Klarinetten Sonaten

Bettina Aust, Klarinette und Robert Aust, Klavier  

Schlossallee
24960 Glücksburg

Tickets ab 22,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Förderkreis Glücksburger Konzerte e.V., Am Schloßsee 3, 24960 Glücksburg, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Klarinettensonaten
Bettina Aust, Klarinette
Robert Aust, Klavier

Die Geschwister Bettina und Robert Aust musizieren schon von Jugend an im Duo. Bettina Aust gewann 2015 den Deutschen Musikwettbewerb. Die Klarinettistin setzt nicht nur neue Maßstäbe mit ihrem solistischen Spiel, sondern hat sich auch in der nationalen und internationalen Kammermusikszene mit ihren Ensembles (Duo Aust, Rheingold Trio) profiliert. Zahlreiche Orchestertourneen, z.B. mit dem Gustav Mahler Jugendorchester führten sie in viele Länder Asiens und Europas. Sie trat u.a. bei den BBC Proms (London) und den Salzburger Festspielen auf.
Auch Robert Aust ist ein sehr begabter Musiker. Seit Januar 2015 ist er Dozent an der Musikhochschule Lübeck.

„Fin de siècle – Kompositionen der Romantik, des Impressionismus, atonaler Musik und Anklänge des Jazz“ so nennen Bettina und Robert Aust ihr Konzertprogramm auf Schloss Glücksburg. Es umfasst Werke, die in einem Zeitraum von knapp dreißig Jahren um die Jahrhundertwende zwischen Romantik und Moderne entstanden sind. „Fin de Siècle“, auch Dekadentismus, bezeichnet ein Lebensgefühl sowie eine künstlerische und kulturelle Bewegung, eine Einstellung, die sich in verschiedenen, zum Teil widersprüchlichen Stilen niederschlug.

Johannes Brahms: Sonate für Klarinette und Klavier Es-Dur op. 120 Nr. 2 (1894)
Die Es-Dur-Sonate für Klarinette und Klavier ist Brahms letztes Kammermusikwerk, geschrieben drei Jahre vor seinem Tod für den großen Klarinettisten Richard Mühlfeld. Die für den späten Brahms so typische Reduktion auf das Wesentliche, der Versuch, alles so knapp wie möglich zu sagen, manifestiert sich hier ebenso wie eine andere Eigenart seines Spätwerks: der “maßvollere, abgeklärte Stil”, schreibt der Musikkritiker und Zeitgenosse Brahms Eduard Hanslick, der “nicht gern über ein gewisses Niveau der Gemütsbewegung hinausgeht und grelle Kontraste lieber meidet als aufsucht”.

Claude Debussy: Première Rhapsodie für Klarinette und Klavier (1910)
Ursprünglich für die Klarinetten-Abschlussprüfung am Pariser Conservatoire geschrieben, hat sich Debussys „Première Rhapsodie“ rasch zu einem Schlager des Klarinettenrepertoires entwickelt – ein hochimpressionistisches Werk, das fabelhaft mit den klanglichen Möglichkeiten der Klarinette spielt. Der Erfolg war so durchschlagend, dass Debussy die Klavierbegleitung später für Orchester transkribierte. In dieser Form ist die Rhapsodie bis heute in den Konzertsälen rund um die Welt zu hören.

Alban Berg: 4 Stücke für Klarinette und Klavier op. 5 (1913)
Alban Bergs Vier Stücke op. 5 gehören zu jenen Miniaturen, mit denen die Komponisten der Wiener Schule um 1910 auf die monumentale Symphonik des Jahrhundertbeginns reagierten. Die Stücke, schrieb Theodor W. Adorno, “dauern ein jegliches nur einen Augenblick, wie Schönbergs op. 19 oder Weberns op. 11; aber dieser Augenblick, der keine Entwicklung kennt und keine Zeit, wird gleichwohl in der Zeit entfaltet.“

Igor Strawinsky: Three pieces for Clarinet solo (1919)
Das wohl bekannteste Stück des Repertoires für Klarinette solo entstand kurz nach Strawinskys „L’Histoire du Soldat“ als Geschenk für den Philantropen und Kunstförderer Werner Reinhart, der auch Klarinette spielte.

Maurice Ravel: La Valse für Klavier Solo (1920)
Als Maurice Ravel im Jahr 1920 die Symphonische Dichtung "La Valse" fertig stellte, hieß sie noch "Wien". Denn es sollte darin um "Wien und seine Walzer" gehen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg änderte man den Titel in das neutrale "La Valse", denn Wien beziehungsweise Österreich waren jetzt für die Franzosen mit traumatischen Erinnerungen behaftet. Es geht natürlich in dieser Musik immer noch um die Heimat des Wiener Walzers, aber Ravel ging es damals um noch viel mehr. Es ist eine Tragödie, eine Todesahnung. Es ist sehr wehmütig.

Camille Saint-Saëns: Sonate für Klarinette und Klavier op. 167 (1921)
„Im Augenblick konzentriere ich meine letzten Kräfte darauf, den selten bedachten Instrumenten die Möglichkeit zu geben, zu Gehör zu kommen“, schrieb Saint-Saëns im April seines Todesjahres an einen Freund. Je eine Sonate für Oboe, Klarinette, Fagott entstanden auf diese Weise; die Uraufführungen erlebte er nicht mehr. In Form und Tonfall beziehen sich die drei Bläsersonaten op. 166 –168 auf den galanten Stil des 18. Jahrhunderts und nähern sich damit der neoklassizistischen Bewegung um 1920 an. Humor, Witz und feine Ironie zeichnen diese Bläserwerke aus.

Ort der Veranstaltung

Schloss Glücksburg
Schloßallee
24960 Glücksburg
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Wasserschloss Glücksburg zählt zu den bedeutendsten Bauwerken Schleswig-Holsteins und wird häufig als Wiege der der europäischen Königshäuser bezeichnet. Umgeben vom malerischen Schlosssee und einem weitläufigen Park, ist das Schloss heute eine traumhafte Kulisse für kulturelle Veranstaltungen.

Bevor der Adel an der Flensburger Förde Einzug hielt, hatten hier jahrhundertelang Mönche der Zisterzienser ein bedeutendes Kloster. Die Geschichte des Schlosses beginnt nach der Reformation mit dem Erwerb der Ländereien durch den Bruder des dänischen Königs, der 1587 die Glücksburg als Landschloss für seine Familie errichtete. Im 19. Jahrhundert ist das Haus Glücksburg mit fast allen europäischen Dynastien verwandt: Söhne bzw. Enkel des Hauses wurden Könige von Griechenland und Norwegen, auch Prinz Philip, Prinzgemahl Elisabeth II., stammt aus dem Hause Glücksburg. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 ging das Schloss in preußische Verwaltung über. Anfang des 20. Jahrhunderts war die letzte deutsche Kaiserin Auguste Viktoria hier oft zu Gast bei ihrer Schwester Caroline Mathilde. Seit Ende des 2. Weltkrieges ist der Großteil des Schlosses öffentlich als Museum zugänglich, außerdem finden hier regelmäßig Konzerte statt.

Eine imposante Kulisse und kulturhistorische Schätze begeistern heute Urlauber und Besucher aus der ganzen Welt. Schloss Glücksburg mitsamt Kapelle, Orangerie und Park stehen Ihnen auch für eine einmalige Hochzeitsfeier zur Verfügung, um diesen Tag zum schönsten ihres Leben zu machen. Das weiße Schloss, der malerische See und der idyllische Schlosspark sind einfach Romantik pur.