Friedrich im Film - »Der große König«

Am Markt, Kavalierhaus
16831 Rheinsberg

Tickets ab 12,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Musikkultur Rheinsberg gGmbH, Kavalierhaus der Schlossanlage, 16831 Rheinsberg, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

1942, 118 min, Drama, GER
Regie: Veit Harlan

In diesem Film wird die Geschichte des Preußenkönigs Friedrich des Großen (Otto Gebühr) und des preußischen Feldwebels Paul Treskow (Gustav Fröhlich) aus einer nationalsozialistisch propagandistischen Perspektive erzählt. Nach der Niederlage bei Kunersdorf im Jahre 1759 steht Preußen kurz vor der endgültigen Niederlage. Zwar wurde Friedrich II. gerettet, doch die Hälfte des Preußischen Heeres ist vernichtet. Die Berater des Königs mahnen zur Kapitulation, doch der Monarch entscheidet sich in seinem Siegeswahn für den Kampf. Er ist davon besessen, mit diesem Krieg das Gesicht Europas maßgeblich zu verändern. Zur gleichen Zeit entspinnt sich eine Liebesgeschichte zwischen dem Feldwebel Treskow und der fleißigen Luise (Kristina Söderbaum), die sich um die Verwundeten kümmert. Vor den Toren Torgaus kommt es zu der entscheidenden Schlacht mit der österreichischen Armee. Durch das eigenmächtige und befehlswidrige und dennoch mutige Verhalten Treskows gehen die Preußen mit einer Kavallerieattacke als Sieger hervor. Der König steht nun vor der Entscheidung seinen Feldwebel für den Sieg zu belohnen oder ihn für seinen Ungehorsam zu bestrafen.
Friedemann Beyer, deutscher, renommierter Filmhistoriker und Publizist, wird den Film und seine propagandistischen Elemente einordnen und die Funktion des von Joseph Goebbels beauftragten Films im politischen Geschehen des Zweiten Weltkrieges besprechen.

Ort der Veranstaltung

Schlosstheater Rheinsberg
Kavalierhaus der Schlossanlage
16831 Rheinsberg
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Im Schlosstheater Rheinsberg werden auf eindrucksvolle Weise Historie und Moderne miteinander verbunden: neuste Technik in alten Mauern, zeitgemäße Inszenierungen in historischer Bausubstanz. Das einst als Komödienhaus errichtete Gebäude hat nach langen Jahren als Ruine endlich wieder zu seiner ursprünglichen Funktion zurückgefunden und ist als Kulturspielort schon längst nicht mehr aus der Prinzenstadt Rheinsberg wegzudenken.

Als baulicher Ursprung des Theaters gilt ein um 1738 errichtetes Kavaliershaus, das als Teil der Schlossanlage Rheinsberg dem Dienstpersonal als Unterbringung diente. Unter Prinz Heinrich, dem Bruder des damaligen Preußischen Königs, wurde das Gebäude schließlich zum Komödienhaus ausgebaut, um den Musen einen standesgemäßen Wirkungsort zu geben. Gewundene Säulen und blau-weiße Blumengehänge kreierten ein stilvoll-verspieltes Ambiente, dem sich keiner der Gäste entziehen konnte. Doch die Zeit punktvoller Schauspiele und glanzvoller Konzerte ging zu Ende und das Schlosstheater verfiel zusehends. So fristete es sein Dasein, bis es auf Initiative der Musikakademie Rheinsberg in den Neunzigern wiederaufgebaut wurde.

Als Veranstaltungszentrum bietet das Schlosstheater gemeinsam mit dem neu errichteten Künstlerhaus vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
Probenräume, Kantine, Übernachtungsmöglichkeiten, Tonstudio und Räumlichkeiten zur persönlichen Betreuung finden sich im Künstlerhaus. Das Schlosstheater beeindruckt daneben immer noch durch seine historischen Außenmauern, die auf die Künstler damals wie heute mehr als nur inspirierend wirken.