Klavierquintett

Modern String Quartet • Peter Vogel  

Untere Seestraße 3
88085 Langenargen

Tickets ab 25,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: birdmusic, Postfach 2149, 88111 Lindau, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Freitag | 24. August | 19:30 Uhr
KLAVIERQUINTETT MODERN

PETER VOGEL Klavier
MODERN STRING QUARTET
JOERG WIDMOSER Violine
WINFRIED ZRENNER Violine
ANDREAS HÖRICHT Viola
THOMAS WOLLENWEBER Violoncello

PROGRAMM »THE RITE OF SWING«

Duke Ellington 1899 - 1974 | arr. Joerg Widmoser
It don´t mean a thing, if it ain´t got that swing

Duke Ellington 1899 - 1974 | arr. Joerg Widmoser
Sophisticated Lady

Andreas Höricht *1960
Two Sides of a Sophisticated Lady

Duke Ellington 1899 - 1974 | arr. Andreas Höricht
Satin Doll

Peter Vogel *1964
Klavierquintett (UA)

Igor Strawinsky 1882 - 1971 | arr. Winfried Zrenner
The Rite of Spring - 9 Pictures from Pagan Russia

Duke Ellington 1899 - 1974 | arr. Joerg Widmoser
I didn´t know about you

Joerg Widmoser *1955
Suite Américain - Hommage a Duke

Peter Vogel studierte Klavier, Orgel und Komposition. Seine pianistischen Lehrjahre führten ihn bis zur Meisterklasse bei Homero Francesch an der Musikhochschule Zürich. Neben seiner klassischen Ausbildung hat er sich intensiv mit Jazzmusik beschäftigt. Zahlreiche Auszeichnungen, Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen begleiten seine umfangreiche Konzerttätigkeit. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit kann Vogel auch auf ein mittlerweile über zwanzigjähriges Engagement als Veranstalter zurückblicken – zu seinem Portfolio zählen neben den Langenargener Schlosskonzerten die Internationalen Festivals junger Meister, das Konstanzer MusikFestival, die MTU-Orchesterakademie oder das Festival music open. Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter des Musikprogramms der Kunst- und Konzerthalle arlberg1800, dem höchstgelegenen Konzertsaal Europas, der seit Oktober 2015 bespielt wird.

MODERN STRING QUARTET presents THE RITE OF SWING
Die Geburt der Moderne – A Tribute to Duke Ellington and Igor Strawinsky

»New music? Hell, there’s been no new music since Strawinsky.« Duke Ellington

THE RITE OF SWING
The African Strawinsky meets Igor Strawinsky

Duke Ellington wird gerne als der »African« Strawinsky charakterisiert, der die Trennlinie zwischen Jazz und klassischer Musik aufgehoben hat. Strawinsky, ein Komponist, der von Ellingtons Musik hoch inspiriert war, und dessen Musik Ellington selbst bewundert hat, benutzte häufig typische Stilmerkmale des Jazz in seiner Musik. Er nahm Jazz sehr ernst und ging gerne dorthin, wo diese Musik zu hören war. Als der ultramoderne russische Komponist in den fünfziger Jahren New York besuchte, begab er sich als allererstes nach Harlem, um Duke Ellington’s großartige Jazz Symphonien im Cotton Club zu hören. »Wenn Musik ein Einfluss nachgewiesen werden kann, der einen beunruhigen soll, dann bin ich sicher, dass man Strawinskys ›The Rite of Spring‹ emotional viel aufregender finden wird, als ein langsames sauberes Arrangement von ›Body and Soul‹ oder sogar eine schnelle Wiedergabe von ›Tiger Rag ‹«, bemerkte Ellington. Strawinsky und Ellington blieben ihrer eigenen musikalischen Vision treu. Beide schufen neue Wege für alle folgenden Komponisten. Sie waren Konstrukteure, die Musik entlehnten, integrierten und neu harmonisierten. Und jeder verließ sich auf einen engen Mitarbeiter – Strayhorn für Ellington, Robert Craft für Strawinsky – um als Komponist zu wirken. Vor allem besaßen beide die Fähigkeit beinahe jedes musikalische Material in einen eigenen unverwechselbaren Stils umzugestalten.

