Gedenken an die Pogromnacht

Dr. Thomas Rahe  

Herzogenplatz 2 Deutschland-29525 Uelzen

Veranstalter: Kulturkreis Uelzen e. V., Herzogenplatz 2, 29525 Uelzen, Deutschland

Tickets

Eintritt frei, Vorreservierungen sind nicht notwendig

Veranstaltungsinfos

Zwischen Verzweiflung und Neubeginn. Das Displaced Persons Camp Bergen-Belsen 1945 – 1950

Nach ihrer Befreiung am 15. April 1945 wurden die Überlebenden des KZ Bergen-Belsen in die in unmittelbarer Nähe gelegenen Wehrmachtskasernen des Truppenübungsplatzes Bergen-Hohne gebracht. Sie erhielten nun den Rechtsstatus „Displaced Persons“ (DP), der ihnen auch Anspruch auf besondere Unterstützung verlieh. Nach dem vorläufigen Abschluss der Repatriierungen im Herbst 1945 blieben mehrere Tausend Polen und osteuropäische Juden im DP-Camp Bergen-Belsen zurück. Nach der Auflösung des polnischen DP-Camps Mitte 1946 entwickelte sich Bergen-Belsen zum größten jüdischen DP-Camp im Nachkriegsdeutschland.

Im DP-Camp vollzog sich die individuelle und kollektive Rehabilitierung der von der NS-Verfolgung körperlich und psychisch schwer gezeichneten Überlebenden. Die meisten hatten den größten Teil oder sogar alle Angehörigen im Holocaust verloren und versuchten, in der Schicksalsgemeinschaft des DP-Camps einen sozialen Neubeginn zu finden. Eine Zukunft konnten sich die meisten von ihnen nur außerhalb Europas, vor allem in einem jüdischen Staat in Palästina vorstellen. Angesichts der noch durch den Krieg bedingten restriktiven Einwanderungsgesetze zögerte sich ihre erhoffte Auswanderung länger hinaus als erwartet. Sie nutzten diese Zeit zur Vorbereitung auf ihr neues Leben nach der Emigration. Zugleich blühte für kurze Zeit im DP-Camp die durch den Holocaust zerstörte jiddischsprachige Kultur des osteuropäisch-jüdischen Stetls noch einmal auf. Nach der Auswanderung der meisten jüdischen DP’s wurde das DP-Camp Bergen-Belsen im Sommer 1950 aufgelöst.

Unmittelbar vor der Veranstaltung wird um 17:30 Uhr ein Kranz am Mahnmal vor dem Rathaus niedergelegt, begleitet von der Mahnwache der Pfadfinder des Stammes St. Hubertus Uelzen.

Eintritt frei

HANSESTADT UELZEN, Kulturmanagement

Ort der Veranstaltung

Rathaus
Herzogenplatz 2
29525 Uelzen
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das Rathaus in Uelzen ist Sitz der Lokalpolitik und der Verwaltung der Stadt Uelzen. Hier finden Einwohner wichtige städtische Institutionen wie das Bürgeramt, während sich Besucher in der Touristeninformation über die Stadt und das kulturelle Angebot informieren können. Die von einer markanten Fachwerkarchitektur geprägte Stadt begeistert Gäste vor allem durch ein malerisches Ambiente, das jeden Besuch zu einem Erlebnis für die ganze Familie macht.

Seit 1270 besitzt Uelzen das Stadtrecht. Schnell entwickelte sich Uelzen zu einer wichtigen Braustadt, deren großer wirtschaftlicher Erfolg den Ausbau der Stadt vorantrieb. Beliebter Touristenpunkt der Uelzener Innenstadt ist der Bahnhof, der nach den Plänen des Malers und Architekten Friedensreich Hundertwasser errichtet wurde. Das farbenprächtige Gebäude wurde im Rahmen der EXPO 2000 umgestaltet und erfreut seitdem alle ankommen Bürger und Besucher. Den Weg zur Innenstadt säumen zwanzig Steinskulpturen der Künstlerin Dagmar Glemme, von denen jeder eine andere Geschichte erzählt. Inspiriert durch die Kunst alter und fremder Völker, finden sich auf den Steinen vor allem Symbole und bunte Fabelwesen. Im Zentrum der Stadt steht die imposante St. Marien-Kirche, deren gotischer Bau sakrale Kunstschätze, die größte Orgel der der Lüneburger Heide und das Wahrzeichen der Stadt, das „Goldene Schiff“, beherbergt. Neben der Kirche erwarten die Besucher die Glücksbringer der Stadt Uelzen, die „Uhlenköper“. Der Sage nach bringt das Reiben der des Goldstücks in den Händen des bronzenen Uhlenköper immer genug Geld in die Tasche.

Uelzen bietet seinen Anwohnern und allen Interessierten zahlreiche spannende Orte zum Entdecken und Staunen.