G. F. Händel: Der Messias

Chor Cappella Nova,Tilman Lichdi und weitere namhafte Solsiten  

Schloß 16 Deu-97980 Bad Mergentheim

Tickets ab 12,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Stadtverwaltung Bad Mergentheim, Bahnhofsplatz 1, 97980 Bad Mergentheim, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Das Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel gehört bis heute zu den populärsten geistlichen Werken des christlichen Abendlandes. Unter der Leitung von Walter Johannes Beck führen Chor und Orchester Cappella Nova mit den Solisten Judith Wiesebrock (Sopran), Anna Leuser-Valls (Alt), Tilman Lichdi (Tenor) und Franz Xaver Schlecht (Bass) das Oratorium am 15. Oktober 2017 um 16.30 Uhr in der Schlosskirche Bad Mergentheim auf.

Der Messias ist kein dramatisches Werk im eigentlichen Sinne : Es erzählt keine Geschichte, es treten keine handelnden Figuren auf, - das Auftreten von Jesus Christus als Bühnenfigur war ohnehin streng untersagt - und es besteht ausschließlich aus Zitaten der offiziellen englischen Bibel und dem Book of Common Prayer.

Händels MESSIAS – den er in der unfassbar kurzen Zeit von 22 Tagen geschaffen hatte - umfasst in seinen drei Teilen die gesamte christliche Heilsgeschichte: Der erste Teil handelt von der Sehnsucht der Menschheit nach Erlösung, der Ankündigung und der Geburt des Erlösers, dann von seinem segensreichen Wirken.

Der zweite Teil vom Leiden Christi, seiner Auferstehung und Himmelfahrt, der Verbreitung seiner Botschaft, von den Widerständen gegen diese Botschaft und vom endgültigen Sieg des Reiches Gottes.

Im dritten Teil kommen die letzten Dinge, die Erlösung und die Auferstehung jedes einzelnen Christen zur Sprache.

Den MESSIAS gäbe es nicht ohne den wohlhabenden, gebildeten und musikalisch wie theologisch engagierten Charles Jennens (1700 – 1773) Dieser Großgrundbesitzer und Mäzen hatte das Textbuch zum MESSIAS geschrieben und trug es seinem Freund Händel zur Vertonung an. Durch äußerst geschickte Kombination alt- und neutestamentlicher Texte konnte Jennens aufzeigen, wie sich die messianischen Prophezeihungen des Alten Testaments in Jesus Christus erfüllten – dass er der Gottessohn und Erlöser der Menschheit ist.

Die Wirkung des MESSIAS war einzigartig und übertraf die aller übrigen Werke Händels. Schon zu seinen Lebzeiten wurde das Werk im Konzertsaal, im Theater und - später – in der Kirche aufgeführt. Das „sacred oratorio“, wie die Zeitgenossen es nannten, ist keine liturgische Musik, sondern ein neuer Typ „Andachtsmusik“, den Händel aus Elementen des englischen Anthems, des italienischen Oratoriums sowie der deutschen Passion geschaffen hat.

Händels MESSIAS hatte, wie viele große Geistliche Werke, in den Anfangsjahren mit erheblichem Widerstand zu kämpfen. Das begann schon bei der Uraufführung in Dublin am 13.April 1742, als der Dekan der St. Patrick´s Cathedral seinen Chorsängern zunächst die Mitwirkung verbieten wollte. Das Publikum allerdings nahm das Oratorium mit enthusiastischem Beifall auf. Ein Kritiker der Dublin Journal schrieb: „Es fehlen die Worte, um die außergewöhnliche Freude zu beschreiben, die das Werk dem hingerissenen Publikum bereitete...“

Nicht so in London, wo der MESSIAS zunächst zu erheblichen Kontroversen geführt hatte – Händel musste sich sogar den Vorwurf der „Blasphemie“ gefallen lassen – was auch mit dem Umstand zusammenhing, dass Worte der Heiligen Schrift auf einer Theaterbühne erklangen. („Das Evangelium ist keine Abendunterhaltung“) Sehr bald jedoch setzte sich das Werk in seiner ganzen Größe durch. Händel selbst dirigierte es – vor allem als Wohltätigkeitskonzert in der Karwoche – noch 36 Mal. Er veränderte manche Arien und Chöre des Öfteren, je nach künstlerischem Vermögen seiner Akteure.

Während des 19.Jahrhunderts wurde das Werk zur nationalen Institution – und trat seinen Siegeszug um die Welt an.

Der berühmteste Satz des MESSIAS ist das „Halleluja“ am Ende des II. Teils. An vielen Orten der Welt ist es Brauch, dass das Publikum sich beim Hören dieses Chores von den Sitzen erhebt.

Ort der Veranstaltung

Schloss Bad Mergentheim
Schloß 16
97980 Bad Mergentheim
Deutschland
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Mitten in der Innenstadt liegt es, das Schloss Mergentheim, das heute das Wahrzeichen der Stadt ist. Im Schloss Bad Mergentheim ist nach umfangreichen Sanierungsarbeiten das Deutschordens Museum untergebracht. Das Schloss wurde seit dem 13. Jahrhundert als Niederlassung des Deutschen Ordens genutzt, seine Ursprünge als Wasserburg kann man noch heute erkennen.

An der großen Schlossanlage kann man deutlich die verschiedenen Bauabschnitte sehen, sie weist auch immer noch charakteristische Elemente des Mittelalters auf. Bereits im 11. Jahrhundert wird die Burg erstmals erwähnt, 1219 schenken die Besitzer, die Familie von Hohenlohe, die Wasserburg dem Deutschen Orden. Dieser erweitert sie stetig und baut sie im 18. Jahrhundert zu einem Barockschloss um. Im mittelalterlichen Teil der Anlage rund um den Bläserturm ist heute das Deutschordensmuseum untergebracht. Hier kann man nicht nur die Architektur damaliger Meister bestaunen, sondern kostbare Exponate aus der Stadtgeschichte, illustrierte Zeichnungen Eduard Mörikes, historische Puppenstuben als Dokumente der Kulturgeschichte und die umfangreiche Altertumssammlung Freiherr von Adelsheims sehen.

Nicht nur das Schloss und das Deutschordensmuseum sind einen Besuch wert, auch der Schlosspark. Schon um 1600 wird ein Hofgarten rund um das Schloss angelegt, Ende des 18. Jahrhunderts wird er dann umgestaltet. Es entsteht ein malerischer Garten im englischen Stil mit Lusthäuschen, Orangerie und Blumenparterre.