Hafenkino Open Air: Djam (OmU)

Nordring 129
63067 Offenbach am Main

Tickets ab 9,80 €

Veranstalter: Hafen 2, Nordring 129, 63067 Offenbach, Deutschland

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Djam

.Freudentränenfilm.

Noch so ein Film, den wir gegen Kritik in Schutz nehmen. Doch dazu unten mehr. Zunächst einmal ist "Djam" von Tony Gatlif ein Glücksfall von einem heiteren, tiefgängigen Sommerfilm, und Roadmovie und fast ein Musical noch dazu. Denn tonangebend ist Rembetiko, jene Musik der Ägäis, die sich noch nie um Grenzen scherte, und schon gar nicht um die zwischen Griechenland und der Türkei.

Die Geschichte ist schnell erzählt: die junge Griechin Djam (Daphne Patakia) reist nach Istanbul - ein Ersatzteil für ein Schiff muss besorgt und zurück nach Lesbos gebracht werden. In der türkischen Metropole trifft sie die Französin Avril (Maryne Cayon), die orientierungslos ist - sie wollte Flüchtlingen helfen, wurde zuvor beraubt und weiß nicht weiter. Die resolute Djam hilft ihr auf die Beine, sie freunden sich an und reisen gemeinsam zurück. Unterwegs geschieht all das, was Roadmovies so attraktiv macht. Zufallsbekanntschaften, Landschaften, und immer wieder Musik, die Traurige weniger traurig und Glückliche noch glücklicher macht.

Was wir seit seiner Hafenkino-Premiere im Mai an "Djam" lieben. Seine DarstellerInnen, allen voran Daphne und Maryne (aber es gibt nicht eine Figur, die nicht toll besetzt und gespielt wäre). Rembetiko (siehe oben). Die Gesamtstimmung, wie nennt man das weniger spröde - den Vibe. Die Menschen, die sich auf ihren kleinen oder großen Reisen über den Weg laufen, helfen sich weiter. Klingt das banal. Wenn der Film jedoch Migrations-Elend und Finanzkrise touchiert, erschließt sich das Statement Gatlifs, er macht kein Rätsel daraus.

Die Kritik. Manche monieren, die auch erotische Annäherung der Protagonistinnen sei ausgestellt oder sagen wir über-präsentiert. Das mag man einem männlichen Regisseur vorwerfen können. Da dieser ein alter Opa ist, steht schnell das Wort "Altherren-Fantasie" im Raum. Wir sind mit diesen Vorbehalten in den Film gegangen und müssen sagen: Quatsch. Denn letztlich gibt es sie nicht, die erotische Annäherung. Die beiden sind nicht sonderlich interessiert. Sie haben sich anderweitig nötiger.

Dass von Daphne eine stets sehr selbstbewusste körperliche Energie ausgeht, spätestens wenn sie singt und tanzt, ist in unseren Augen voll OK, mindestens. Zumal es insofern pro-feministisch zu lesen sein mag, dass sie ihr Umfeld zwei, drei Mal offensiv (vulgär wollen wir es nicht nennen) mit dem Feuchtgebiet ihres Körpers konfrontiert. Sei es aus Pragmatismus (Fiesling austricksen), Freiheitsdrang, whatever. Sogar die am heftigsten beanstandete Situation (die wir nicht vorweg nehmen möchten) ist für uns kaum eine sexuelle. Zumindest nicht in kritisierbarem Sinne (Voyeurismus, Männerträume...).

Erotik transportiert der Tanz, jawohl. Aber das ist ein Spiel, ein Traumwandeln, ein Schweben durch die Fantasien. Das zeigt Djam Avril, sie bezirpst sie und signalisiert: lass uns frei sein in dieser unfreien Welt. Wenn wir Lust aufeinander haben sollten, stünde nichts im Weg.

Also, so mulmig uns lesbische Filme von nichtweiblichen Regisseuren generell sind - "Djam" ist keiner. Hier geht es um Freiheit (jegliche) und um die Solidarität der Menschen. Dafür, oder einfach nur wegen der unglaublichen Musik, ist "Djam" ein perfekter Film fürs Abschluss-Wochenende. Wir zeigen ihn nur Open Air. Wenn es regnen sollte: Ersatztermin.


Djam. Tony Gatlif, Frankreich/ Griechenland/ Türkei 2017, 96 Min., ab 6 Jahre, frz.-griech. Original mit dt. UT


Trailer
(wir zeigen den Film im französisch-griechischen Original mit deutschen Untertiteln)
https://youtu.be/6pQ8tZyb35U

Clip & Trailer (deutsch)
https://youtu.be/LvQEc-QaEWs

Filmstarts-Kritik
http://www.filmstarts.de/kritiken/255877.html

Kassenöffnung und Einlass 19 Uhr, Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit (Sonnenuntergang 20.14 Uhr), Eintritt im Vorverkauf 8 Euro zzgl. Systemgebühren, 9 Euro an der Abendkasse.

