Gedenkkonzert „Leidensspuren – Friedenszeichen“ - Werke von Alfred Schnittke & Samuel Adler

Duo Gelland, Violine | Dresdner Kammerchor | Hans-Christoph Rademann  

Neumarkt
01067 Dresden

Tickets ab 10,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Dresdner Kammerchor e.V, Buchenstr. 6, 01097 Dresden, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Alfred Schnittke (1934–1998) - Zwölf Bußverse
Samuel Adler (*1928) - Uraufführung

Die Schrecken der Reichspogromnacht am 9. November 1938 brachten den 10-jährigen Samuel Adler (*1928) und seine Familie dazu, ihre Heimat Mannheim zu verlassen und nach Amerika fliehen, das ihnen ein neues Zuhause wurde. Im Jahr seines 90. Geburtstags fasst der Komponist und emeritierte Professor der Juilliard School seine Erinnerungen an jene Nacht und seine Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in ein neues Chorstück. Hebräische, deutsche und englische Bibeltexte und ein Gedicht von Nelly Sachs verbinden sich zu einem ergreifenden Werk, das von Leiden und Friedenssehnsucht erzählt. Am 80. Jahrestag der Pogromnacht erklingt diese Uraufführung an einem jener Orte in Deutschland, die in ganz besondere Weise als Friedenssymbol wirken: in der Dresdner Frauenkirche.
Der deutsch-jüdische Komponist Alfred Schnittke (1934–1998) war ein Wanderer zwischen den Kulturen und Religionen. Seine Zwölf Bußverse nach russischen Texten des 16. Jahrhunderts umkreisen menschliche Laster und Leiden, aber auch die Hoffnung auf Vergebung und Erlösung. Ergreifend leidenschaftliche und berückend schöne Klänge wechseln sich ab in diesem Werk, das zu den bedeutendsten in der A-cappella-Literatur zählt.

Seit vielen Jahren setzen Hans-Christoph Rademann und der Dresdner Kammerchor mit ihren Gedenkkonzerten zum 9. November musikalische Friedenszeichen. Das schwedische Violinduo Gelland, bekannt für seine hochintensiven Interpretationen zeitgenössischer Musik, hat bereits mehrfach mit Rademann und seinem Chor zusammengearbeitet und wird die Uraufführung mitgestalten.

Ort der Veranstaltung

Dresdner Neumarkt
Neumarkt
01067 Dresden
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Der Dresdner Neumarkt liegt mitten im Herz der Altstadt zwischen Altmarkt und Elbe. Zahlreiche historische Gebäude wurden am Neumarkt nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg rekonstruiert und so erstrahlt der Platz heute in seinem historischen Glanz.

Besonderes Highlight am Neumarkt ist die Frauenkirche. Sie stammt aus dem Barock und wurde zu einem der prachtvollsten Zeugnisse des protestantischen Sakralbaus in Deutschland. Durch Luftangriffe und einen Feuersturm im Februar 1945 wurde sie schwer beschädigt. Nach einem tiefen Dornröschenschlaf zu DDR-Zeiten, wurde sie von 1994 bis 2005 wieder aufgebaut. Heute zählt sie zu einer der Attraktionen der Stadt. Am Neumarkt befinden sich aber noch weitere Highlights, wie zum Beispiel das Johanneum mit Fassade im Stil des Klassizismus sowie das Kurländer Palais.

Der Neumarkt ist Sinnbild der Dresdner Geschichte. Seit der Wiederbebauung gilt der Platz als zentraler Treffpunkt in Dresden. Viele Straßen durchziehen sich vom Neumarkt aus durch die Innenstadt und damit passiert jeder Besucher zwangsläufig diesen historisch bedeutsamen Ort. Kommen auch Sie an den Neumarkt und starten Sie von hier aus eine Tour durch die sächsische Landeshauptstadt.