Klavierabend: Martin Helmchen

Martin Helmchen  


Tickets ab 18,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: SWR Media Services GmbH, SWR Service, Hans-Bredow-Str. 9, 76530 Baden-Baden, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

»Credo«
Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
Fünf Choralvorspiele,
bearb. von Ferruccio Busoni
und Max Reger
 
Franz Liszt 1811 – 1886
»Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen«, Präludium nach J. S. Bach S 179
»Vexilla regis prodeunt« S 185
Deux Légendes R 17
 
César Franck 1822 – 1890
Präludium, Choral und
Fuge FWV 21
 
Olivier Messiaen 1908 – 1992
»Vingt regards sur l’Enfant-Jésus« (Auswahl)
 
Für Olivier Messiaen waren Musik und Transzendenz Geschwister. Besser als jede andere könne die Tonkunst ein Vorgefühl der Ewigkeit und des himmlischen Glücks vermitteln. Vor allem vermöge dies eine »Musik der Farben«, deren Wirkung den bunten Glasrosetten alter Kathedralen gleichkomme. Farben, das sind Klänge, Akkorde, Timbres, sie erblühen und vergehen in der Zeit, sind durchzogen vom Lineament melodischer Gestalten. Der Klavierzyklus über die Zwanzig Blicke auf das Jesuskind, die er 1944 parallel zu einer Theorie seiner Tonsprache ausarbeitete, erscheinen wie ein Kompendium dieser Auffassung. In ihnen verschränken sich Geheimnis, Atmosphäre und Suggestion. Denn die Kunst des Klavierspiels besteht nicht zuletzt darin, etwas aufscheinen zu lassen, was physikalisch nicht vorhanden ist. Darauf vertrauten Ferruccio Busoni und Max Reger, als sie in ihren Bearbeitungen Bachscher Choralvorspiele die Wirkung der Orgel einfangen wollten. Darauf vertraute Franz Liszt, als er seine Fantasie über Bachs Kantatensatz Weinen, Klagen … für Orgel und Klavier fasste. Die Grenzen zwischen Vergegenwärtigung (Bachs, der Orgel, der religiösen Aura) und Originalkomposition verfließen, ähnlich wie bei César Franck.
 
Einführung: 18:30 Uhr, Mozartsaal

Ort der Veranstaltung

Schloss Schwetzingen
Schloss-Straße 2
68723 Schwetzingen
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Schloss Schwetzingen ist vor allem wegen seines prachtvollen barocken Schlossgartens weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Erbaut wurde dieses Gesamtkunstwerk aus Schloss und Garten vom Pfälzischen Fürsten Carl Theodor, der hiermit einen Treffpunkt für Musiker, Künstler und Kunstfreunde schuf.

Aus einer kleinen mittelalterlichen Wasserburg machte Carl Theodor im 18. Jahrhundert seine kurfürstliche Sommerresidenz. Fast alle am Hof angestellten Künstler waren mit der Gestaltung von Schloss und Garten beteiligt. Die fast 72 Hektar große Anlage mit ihren Brunnen, Pavillons, Skulpturen und Wasserspielen befindet sich direkt im Herzen der Stadt und lädt zahlreiche Besucher zum Spazieren und Verweilen ein. Jährlich finden hier seit 1952 die Schwetzinger Festspiele statt, bei denen schon große Stars wie Yehudi Menuhin und Romy Haag gastierten, alle zwei Jahre das Lichterfest. Auch damals war der Schwetzinger Schlossgarten bereits ein Ort der Kunst: Schon der junge Wolfgang Amadeus Mozart spielte hier Konzerte, auch Friedrich Schiller und Voltaire fanden hier Inspiration.

Der Schwetzinger Schlossgarten ist der einzige Europas, der noch in seiner originalen Anlage erhalten ist. Nicht nur deshalb lädt er zu einem Spaziergang ein. Auch zahlreiche Ausstellungen auf dem Schlossgelände wie die Orangerie-Ausstellung oder die Dokumentation der Entstehung des Gartens sind nicht nur informativ, sondern auch äußerst interessant.