Hommage an Hugo Herrmann

Zum 50. Todestag eines Ravensburger Komponisten  

Weingartshofer Str. 2
88214 Ravensburg

Tickets ab 15,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Stadt Ravensburg, Marienplatz 35, 88212 Ravensburg, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Violine: Kolja Lessing
Klavier: Andreas Kersten
Moderation: Kolja Lessing und Andreas Fallscheer-Schlegel

Der in Ravensburg geborene Komponist und Musikpädagoge Hugo Herrmann gilt als weltoffener Musiker, der den verschiedenen Stilen zugewandt war. Als Organist und Chorleiter fühlte er sich der geistlichen Musik besonders verbunden, durch seinen Aufenthalt in den USA in den 1920er Jahren sowie durch die Freundschaft und Zusammenarbeit mit Kollegen wie Hindemith ebenso der Neuen Musik. Diese Beziehungen wurden Herrmann jedoch unter dem NS-Regime zum Verhängnis, als er sich 1936 in der Rubrik der Entarteten Künstler fand. Um trotzdem weiterarbeiten zu können, wurde er 1939 (bis 1944) Parteimitglied.
Schwierige Lebensgeschichten von Komponisten und deren fast vergessene Werke sind die Programmschwerpunkte im Schaffen des Violinisten Kolja Lessing. Für seine außergewöhnliche Arbeit erhielt er 2008 den Kritikerpreis für MUSIK des Verbands der deutschen Kritiker e.V.: »Mit Fingerspitzengefühl nähert er sich Künstlern, die zeitweilig in politisches Zwielicht geraten waren«
– so auch Hugo Herrmann.

Hugo Herrmann (1896–1967):
Sonate für Violine und Klavier op. 17
Serafische Musik für Klavier
Toccata gotica für Klavier op. 16 (Wilhelm Kempff gewidmet)
Violinkonzert op. 75 (Fassung für Violine und Klavier)

www.kolja-lessing.de

Ort der Veranstaltung

Kloster Weißenau
Abteistraße 2
88214 Ravensburg
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Die ehemalige Klosteranlage im Ravensburger Stadtteil Weißenau prägt bis heute das kulturelle Leben der Stadt maßgeblich. Das prächtige Kulturdenkmal verfügt über einen reich stuckierten Festsaal. In diesem stilvollen Ambiente kommt man in den Genuss erstklassiger Konzerte hochkarätiger Musiker/innen aus aller Welt.

Im Jahr 1145 wurde das Kloster von Gebizo von Ravensburg gestiftet. Die Grundsteinlegung der Kirche, welche im 18.Jahrhundert im barocken Stil umgebaut wurde und auch heute noch als katholische Pfarrkirche der Gemeinde genutzt wird, fand 1152 statt. Auch das Kloster wurde im 18. Jahrhundert saniert, was den barocken Baustil des Gebäudes erklärt. Das ehemalige Stift verfügt außerdem über einen besonders kostbaren Reliquienschatz, den Kaiser Rudolph von Habsburg dem Stift 1283 übergab. Es handelt sich um blutgetränkte Erde, die Maria Magdalena unter dem Kreuz Christis gesammelt haben soll.

Das geschichtsträchtige Gebäude ist ein kulturelles Schmuckstück der Stadt Ravensburg und verfügt über einen sehr außergewöhnlichen, beinahe feierlich anmutenden Charme. Dieser Veranstaltungsort ist stets einen Besuch wert.