Holzhausenkonzerte - klavierplus - Konzert mit Franziska Hölscher und Lauma Skride

Justinianstraße 5 Deutschland-60322 Frankfurt

Tickets ab 17,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Frankfurter Bürgerstiftung, Justinianstraße 5, 60322 Frankfurt, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Franziska Hölscher Violine
Lauma Skride Klavier
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Sonate f-Moll für Violine und Klavier BWV 1018
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Sonate F-Dur für Violine und Klavier
Mieczysław Weinberg (1919 – 1996)
Sonate Nr. 4 op. 39 für Violine und Klavier
Maurice Ravel (1875 – 1937)
Sonate G-Dur für Violine und Klavier
Die 1982 geborene Franziska Hölscher hat bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Violinspiel begonnen. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Ulf Hoelscher und Thomas Brandis in Karlsruhe und Lübeck. 2013 schloss sie ihr Studium bei Nora Chastain in Berlin ab.1999 machte sie auf sich aufmerksam, als sie im Alter von 17 Jahren den 1. Preis beim internationalen Rundfunkwettbewerb in Prag erhielt. Inzwischen ist sie regelmäßiger Gast bei allen bedeutenden deutschen Musikfestivals und gehört zu den gefragtesten Geigerinnen der jungen Generation. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Severin von Eckardstein hat sie 2010 die künstlerische Leitung der Kammermusikreihe „Klangbrücken“ im Konzerthaus Berlin übernommen.
Die lettische Pianistin Lauma Skride wurde 1982 in Riga geboren und bekam den esrten unterreicht bereits mit fünf Jahren. Nach dem Studium an der Musikhochschule „Emīls Dārziņš“ in Riga studierte sie bei Volker Banfield an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Ihr Solo-Debütalbum erschien im Jahr 2007 mit Einspielungen von Fanny Mendelssohn-Hensel.
Den Auftakt des Programms bildet die V. Sonate aus dem Zyklus „Sei Sounate à Cembalo certato è Violino Solo“ von Johann Sebastian, mit dem gleichermaßen der Beginn der Dusonaten in der Musikgeschichte markiert werden kann.
Bachs Sonate f-Moll für Violine und Klavier BWV 1018 hält sich an das übliche Satzschema der Kirchensonaten. Allen vier Sätzen scheint ein verzweifelter Gestus innezuwohnen: Während sich der klagende Duktus im ersten Satz in einer Art barockem Lamento zeigt, wird er im zweiten Satz bewegt fortgesponnen. Im dritten Satz steht eine Folge von expressiven Mollakkorden im Zentrum, während der Finalsatz von einem rhythmischen sowie harmonischen ruhelosen Thema dominiert wird. In Felix Mendelssohn Bartholdys früher Sonate F-Dur für Violine und Klavier lassen sich Einflüsse der Musik Johann Sebastian Bachs finden, was in dieser aufeinander folgenden Gegenüberstellung besonders schön zum Tragen kommt. Eine Parallele liegt beispielsweise in der Verzahnung zwischen Violine und Klavier, welche auch hier im Verlauf stetig zunimmt. Als Kontrast steht im zweiten Teil Mieczysław Weinbergs im Zeichen des zweiten Weltkriegs komponierte Sonate Nr. 4 op. 39 für Violine und Klavier im Mittelpunkt. Weinberg, der selbst kein Geiger war, komponierte rund 30 Sonaten für Violine und Klavier. In der vierten Sonate fallen trotz der Dreisätzigkeit schnell die freie Formgestaltung und der Hang für das Extreme ins Auge. Den Abschluss bildet Maurice Ravel mit seiner Sonate G-Dur für Violine und Klavier, die gleichzeitig auch das letzte Werk seines kammermusikalischen Schaffens ist. Die Sonate illustriert Ravels Ansicht, Klavier und Violine seien unvereinbare Instrumente. Und auch sonst weicht das Werk stark von der Tradition ab, was sich bereits auf den ersten Blick an den Satzbezeichnungen der drei Sätze erkennen lässt.

Ort der Veranstaltung

Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Holzhausenschlösschen in Frankfurt zählt seitdem die Bürgerstiftung 1989 eingezogen ist zu einem der kulturellen Hotspots der Main-Metropole. Regelmäßig finden in diesem romantischen Wasserschloss aus der Barockzeit Konzerte, Vorträge und Theaterabende statt. Auch für Kinder wird ein vielfältiges Programm angeboten. Damit ist das Holzhausenschlösschen bei Jung und Alt beliebt.

Über eine von Kastanien eingesäumte Allee erreicht man das Holzhausenschlösschen. Eindrucksvoll ragt es aus einem Wassergraben hervor. Das Kleinod im heutigen Frankfurter Nordend wurde von der Patrizierfamilie Holzhausen im 18. Jahrhundert errichtet. Damals diente das Wasserschloss vor allem dazu Prestige und Reichtum auszudrücken. Schließlich war es nur der Sommersitz der Familie. In der Gründerzeit wurde das weitläufige Areal um das Wasserschloss zu großen Teilen verkleinert und bebaut. Nur noch ein großzügiges Tor, das mittlerweile ein wenig verlassen an einer Hauptstraße steht, verweist noch auf die Weitläufigkeit der Anlage à la Louis-Seize von damals. Seit 1989 beherbergt das Holzhausenschlösschen die Frankfurter Bürgerstiftung. Die Bürgerstiftung sieht sich als Kulturvermittler und veranstaltet regelmäßig unterschiedliche Kulturevents. Besonders für Kinder bieten die Sing-und Mal-Veranstaltungen im Holzhausenschlösschen den Rahmen und Raum zum kreativ sein. Im ersten Stock befindet sich der schmucke „Belvedere“-Saal, der freitags eine traumhafte, intime Kulisse für standesamtliche Hochzeiten ist.

Das Holzhausenschlösschen ist bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Sowohl die U-Bahn-Linien 1, 2, 3 als auch 5 fahren die Station „Holzhausenstraße“ beziehungsweise „Glauburgstraße“ an und damit fast vor die Türe des Wasserschlosses. Auch zu Fuß ist das Holzhausenschlösschen leicht zu finden. Von der Innenstadt aus geht es einfach circa 20 Minuten auf dem Oeder Weg gen Norden. Bei einem Spaziergang durch den herrlichen, idyllischen Adolph-von-Holzhausenn-Park können Sie die fantastische Konzertstimmung noch weiter auf sich wirken lassen und die Ruhe und Magie dieses einzigartigen Kleinods aufs ich wirken lassen.