Klanginstallation Heimat

Schloss Schwetzingen
68723 Schwetzingen

Veranstalter: SWR Media Services GmbH, SWR Service, Hans-Bredow-Str. 9, 76530 Baden-Baden, Deutschland

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Resttickets an der Abendkasse

Veranstaltungsinfos

Schwetzinger Festspiele
Klanginstallation Heimat
Vernissage
 
Volker Staub
Nikolaus Heyduck Künstlerisch-technische Mitarbeit
 
Zur Vernissage spielt Ruben Staub »Tripa« für Klarinette solo von Volker Staub. Im Lapidarium sind die Originale der im Schlossgarten aufgestellten Skulpturen zu bewundern. Die Kurfürsten Carl Philipp und Carl Theodor stellten das Ensemble im 18. Jahrhundert zusammen. Wir sehen dramatische Jagdszenen, griechische und römische Gottheiten blicken auf uns herab. Wir begegnen menschlichen Verkörperungen der vier Jahreszeiten und der Flüsse Rhein und Donau. Ein Ensemble aus sechs Sphinxen wacht schweigend über die Szenerie. In welchem Land, in welcher Kultur befinden wir uns hier? Welche Geschichten sind hier in Stein gemeißelt? Götterwettstreit, Krieg, Vertreibung und Flucht; Forscherdrang, Wissenschaft, Liebe, Eros, Musik und Kunst … Volker Staub arbeitet in seiner Klanginstallation mit den Übergängen zwischen Außen und Innen und hat dafür hochsensible Instrumente im Park installiert. Sie werden von Naturkräften und Umweltgeräuschen in kaum wahrnehmbare Schwingungen versetzt, die verstärkt und ins Lapidarium übertragen werden. Sobald der Besucher eintritt, beginnen die alten Steine zu klingen und zu sprechen. Sie erinnern sich bruchstückhaft, erzählen von Erlebtem, Gehörtem, fast Vergessenem. Fremde Musiken, Tierstimmen und Sprachen erklingen. Alles ist vertraut und doch so unbekannt. Heimat?
 
Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr | Sonntag und an Feiertagen 13 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ticket zum Park erforderlich

Ort der Veranstaltung

Schloss Schwetzingen
Schloss-Straße 2
68723 Schwetzingen
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Schloss Schwetzingen ist vor allem wegen seines prachtvollen barocken Schlossgartens weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Erbaut wurde dieses Gesamtkunstwerk aus Schloss und Garten vom Pfälzischen Fürsten Carl Theodor, der hiermit einen Treffpunkt für Musiker, Künstler und Kunstfreunde schuf.

Aus einer kleinen mittelalterlichen Wasserburg machte Carl Theodor im 18. Jahrhundert seine kurfürstliche Sommerresidenz. Fast alle am Hof angestellten Künstler waren mit der Gestaltung von Schloss und Garten beteiligt. Die fast 72 Hektar große Anlage mit ihren Brunnen, Pavillons, Skulpturen und Wasserspielen befindet sich direkt im Herzen der Stadt und lädt zahlreiche Besucher zum Spazieren und Verweilen ein. Jährlich finden hier seit 1952 die Schwetzinger Festspiele statt, bei denen schon große Stars wie Yehudi Menuhin und Romy Haag gastierten, alle zwei Jahre das Lichterfest. Auch damals war der Schwetzinger Schlossgarten bereits ein Ort der Kunst: Schon der junge Wolfgang Amadeus Mozart spielte hier Konzerte, auch Friedrich Schiller und Voltaire fanden hier Inspiration.

Der Schwetzinger Schlossgarten ist der einzige Europas, der noch in seiner originalen Anlage erhalten ist. Nicht nur deshalb lädt er zu einem Spaziergang ein. Auch zahlreiche Ausstellungen auf dem Schlossgelände wie die Orangerie-Ausstellung oder die Dokumentation der Entstehung des Gartens sind nicht nur informativ, sondern auch äußerst interessant.