Fruits of Labor - Berlin Art Week Special

Miet Warlop / Werkschau  

Stresemannstr. 29 Deutschland-10963 Berlin

Tickets ab 13,20 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Hebbel am Ufer, Stresemannstraße 29, 10963 Berlin, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Miet Warlop verzaubert ihr Publikum in ihren Performances mit lebendigen Skulpturen und animierten Objekten. Die Materialität der Dinge spielt auf der Bühne die Hauptrolle, laufend entladen sich chemische Reaktionen. Zuletzt präsentierte das HAU Hebbel am Ufer 2015 ihre Performance “Dragging the Bone”, in der die Künstlerin ihren Körper ganz in Gips tauchte. Während sie hierfür auf die Ästhetik von Kunstausstellungen zurückgriff, stellt “Fruits of Labor” eine Mischung aus Performance, Konzert und bildender Kunst dar, eine Revue aus Songs und Tänzen rund um einen sich ständig wandelnden, grotesk überdimensionierten weißen Kubus. “Versuchen wir, die Grenzen einzureißen und die Sprache hinter uns zu lassen. / Gibt es eine andere Alternative zur schmucklosen Realität als der Griff nach der Seele der Dinge?”, fragt sich Miet Warlop. Am Beginn der Inszenierung wird das Publikum in eine fließende Bewegung aus Licht, Farben, Klängen und Emotionen getaucht, irgendwann ist der ganze Raum ein Instrument. Diese psychoaktive Parade der Objekte ist bei aller Verrücktheit auch die künstlerische Reaktion auf eine aus den Fugen geratene Welt. Eine Reaktion, die sich funkelnd-chaotisch gegen Kontrolle und Restriktionen stellt.

Miet Warlop enchants the audience in her performances with living sculptures, animated objects and chemical reactions that continuously erupt. HAU recently presented “Dragging the Bone” (2015), in which the artist immersed her entire body in plaster. While refering to the aesthetics of art exhibitions, “Fruits of Labor” represents a mixture of performance, concert and visual art, a revue of songs and dances around a constantly transforming, awkwardly oversized white cube. “Let’s try to go beyond, leaning over the balcony of language. / What else can be an alternative to plain reality than trying to grasp the soul of things?” Miet Warlop questions. The audience is plunged into a glowing movement of light, colours, sounds, emotions, at some point the whole space becomes an instrument. For all its lunacy, this psychoactive parade of objects is also an artistic reaction to a world that is falling apart. A reaction that positions its own glittering chaos against control and

Ort der Veranstaltung

HAU1
Stresemannstraße 29
10963 Berlin
Deutschland
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In der Spielzeit 2003/2004 haben sich drei selbstständige Bühnen zu einer neuen, einzigartigen Theaterinstitution zusammengefügt. Das Hebbel-Theater, das Theater am Halleschen Ufer und das Theater am Ufer bilden nun das „Hebbel am Ufer“, kurz „HAU“.

Hier weht ein frischer Wind, besonders in Person von Annemie Vanackere. Die Belgierin ist seit 2012 Intendantin des Hauses und hat sich voll und ganz der Kunst verschrieben. Sie steht für das Unkonventionelle und sammelte bereits in Gent sowie an der Schouwburg in Rotterdam Erfahrungen in der freien Theaterszene. Sie versteht das Theater als Freiraum, in dem Kunst und Ästhetik jegliche Form der Funktionalität überwinden, wodurch festgefahrene Strukturen und Denkmuster aufgebrochen werden können.

Innovation ist der kreative Motor des Theaters. Das HAU steht allerdings ebenso für Tradition: Sowie das Hebbel-Theater für internationale Gastspiele bekannt war, soll auch das Hebbel am Ufer eine Spielstätte für Künstler aus der ganzen Welt sein. So vielfältig und verschieden wie die beteiligten Akteure, ist daher auch das Programm, welches aus Theater, Tanz, Performance, Musik und Bildender Kunst besteht.

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