz. Die Schönheit seiner Kompositionen ist ein bis in die
feinsten Nuancen stimmiges Destillat all seiner musikalischen Einflüsse und Kollaborationen.
In der beim OSLO JAZZ FESTIVAL 2016 mit dem Domchor erstmalig aufgeführten Messe
verbindet Gustavsen seine lyrische musikalische Sprache mit den Worten der lateinischen Messe
zu einem eindrücklichen Werk zwischen Jazz und moderner Chormusik, das Einflüsse aus
Skandinavischer Folklore, der Gregorianik und des Jazz synergetisch verbinden kann. Das Kyrie
der Messe wurde am 22.7.2016 im Gedenkgottesdienst für die Opfer des Attentats von Anders
Breivik im Beisein der Überlenden, dem Norwegischen Ministerpräsidenten und der Königsfamilie
uraufgeführt.

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Location

Heiliggeistkirche
Hauptstraße 189
69117 Heidelberg
Germany
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Seit Jahrhunderten bestimmt der Turm der Heiliggeistkirche die Silhouette von Heidelberg. Im Herzen der Stadt, direkt am Marktplatz, erhebt sie sich als größte und bedeutendste Kirche der ehemaligen kurpfälzischen Residenzstadt. Durch die Jahrhunderte ihres Bestehens hinweg hatte vor allem die Kirchenmusik eine große Bedeutung in der Gemeinde und auch heute noch wird sie intensiv gepflegt: Chor- und Orgelkonzerte, Kantorei und Studentenkantorei füllen die langjährige Tradition immer wieder mit Leben und begeistern damit Kirchenbesucher aus aller Welt.

Als Grablege für die Pfälzischen Kurfürsten wurde die Heiliggeistkirche ab 1398 errichtet und beherbergt auch heute noch die letzte Ruhestätte des Kurfürsten Ruprecht III. Direkt im Trubel des Marktplatzes gelegen muss die das Gotteshaus auch im Mittelalter schon einen imposanten Anblick geboten haben: Der monumentale Bau kommt fast ohne architektonischen Schmuck aus und zeichnet sich durch die kleinen angebauten Läden aus. Wo früher Backwaren und Blumen feilgeboten wurden, finden sich heute Andenkenläden. Der Innenraum wirkt trotz seiner relativen Schlichtheit sehr eindrucksvoll. Obwohl der Großteil der prachtvollen Einrichtung Zerstörungen zum Opfer fiel, kann man sie einstige Erhabenheit der Kirche noch immer erahnen. Vor allem der Kontrast zwischen dem hellen, lichtdurchfluteten Chor und dem dunklen, nur diffus beleuchteten Langhaus schafft einen ganz besonderen Eindruck.

Eine maßgefertigte Kanzel aus dem Jahr 1731 ist das einzige, noch originär erhaltene Ausstattungsstück der Heiliggeistkirche. Auch von den einst über 50 Särgen und Grabmälern ist nur noch das Ruprechts III. erhalten. Bekannt war das Gotteshaus auch durch die Büchersammlung Ludwigs III. und die Stiftsbibliothek. Aus diesen zwei Beständen wurde letztendlich die weltberühmte Bibliotheca Palatina, von denen einige Stücke noch heute in der Universität Heidelberg zu finden sind.