„Ich verstehe nichts von Kriegen! Lassen Sie mich fort!“ - Der Beginn des I. Weltkrieges in Siegfried Kracauers Roman „Ginster“

Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main

Tickets ab 12,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Frankfurter Bürgerstiftung, Justinianstraße 5, 60322 Frankfurt, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Mit fast kabarettistischem Blick lässt Kracauer in seinem Roman den titelgebenden Anti-Helden Ginster auf die deutsche Gesellschaft des Jahres 1914 schauen, die sich zum Kampf rüstet. Da hagelt es große Sätze aus dem Munde kleiner Männer, und die Aufgeregtheit vor dem Neuen bricht in die fast biedermeierliche Behaglichkeit deutscher Wohnstuben ein.
Die teils stark autobiografischen Passagen aus Kracauers Erstlingsroman, die Jo van Nelsen für diesen eindrücklichen Abend ausgewählt hat, werden atmosphärisch verstärkt durch zeitgenössische Musik – und zwar direkt von Schellackplatten aus einem originalen Koffergrammophon! Knackige Märsche und gefühlvolle Männerchöre, die die Schönheit des deutschen Rheins besingen, treffen auf den Stil der „Neuen Sachlichkeit“, den Kracauers Roman so besonders reizvoll macht.
Ein akustisches Erlebnis der besonderen Art, das man nicht verpassen sollte!
Die Lesung entstand anlässlich der populären Reihe „Frankfurt liest ein Buch“, die Kracauers Roman 2013 wieder einer größeren Leserschaft zugänglich machte.

Ort der Veranstaltung

Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Holzhausenschlösschen in Frankfurt zählt seitdem die Bürgerstiftung 1989 eingezogen ist zu einem der kulturellen Hotspots der Main-Metropole. Regelmäßig finden in diesem romantischen Wasserschloss aus der Barockzeit Konzerte, Vorträge und Theaterabende statt. Auch für Kinder wird ein vielfältiges Programm angeboten. Damit ist das Holzhausenschlösschen bei Jung und Alt beliebt.

Über eine von Kastanien eingesäumte Allee erreicht man das Holzhausenschlösschen. Eindrucksvoll ragt es aus einem Wassergraben hervor. Das Kleinod im heutigen Frankfurter Nordend wurde von der Patrizierfamilie Holzhausen im 18. Jahrhundert errichtet. Damals diente das Wasserschloss vor allem dazu Prestige und Reichtum auszudrücken. Schließlich war es nur der Sommersitz der Familie. In der Gründerzeit wurde das weitläufige Areal um das Wasserschloss zu großen Teilen verkleinert und bebaut. Nur noch ein großzügiges Tor, das mittlerweile ein wenig verlassen an einer Hauptstraße steht, verweist noch auf die Weitläufigkeit der Anlage à la Louis-Seize von damals. Seit 1989 beherbergt das Holzhausenschlösschen die Frankfurter Bürgerstiftung. Die Bürgerstiftung sieht sich als Kulturvermittler und veranstaltet regelmäßig unterschiedliche Kulturevents. Besonders für Kinder bieten die Sing-und Mal-Veranstaltungen im Holzhausenschlösschen den Rahmen und Raum zum kreativ sein. Im ersten Stock befindet sich der schmucke „Belvedere“-Saal, der freitags eine traumhafte, intime Kulisse für standesamtliche Hochzeiten ist.

Das Holzhausenschlösschen ist bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Sowohl die U-Bahn-Linien 1, 2, 3 als auch 5 fahren die Station „Holzhausenstraße“ beziehungsweise „Glauburgstraße“ an und damit fast vor die Türe des Wasserschlosses. Auch zu Fuß ist das Holzhausenschlösschen leicht zu finden. Von der Innenstadt aus geht es einfach circa 20 Minuten auf dem Oeder Weg gen Norden. Bei einem Spaziergang durch den herrlichen, idyllischen Adolph-von-Holzhausenn-Park können Sie die fantastische Konzertstimmung noch weiter auf sich wirken lassen und die Ruhe und Magie dieses einzigartigen Kleinods aufs ich wirken lassen.