Hans Winkler: „Vom Verschwinden“ (Performative Kunstführung)

Kiehnwerderallee 1-3
12437 Berlin

Veranstalter: Runze & Casper Werbeagentur GmbH (FremdVAs), Linienstraße 214, 10119 Berlin, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Die performativen Führungen von Hans Winkler führen die Besucher*innen an Orte, die Geschichten aus verschiedenen Epochen bergen und von bereits Verschwundenem erzählen. Mittels einer mobilen Hörstation werden Erzählungen, Mythen, Sagen oder persönliche Erinnerungen in Form von Tönen und Soundmaterialien präsentiert, die Stück für Stück eine neue Historie des Ortes aufbauen. Jede von Winklers „Expeditionen“ erzählt eine andere Geschichte des Ortes und erforscht so die Rolle von mündlicher Überlieferung als identitätsstiftende Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte – stets changierend zwischen Fakten und Fiktion. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen persönliche Erinnerungen, Erlebnisse und Assoziationen zu teilen, um Winklers Audioarchiv zu ergänzen und selbst Teil dieser künstlerischen Spreepark-Chronik zu werden.

10 Termine (á 90 min):

Sa 23./So 24. Juni
Sa 30. Juni / So 01. Juli
Sa 07./So 08. Juli
Sa 21./So 22. Juli
Sa 22./ So 23. September
jeweils um 15 Uhr

Mehr Informationen zum Kunstprogramm unter: www.zkr-berlin.de
ZKR - Zentrum für Kunst und Öffentlichen Raum

Bildhinweis:
Unternehmen VOLKSBAUSTELLE (Tilman Neuffer und Hans Hs Winkler): ÜBER DIE DÖRFER – alb: hören, 2017 © Hans Winkler, Tilman Neuffer

Ort der Veranstaltung

Spreepark
Kiehnwerderallee 1-3
12437 Berlin
Deutschland
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Manche mögen die Bilder eines vereinsamten Riesenrads in verwuchertem Grün kennen, die im Internet kursieren. Der Berliner Spreepark galt einst als die größte Familientradition der DDR und liegt nun seit 2002 brach. Heute können Sie auf einer von zahlreichen Erlebnistouren den Park auf eigene Faust entdecken.

Überdimensionale Dinosaurier und Mammuts stechen zwischen den Birkenbäumen hervor. In 45 m Höhe ragt das knallrote Riesenrad, dessen Gondeln trist im Wind schaukeln. Überall im Spreepark sind Überreste der Eisenbahngleise zu sehen, auf denen ehemals Kinder den Park von der dampfenden Lok aus bestaunen konnten. Was einst bunt war, blättert heute ab oder ist voll von Graffitis. Als erster und einziger Vergnügungspark der DDR eröffnete die Anlage 1969 unter dem Namen Kulturpark Plänterwald. Bis zu 1,7 Millionen Schaulustige besuchten den Park jährlich, bis mit der deutschen Wende der Einschnitt kam. Man benannte die Attraktion zum Spreepark um und versuchte die 29,5 Hektar große Fläche an westliche Standards anzupassen, die man beispielsweise aus dem kalifornischen Disneyland kannte. Doch trotz weitgehender Umgestaltungsmaßnahmen erinnert der brach liegende Park auch heute noch eher an ein Kirmesgelände, das sich von aufwendig gestalteten Themenparks stark unterscheidet. Welche mystische Aura die gesamte Umgebung ausstrahlt, glaubt man erst, wenn man sie selbst gesehen hat.

Der Spreepark liegt im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick und ist auf bestem Wege mit dem PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Nutzen Sie bei letzterem den Ausstieg am S-Bahnhof Plänterwald. Von dort aus sind es 15 Gehminuten bis zur Location.