Gezeiten-Stream: Matthias Kirschnereit & CARION

Brückstraße 110
26721 Emden

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Event organiser: Ostfriesische Landschaft, Georgswall 1 - 5, 26603 Aurich, Deutschland

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Matthias Kirschnereit erfüllt sich einen lang gehegten Wunsch: ein gemeinsames Gezeitenkonzert mit dem preisgekrönten dänisch-lettischen Bläserquintett CARION – einem Ensemble, das die Grenzen seines Genres beständig erweitert und damit Publikum wie Kritiker gleichermaßen verzückt. Das Konzert in der Neuen Kirche steht im Zeichen des Beethoven-Jahres. Solistisch stellt Matthias Kirschnereit mit der Polonaise op. 89 und dem frühen Klavierstück „Lustig und traurig“ zwei selten gehörte Raritäten des Jubilars vor. Danach spielt CARION das Quintett des dänischen Nationalkomponisten Carl Nielsen, der in dieser Hommage an klassische Zeiten die fünf Instrumente auf meisterhafte Weise porträtiert.

Nach zwei „Liedern ohne Worte“ von Mendelssohn erklingt mit dem Klavierquintett ein beeindruckendes Werk, das der junge Beethoven in seinen ersten Wiener Jahren komponierte. Es ist hörbar angelehnt an Mozarts einige Jahre früher entstandenes Quintett. Doch während Mozart eine frühromantisch-schwärmerische Synthese aus Belcanto, Klavierkonzert und Kammermusik schuf, setzt der junge Beethoven Akzente, die auch seine Sinfonik prägen werden: Sforzati, überraschende Modulationen und Dynamikwechsel. Bläser und Klavier treten einander wie die Klanggruppen eines Sinfonieorchesters gegenüber, der Klaviersatz ist raumgreifend und kraftvoll. Ein faszinierendes Werk, in dem bereits der neue Tonfall durchscheint, für den der Virtuose und Komponist berühmt werden sollte.
Programm

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Polonaise op. 89
Klavierstück Lustig und Traurig WoO 54

Carl Nielsen (1865-1931)
Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op. 43

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
aus: Lieder ohne Worte, Heft 6, op. 67
Nr. 3 Andante tranquillo B-Dur
aus: Lieder ohne Worte, Heft 4, op. 53
Nr. 3 Presto agitato g-Moll

Ludwig van Beethoven
Klavierquintett Es-Dur op. 16

Matthias Kirschnereit (Klavier)
CARION
Dóra Seres (Flöte)
Egils Upatnieks (Oboe)
Egīls Šēfers (Klarinette)
David M.A.P. Palmquist (Horn)
Niels Anders Vedsten Larsen (Fagott)

Location

Neue Kirche Emden
Brückstraße 103
26721 Emden
Germany
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Als erster nachreformatorischer Kirchenbau wurde die Neue Kirche Emden errichtet und zieht mit ihrem auffälligen Turm die Blicke auf sich. Das historische Gotteshaus dient dabei seit seiner Erbauung sowohl der Gemeinde als geistlicher Mittelpunkt als auch der gesamten Bevölkerung als stilvoller und atmosphärischer Austragungsort kultureller Veranstaltungen.

Bis 1648, also mitten während des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Neue Kirche erbaut. Da sie ausschließlich durch Spenden finanziert war, fehlten bis ins 19. Jahrhundert sowohl Bestuhlung als auch Orgel. Nichtdestotrotz war das Gotteshaus immer einer der religiösen Anziehungspunkte Emdens und als solcher gut besucht. Das gemäßigt barocke Gebäude wurde während des Zweiten Weltkrieges schwer in Mitleidenschaft gezogen, danach jedoch wieder aufgebaut. Heute wie damals präsentiert es sich als imposanter roter Backsteinbau, der durch helle Werksteingliederungen aufgelockert wird. Vor allem der Glockenturm ist dabei ein Blickfang: Er wird von einer Nachbildung der Habsburger Kaiserkrone bekrönt und verdeutlicht so die Reichsunmittelbarkeit der Stadt Emden.

Fast das gesamte Interieur der ursprünglichen Neuen Kirche ging im Krieg verloren, lediglich der Taufstein und die Kronleuchter sind historisch. Der Taufstein, verziert durch schlichte Ranken und Blätter, stammt aus dem 13. Jahrhundert und war ursprünglich in der Kirche Jennelt beheimatet. Einer der Kronleuchter entstammt noch der ersten Ausstattung der Neuen Kirche und zeigt als Geschenk der Böttcherzunft den Kuiper-Hammer als deren Handwerkszeichen.