Hundeherz von Michail Bulgakow

Ton und Kirschen Wandertheater

Die Erzählung Hundeherz des russischen Schriftstellers Michail Bulgakow ist eine zynische Satire und handelt von einem durch ein Experiment entstandenen grobschlächtig-ruchlosen „Hundemenschen“, der sich zum Alptraum für seinen Schöpfer entwickelt. Das Werk wurde 1925 verfasst. Erst 1987, 47 Jahre nach dem Tode des Autors, konnte die Erzählung in der Sowjetunion erscheinen. Diese groteske Geschichte wird von Ton und Kirschen mit all seinen künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten für das Theater dramatisiert. Was passiert, wenn einem streunendem Hund die Hirnanhangdrüse und die Hoden eines kürzlich verstorbenen Alkoholikers und Kleinkriminellem implantiert wird? Die Erzählung handelt von einem, durch ein Experiment aus einem Hund entstandenen, grobschlächtig-ruchlosen Menschen, der sich zum Albtraum für seinen Schöpfer entwickelt. Verfasst wurde das Werk 1925. Es ist sehr zeitkritisch, besitzt aber auch eine eigentümliche mystische Dimension. Nach seiner Erscheinung wurde es wegen seiner unverkennbaren allegorischen Anspielungen verboten. Erst 1987, 47 Jahre nach dem Tode des Autors, konnte die Erzählung in der Sowjetunion erscheinen. Die Geschichte spielt im Winter1924/25 in Moskau, vorwiegend in der Wohnung des erfolgreichen und wohlhabenden Chirurgen Professor Filipp Filippowitsch Preobrashenski, der sich auf verjüngende Operationen spezialisiert hat. In einem Experiment implantiert er zusammen mit seinem Assistenten dem streunenden Hund Sharik die Hirnhangdrüse und Hoden eines kürzlich verstorbenen Alkoholikers und Kleinkriminellen. Wider Erwarten überlebt der Hund den Eingriff, gesundet allmählich und bekommt in den nächsten Tagen mehr und mehr menschliche Züge: Er verliert sein Fell, wächst, und geht auf Hinterbeinen und beginnt zu sprechen. Nachdem seine Umwandlung in einen Menschen abgeschlossen ist, stellt sich heraus, dass er die negativen Eigenschaften des Spenders ererbte: schlechte Manieren, Aggressivitäten, vulgäre Ausdrucksweise und einen starken Hang zum Alkohol. Der neue Mensch macht mit seinem Verhalten das Leben in der Wohnung des Professors vollends zu einem Albtraum, was diesen und seinen Assistenten dazu veranlasst, die Verwandlung rückgängig zu machen: Sharik wird erneut operiert und verwandelt sich zurück in einen Hund. Sharik kann sich nicht an die Ereignisse erinnern und ist dazu bestimmt, ein angenehmes Leben in der Wohnung des Professors zu führen.

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