Bei schlechtem Wetter gäbe es einen Ersatztermin (KEIN "evtl. plus: siehe unten*"). In dem Fall blieben Eure Vorverkaufs-Tickets gültig (oder ihr storniert über das Reservix-System), alternativ könnt ihr sie auch für andere August-Filme (auch deren etwaige Ersatztermine...) verwenden (Ausnahmen: 303, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri sowie Lady Bird).

*An Abenden mit unerwarteten Wetterkapriolen besteht manchesmal die Möglichkeit, (zusätzlich zum Ersatztermin) eine spontane Hallen-Vorstellung zu machen. Stellt euch vor, das Open Air Kino ist aufgebaut, Ihr seid schon da, und dann taucht aus heiterem Himmel ein Gewitter auf, das weder abgewartet noch sonstwie überwunden werden kann. Damit wir euch in diesem Fall die Wahlmöglichkeit bieten können (netten Abend verbringen, zum Nachholtermin wiederkommen, oder eben den Film in der Halle schauen), könnten wir es von Fall zu Fall hinbekommen, umzuziehen. Dass wir nicht mehr per se die Filme in die Halle verlegen, hat zwei Gründe: einerseits ist das Hafenkino Open Air gewachsen. Oftmals würde nur ein kleiner Teil der BesucherInnen in die Halle passen. Zum anderen zeigen wir im August Filme, die in der Halle nichts zu suchen haben. Ob es im Fall der Fälle gelingt und Sinn macht, spontan und notgedrungen umzuziehen, diese Entscheidung überlasst bitte uns - ein Umzug bei Wind und Wetter ist kein Zuckerschlecken, und manchesmal sind wir froh, alles heil ins Haus zu bringen - zu mehr fehlt dann vielleicht die Spucke.

Zum Sinn und Zweck des Vorverkaufs: das Gelände ist groß - "auverkauft" ist gewissermaßen relativ. Wer früh kommt, belegt die Lieblingsplätze. Mit einem Vorverkaufsticket erspart ihr euch bei großem Andrang das Anstellen an der Abendkasse - an diesen Tagen bekommt ihr bereits auf dem Vorplatz gegen euer Ticket einen Einlass-Stempel. Das geht schneller. Auch für uns hat der Vorverkauf einen Vorteil: wir können einschätzen, wieviele Plätze wir vorbereiten müssen, wieviele Theken und MitarbeiterInnen es braucht und ob die Kassenöffnung vorgezogen werden sollte.


Facebook-Film-Event:
https://www.facebook.com/events/2112437255680804/

Facebook-Saison-Event:
https://www.facebook.com/events/209960469797317/

Ort der Veranstaltung

Hafen 2
Nordring 129
63067 Offenbach am Main
Deutschland
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Wenn man das Konzept von Hafen 2 erklären müsste, käme der Begriff eines Kulturzentrums vermutlich am nächsten. Tatsache ist, dass Hafen 2 sich nicht auf eine Aufgabe festlegen lässt. Ausstellungsraum, Kulturstätte und Café treffen ebenso zu wie Programmkino, Erholungswiese oder Atelier. Sicher ist jedoch, dass Hafen 2 für jeden Geschmack etwas zu bieten hat und ein Ort ist, an dem es an Spaß und Unterhaltung nie mangelt.

Ziel von Hafen 2 ist es, Kunst und Kultur in all seinen Facetten zu fördern. Künstler und Publikum sollen voneinander profitieren und sich gegenseitig inspirieren. Selbstverwirklichung, Kritikfähigkeit und Geschmacksbildung sind nur einige der vielen Ideen, die hinter dem Konzept stecken. Verantwortlich für das Programm ist der Verein „suesswasser e.V – Kunst und Kultur im Hafen Offenbach“, der sich auf vielen Ebenen für die Kulturlandschaft Offenbachs einsetzt. Mit Leidenschaft und Engagement sind die Mitglieder dabei, die Stadt mit Kunst und Musik zu bereichern. Darüber hinaus findet sich im Hafen 2 ein gemütliches Café mit Außenbereich, das mit leckeren Kuchen und liebevoll gemachtem Kaffee keine Wünsche offen lässt.

Hafen 2 ist Treffpunkt, Plattform und Veranstaltungsort in einem. Für alle, denen Kultur am Herzen hängt!