Giuseppe Verdi: Rigoletto

Opernschule der HMDK Stuttgart  

Neckartalstrasse 9 70376 Stuttgart

Tickets ab 16,50 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Wilhelma Theater, Neckartalstraße 9, 70376 Stuttgart, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

„Mir scheint, was die Bühnenwirksamkeit betrifft, dass das beste Sujet, das ich bisher in Musik gesetzt habe, Rigoletto ist.“ Giuseppe Verdi

Wer kennt nicht „La donna è mobile“, das Lied des Herzogs, das schon wenige Tage nach der Uraufführung 1851 in Venedig auf der Straße gesungen wurde? „Rigoletto“ basiert auf Victor Hugos 1832 entstandenem Drama „Le Roi s’amuse“. Noch am Tag der Uraufführung verbietet der französische Innenminister das Stück unter dem Vorwurf der „Unmoral“.
Verdi erkannte die einzigartigen szenisch- dramatischen Effekte des Werkes, das er Shakespeares Theaterstücken ebenbürtig fand. Begeistert schrieb er an seinen Librettisten Piave: „‘Le Roi s’amuse‘ ist der großartigste Stoff und vielleicht auch das großartigste Drama der modernen Zeiten“.
Das Schicksal des Vaters und Hofnarren Rigoletto, der sich einem verantwortungslosen Hofstaat andient, von einem anderen Vater verflucht wird und seine eigene Tochter aus Rachegelüsten an den Herzog unwillentlich töten lässt, inspirierte Verdi zu einem neuartigen Musiktheaterstil. Das Orchester ist nicht mehr nur Begleiter der Singstimme. Musik und Gesang sind allein durch das dramatische Geschehen gerechtfertigt, jede Note dient der Wahrhaftigkeit des Ausdruckes. „Beachten Sie“, hatte er von der Sängerin der Lady Macbeth vier Jahre zuvor gefordert, „dass jedes Wort seine Bedeutung hat und dass es absolut notwendig ist, diese durch die Stimme sowie auch durch die Darstellung auszudrücken“.
Vokale Akrobatik ohne psychologische Motivierung waren ihm, dem Vorreiter des szenisch- musikalischen Dramas, fern.
Gesellschaftlicher Hintergrund und individuelle Schicksale bedingen einander wechselseitig.
Diese Verknüpfung konnte auch nicht durch die Versuche der österreichischen Zensur, das Stück „zu entschärfen“, eliminiert werden. Verdi wurde gezwungen, das Stück nicht am Hofe des tatsächlich lebenden französischen Königs Franz I spielen zu lassen, sondern an einem nicht näher benannten Hof in Mantua. Weitere Änderungen, wie die Behinderung Rigolettos und den Sack mit der Leiche Gildas verweigerte er der Zensur mit Berufung auf den dramatischen Effekt. „Ich habe den Stoff genau wegen dieser Eigenschaften(…) gewählt. Wenn man sie tilgt, kann ich nicht mehr die Musik dazu schreiben.“

Die Intimität des Wilhelma Theaters ist nachgerade ideal, um die Schärfe und Provokation des Stoffes aufzudecken und den Fokus auf die Psychologie der Figuren zu lenken.
Für die Studierenden der Opernschule bietet „Rigoletto“ eine großartige Möglichkeit, den vokalen, aber auch szenischen Herausforderungen dieser Oper gerecht zu werden und weitere wertvolle Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit einem bahnbrechenden Werk des Repertoires zu sammeln.
Kornelia Repschläger

Es spielt das HochschulSinfonieOrchester der HMDK Stuttgart
Mit Studierenden der Opernschule, gesungen in italienischer Sprache.

Musikalische Leitung: Bernhard Kontarsky
Regie: Kornelia Repschläger
Bühnenbild: Kersten Paulsen
Kostüme. Ralf Christmann

Eine Produktion der Opernschule der HMDK Stuttgart.

Ort der Veranstaltung

Wilhelma Theater
Neckartalstr. 9
70376 Stuttgart
Deutschland
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Im ältesten Theater Stuttgarts können Kulturbegeisterte junge Künstler und Künstlerinnen auf ihrem Werdegang begleiten. Das Wilhelma Theater bietet Produktionen aus den Bereichen Schauspiel, Oper und Figurentheater. Aufgeführt werden die Inszenierungen von Studierenden der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.

Seit Ende der 1980er ist das Wilhelma Theater als Lehr- und Lerntheater in der Landeshauptstadt etabliert. Doch schon Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Prachtbau in klassizistischer Bauweise und pompejianischen Stil erbaut. Nach den politischen Unruhen in den Folgejahren und der Veränderung der Infrastruktur geriet das Theater zusehends in Vergessenheit. Doch mit der Nutzung der Theatersäle durch die Studierenden erlebt das Theater einen zweiten Frühling. Heute können Sie drei bis vier Hochschulproduktionen pro Spielzeit erleben. Professionell werden die jungen Künstler auf ihren späteren Beruf vorbereitet. In diesem Theater hat sich eine Win-win-Situation eingestellt. Die Künstler können ihre Arbeitsergebnisse in geeignetem Rahmen vorstellen und das Publikum kann begeisterte und engagierte Sänger und Schauspieler sehen.

Konzerte, Schauspiel, Opern und Figurentheater werden hier gespielt. Lassen Sie sich von jungen Künstlern in die Welt des Theaters entführen. Hier ist für jeden etwas dabei – garantiert!