Literaturhaus Hamburg 2017 - Arundhati Roy

»Das Ministerium des äußersten Glücks«  

Fiefstücken 8a Deu-22299 Hamburg

Tickets ab 14,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg, Deutschland

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Ermäßigungsinformationen

Ermäßigung für Schüler, Studierende, Sozialhilfeempfänger und Arbeitssuchende sowie Inhaber der NDR Kultur-Karte

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Arundhati Roy
stellt ihren Roman »Das Ministerium des äußersten Glücks« vor

20 Jahre nach ihrem Weltbestseller »Der Gott der kleinen Dinge« legt die Man Booker Prize-Trägerin ihren zweiten, nicht minder gewichtigen Roman (S. Fischer; Übersetzung: Anette Grube) vor, der sich aus den aktivistischen Erfahrungen der 1959 geborenen Autorin speist. Mit Hungerstreiks, blutig niedergeschlagenen Massendemonstrationen, militärischen Belagerungen und restriktivem Kastensystem bebildert Roy die moderne indische Geschichte. Ihr Blick fällt vornehmlich auf Kaschmir als von pakistanischen und indischen Herr­schafts­ansprüchen sowie als von hinduistischen und islamischen Reli­gionsträgern gebeuteltes Gebiet. Als Gleichnis für den Kampf um Selbstbestimmtheit dient Roy dabei die Figur der in Delhi lebenden transsexuellen Anjum. »Die Unruhen finden in uns statt. Der Krieg ist in uns«, so beschreibt sich die Identitätserfahrung der in einer marginalisierten Gemeinschaft lebenden Hijras. »Wir können nicht nur mit unseren Körpern gewinnen. Wir müssen auch unsere Seelen rekrutieren«, lautet wiederum das Credo des Unabhängigkeitskämpfers Musa. Als sich Anjums Hoffnungen auf Mutterschaft nicht erfüllen, zieht sich diese auf einen entlegenen Friedhof zurück. Zunächst auf den blanken Gräbern schlafend, errichtet sie ein Gästehaus und darin einen Zufluchtsort »der fallenden Menschen«, an dem sie, als Andere, Hoffnung formiert – auch für ein als viel zu dunkel verschrienes Baby.

Moderation: Jan Ehlert
Deutsche Lesung: Marta Dittrich
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Veranstaltungsinfos

Seit dem Jahr 1989 hat das Literaturhaus Hamburg sein Zuhause in der weißen Villa am Schwanenwik auf der Uhlenhorst gefunden. Seitdem ist das Haus zum literarischen Mittelpunkt der Stadt geworden und aus dem Kulturleben nicht mehr wegzudenken.

Regelmäßig finden im spätklassizistischen Ambiente der Villa Veranstaltungen statt: Podiumsdiskussionen, Gesprächsrunden und natürlich Lesungen zählen zu dem vielfältigen Angebot, von dem Literaturliebhaber in der Hansestadt profitieren können. Auch für Nachwuchsleser ist gesorgt: Das eigens hierfür ins Leben gerufene Junge Literaturhaus bietet zusätzlich zu einem Schreiblabor auch Lesungen für junge Autoren oder Poetry-Slams.

Nicht nur die gastfreundliche Atmosphäre zieht Besucher an, auch das gastronomische Angebot, die Buchhandlung und ein Lesecafé gehören zum Literaturhaus wie die Bücher in die Bibliothek. Eine kulturelle Oase ist das Literaturhaus für alle, die sich Austauschen oder einfach nur ein wenig Stöbern und Lesen möchten.

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