It Can’t Happen Here? Sinclair Lewis und die politische Gegenwart. - Joshua Cohen im Gespräch mit Jan Wilm.

Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

Tickets ab 7,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V., Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main, Deutschland

Anzahl wählen

1. Kategorie

Normalpreis

je 7,00 €

Ermäßigt

je 4,00 €

Summe 0,00 €
Preise inkl. Mwst. zzgl. Versand- und Servicegebühren

Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungen für Schüler/Studierende/Auszubildende, Arbeitssuchende, Rentner sowie Menschen mit Schwerbehinderung.
print@home

Veranstaltungsinfos

Es gibt Bestseller mit Zeitzünder: 80 Jahre sind seit der Veröffentlichung vergangen, als Sinclair Lewis’ Politsatire "It Can’t Happen Here" in den USA plötzlich innerhalb von einer Woche ausverkauft ist. Durch den Wahlsieg Donald Trumps hat der 1935 erschienene Roman über Nacht etwas Prophetisches bekommen. Er beschreibt die Umstände, die einen Protofaschisten zum Präsidenten machen. Die Gesellschaftsschichten indes, denen Trump seinen Erfolg verdankt, erkennen manche im Personal von "Babbitt" und "Main Street" wieder, zwei weiteren Romanen des ersten amerikanischen Literaturnobelpreisträgers. Was ist an solchen Parallelisierungen und Analogien dran? Inwieweit tragen sie zum Verständnis der aktuellen politischen Lage bei? Nicht nur über solche Fragen, sondern auch über die Poetik und Ästhetik von Lewis’ Werk wird der Schriftsteller Joshua Cohen, einer der profiliertesten Kommentatoren der amerikanischen Gegenwartskultur, mit dem Literaturwissenschaftler und –kritiker Jan Wilm sprechen.

Eintritt: 7,-/4,- (VVK)| 8,-/5,- (AK)

Sinclair Lewis (1885-1951), geboren in einer Kleinstadt in Minnesota, studierte in Yale und arbeitete als Journalist und Lektor in New York, San Francisco und Washington. Seit dem Erfolg seines Romans "Main Street" konnte er von der Schriftstellerei leben. 1926 erregte er großes Aufsehen mit seiner Ablehnung des Pulitzerpreises, der ihm für seinen Roman "Arrowsmith" zuerkannt worden war; 1930 erhielt er als erster US-Amerikaner den Literaturnobelpreis.

Joshua Cohen, wurde 1980 in New Jersey geboren und studierte an der ‚Manhattan School of Music‘. Er schreibt nicht nur Erzählbände und Romane, sondern auch Kritiken für renommierte Zeitungen wie die ‚New York Times Book Review‘. Zu den Auszeichnungen, die er für sein literarisches Schaffen erhalten hat, zählen der ‚Pushcart Prize‘ (2012) und der ‚Matanel Prize in Jewish Literature‘ (2013). Auf Deutsch erschien von ihm zuletzt das "Buch der Zahlen" (Schöffling & Co).

Jan Wilm, hat Anglistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main studiert und über J. M. Coetzee promoviert. Seit 2018 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Er übersetzt darüber hinaus aus dem Englischen (zuletzt Maggie Nelsons Bluets) und ist als Literaturkritiker für Zeitungen (FAZ, Tagesspiegel, NZZ) und im Radio tätig.

Ort der Veranstaltung

Künstlerhaus Mousonturm
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main
Deutschland
Route planen
Bild des Veranstaltungsortes

Eine ereignisreiche Geschichte verbirgt sich hinter dem Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt: In den 1920er Jahren als Teil der Seifen- und Parfümfabrik Mouson erbaut, galt der Turm damals als erstes Hochhaus der Stadt! Inzwischen wurde er als einziges, noch stehendes Gebäude des expressionistischen Industriebaus unter Denkmalschutz gestellt.

Seit 1988 findet man hier nun das freie Theater „Künstlerhaus Mousonturm“, dessen Programm eine enorme Bandbreite von Tanz, Musik und Bildender Kunst über Literatur bis hin zu Film und Hörspiel aufweist. Als eine der ältesten Produktionsstätten für experimentelles und innovatives Theater in Deutschland, gilt das Künstlerhaus Mousonturm als wichtige Plattform für Nachwuchskünstler. Im Jahr 1999 wurde das Theater mit dem begehrten Binding-Kulturpreis ausgezeichnet!

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eigenem PKW ist das Künstlerhaus Mousonturm sehr gut zu erreichen. Parkmöglichkeiten befinden sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Theaters.