Warum lieben Jazzmusiker und das Modern String Quartet »The Rite Of Spring«?
Besonders während und nach der Bebop Generation zog es die Musiker zu Strawinskys Werken hin. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das provozierende pulsierende »Rite« direkt von Jazzmusikern interpretiert wurde. Bei Charlie Parker sind mehrere Stellen dokumentiert, wie er Passagen aus »The Rite of Spring« und anderen Werken von Strawinsky in seinen Improvisationen zitierte. John Coltrane erzählt, daß es ihm als Kind Freude bereitet hat, Strawinsky zu hören, wenngleich das eine ganz andere Musik war wie die, mit der er aufwuchs. Ein hundert Jahre altes Ballett, von einem Russen für ein französisches Publikum komponiert, wurde so etwas wie ein Jazz Standard. Teile aus »The Rite of Spring« wurden auf Schallplatte von Musikern wie Ornette Coleman in ihre Kompositionen eingefügt. Sein »Sleep Talk« übernimmt die berühmte Eröffnungsmelodie des Fagotts. 2011 führten »The Bad Plus« das ganze Werk im Jazztrio auf. »The Rite« und Jazz generell können als Vettern betrachtet werden. Ungefähr zeitgleich entstanden beide in den 1910er Jahren, stießen zunächst auf Ablehnung, um dann den größten Einfluss auf die musikalische Entwicklung des 20. Jahrhunderts zu nehmen.
Das Modern String Quartet fasziniert an diesem visionären Wunderwerk die betörenden Motive, der pulsierende »Groove«, die dunklen, geheimnisvollen Akkorde und grellen, furchterregenden harmonischen Ausbrüche. Mit ihrer Bearbeitung von »The Rite of Spring« wird der Versuch unternommen, eine Symbiose zwischen Strawinsky und Ellington herzustellen. Als Grenzgänger zwischen Klassik, Neuer Musik und Jazz werden diese Welten wie selbstverständlich miteinander verknüpft und in Strawinskys Werk integriert. So entsteht die Energie und Unmittelbarkeit dieses Opus Magnum auf eine ganz neue Art: The Rite of Swing.

ÄNDERUNGEN VORBEHALTEN

Ort der Veranstaltung

Schloss Montfort
Untere Seestraße 3
88085 Langenargen
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Bereits Annette von Droste-Hülshoff beschreibt Montfort in einem ihrer Briefe. Allerdings die Ruine der alten Wasserburg, die zugunsten des heutigen Märchenschlosses weichen musste. Auf einer Halbinsel im See gelegen, lädt Schloss Montfort heute zum Verweilen ein.

Im 14. Jahrhundert wurde die Vorgängerburg, die Veste Burg Argen, hier erbaut. Im 19. Jahrhundert ging die Ruine in den Besitz Wilhelms I. von Württemberg über, der an ihrer statt ein herrschaftliches Schloss im maurischen Stil errichten ließ. Nach langer Nutzung durch Königs- und Fürstenhäuser wurde Schloss Montfort Anfang des 20. Jahrhunderts einer bürgerlichen Nutzung überführt. Mittlerweile befindet es sich, nach zahlreichen wechselnden Eigentümern, in Besitz der Gemeinde, die sich um seinen Erhalt kümmert.

In den Räumen des Schlosses ist heute Kunst aus dem 16. Bis zum 18. Jahrhundert der Sammlung Dr. Günther Grzimek untergebracht. Außerdem finden hier die Langenargener Schlosskonzerte statt, bei denen seit 40 Jahren die Stars der nationalen und internationalen Musikszene auftreten. Der Konzertsaal mit wunderschönem Blick hinaus auf den See bietet den passenden Rahmen für klassische Klavierkonzerte, Ensembles oder Orchestermusik.