Holdenstedter Schlosstag - Slawische Tänze

Natasha Korsakova, Any Rodenburg, Claus Temps, Ira Maria Witoschynskyj  

Schlossstr. 4
29525 Uelzen

Tickets ab 20,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Hansestadt Uelzen, Herzogenplatz 2, 29525 Uelzen, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Natasha Korsakova, Violine; Any Rodenburg, Sopran; Claus Temps, Bariton; Ira Maria Witoschynskyj, Klavier

Eigentlich sollten die drei Holdenstedter Schlosstage in diesem Jahr unter dem Titel "Die slawische Seele" an einem langen Wochenende stattfinden. Das war in diesem Jahr leider wegen verschiedener Umstände nicht umsetzbar. Aber eines der geplanten Konzerte soll stattfinden, weil es doch etwas sehr Besonderes ist, wenn die bekannte Geigerin Natasha Korsakova Werke ihres berühmten Vorfahren, des Komponisten Rimskij-Korsakov, spielt.

Als sich in der zweiten Hälfte des 19. Jh. in vielen Ländern nationale Bestrebungen bemerkbar machten, die auf die Profilierung der jeweiligen Kultur und Sprache zielten, entstand eine Gruppe russischer Musiker, die eine neue russische Schule begründeten: "Das mächtige Häuflein", bestehend aus Milij Balakirew, Alexander Borodin, César Cui, Modest Mussorgskij und Nikolaj Rimskij-Korsakov.
Diese Komponisten, die nicht einmal in erster Linie Komponisten waren, sondern ganz anderen Berufen nachgingen, prägten die russische Musik bis heute nachhaltig.

Bei diesem Kammerkonzert erklingen Lieder und Duette von César Cui, Nikolaj Rimskij-Korsakov und Antorín Dvorák, darunter "Klänge aus Mähren" op. 32, mit denen der Komponist durch die Vermittlung von Brahms seinen Durchbruch erlebte.
Werke für Violine und Klavier der drei Komponisten und auch von Borodin (darunter die weltbekannten "Polowetzer Tänze" in der kaum bekannten Fassung für Violine und Klavier von Panco Vladigerov) stehen ebenfalls auf dem Programm.

Dass viele der Werke dieses Programms wahrscheinlich noch nie oder sehr lange nicht in Deutschland zu hören waren, gehört zum Konzept der Holdenstedter Schlosskonzerte.

16 Uhr Beginn der Einführung durch Dr. Joachim Draheim

Gefördert durch: Hansestadt Uelzen, Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg, Uelzener Versicherung
Veranstalter: Schlosswochen Gesellschaft e.V.

Ort der Veranstaltung

Schloss Holdenstedt
Schlossstraße 4
29525 Uelzen
Deutschland
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In dem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Schloss Holdenstedt wird heute die Stadtgeschichte dargestellt: Im beliebten Heimatmuseum werden in Dauer- und Wechselausstellungen wertvolle Exponate zum bürgerlichen und städtischen Wohnen gezeigt.

Die Burg Holdenstedt wird schon im 13. Jahrhundert erwähnt, doch bis zu der Anlage, wie wir sie heute sehen, ist es ein langer Weg. Die ehemalige Burg wird bereits im 16. Jahrhundert durch eine Schlossanlage ersetzt, die jedoch im Dreißigjährigen Krieg erhebliche Schäden davonträgt. Deshalb wird auch dieses Gebäude bald durch ein barockes Schloss ersetzt. Die damals prächtige Fassade fiel einige Jahre später einem Umbau zum Opfer und wurde durch die schlichtere ersetzt, die auch heute noch das Bild des Schlosses Holdenstedt prägt. Seit 1985 hat hier das Heimatmuseum Uelzen sein Zuhause gefunden. Daneben finden im feierlichen Ambiente des Schlosses Trauungen und Preisverleihungen oder Vorträge statt.

Im Museum sind neben der Dauerausstellung auch wechselnde Ausstellungen zu bestaunen. Das Museum umfasst Exponate vieler Epochen und verdeutlicht so ihre Bedeutung für die Stadtgeschichte. Besonders erwähnenswert ist die Sammlung der Gebrauchs- und Prunkgläser Röver, die eine der größten Gläsersammlungen Norddeutschlands ist. Nach einem Besuch des Museums lädt das stilvolle Schlosscafé auf der Sommerterrasse zu einem Stück selbstgebackener Torte und frisch gebrühtem Kaffee.