Ich bin in Sehnsucht eingehüllt

Iris Berben  

Schlosspark 8
34131 Kassel

Veranstalter: Kultursommer Nordhessen gGmbH, Heinrich-Schütz-Allee 33, 34131 Kassel, Deutschland

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Restkarten an der Abendkasse

Veranstaltungsinfos

Selma Meerbaum-Eisinger starb 1942 mit 18 Jahren im KZ Michailowka an Typhus. Geblieben sind uns ihre sehnsuchtsvollen, melancholischen und trotz allem jugendlich hoffnungsvollen Gedichte. In ihrer zeitlosen Ästhetik sind sie weit mehr als nur ein Zeugnis der drohenden Vernichtung des osteuropäischen Judentums und seines blühenden kulturellen Lebens.

Dass wir heute damit zum Nachdenken kommen können, ist zu großen Teilen Paul Celan und Hilde Domin zu verdanken. Beide Literaten werden an diesem Abend ebenfalls mit einer Auswahl ihrer Texte vertreten sein. Hilde Domin sah Selma Meerbaum-Eisingers Begabung auf einer Stufe mit dem jungen Hofmannsthal, ihre Gedichte waren für sie Lyrik, „die man weinend vor Aufregung liest, so schön, so hell und so bedroht“. Mit diesen ‚Paten‘ war Selma Meerbaum-Eisinger endlich in den Kreis der großen jüdischen Autoren aufgenommen. Selma hat sie nicht kennengelernt – aber sie hätte sie über Zeit und Raum hinweg verstanden – und sich geborgen gefühlt …

Iris Berben las bereits zwölf Texte für eine Hörbuch-CD ein. Nun steht sie mit dem Vermächtnis des jungen Mädchens auf der Bühne, zusammen mit dem Pianisten Benjamin Moser, der die Sehnsucht mit seinem Spiel ‚umhüllt‘.

Ort der Veranstaltung

Schloss Wilhelmshöhe
Schlosspark 1
34131 Kassel
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Schloss Wilhelmshöhe ist nicht nur selbst eine absolute Perle klassizistischer Baukunst, es beherbergt auch noch museale Sammlungen von Weltrang. Gemeinsam mit dem Bergpark Wilhelmshöhe ist das Schloss Teil des UNESCO Weltkulturerbes und gibt den Exponaten der Gemäldegalerie Alte Meister und der Antikensammlung einen mehr als würdigen Wirkungsraum.

Unter Graf Wilhelm IX. wurde Schloss Wilhelmshöhe ab 1786 erbaut. Die mächtige Dreiflügelanlage im Stil des Klassizismus erhebt sich innerhalb des größten Bergparks Europas, an der Stelle, an der schon Jahrhunderte zuvor ein Augustiner Chorherrenstift seinen Platz hatte. Bedeutung erlangte Schloss Wilhelmshöhe als Residenz nicht nur des Königs von Westphalen, auch des Kurfürsten Wilhelm II. und als Sommerresidenz Kaiser Wilhelms II. Nachdem der Zweite Weltkrieg auch die Wilhelmshöhe nicht verschonte, ging der Wiederaufbau nur schleppend voran. Obwohl die mächtige Kuppel des Mittelbaus im Krieg verloren ging, erstrahlt Schloss Wilhelmhöhe heute, für die museale Nutzung neu aufgebaut, wieder in klassizistischem Glanz. Besonders im Weißensteinflügel sind originale Räumlichkeiten mitsamt des prächtigen Interieurs erhalten geblieben und vermitteln einen lebendigen Eindruck vom damaligen leben im Schloss.

Das Schloss Wilhelmshöhe ist einer der zentralen Ausstellungsorte der Museumslandschaft Hessen-Kassel. Über die Räume verteilt finden sich als Blickfänge immer wieder wertvolle Skulpturen, die die Entwicklung vom Klassizismus hin bis zum heutigen Historismus zeigen. Das Schloss beherbergt mit seiner Gemäldegalerie Alte Meister zudem die größte Sammlung niederländischer Malerei außerhalb der Niederlande, darunter Meisterwerke der Künstler Rembrandt oder Rubens. Eine kulturelle und künstlerische Reise in die Vergangenheit erlebt man in der Antikensammlung, die Münzen, Kleinkunst oder verschiedene Vasen antiker Mittelmeerkulturen zeigt.