Festkonzert zum Tag der deutschen Einheit

Erik Kolind Orgel und das Sächsisches Blechbläserquintett  

Kirchplatz 6 Deu-17438 Wolgast

Tickets ab 17,50 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Förderverein Usedomer Musikfreunde e.V., Maxim-Gorki-Straße 13, 17424 Seebad Heringsdorf, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Erik Kolind Orgel
Sächsisches
Blechbläserquintett
Sven Geipel Trompete
Thomas Scheibe Trompete
Stefan Wagner Posaune
Magnus Botzenhart Waldhorn
Michael Nestler Tuba

Orgelwerke von DIETRICH BUXTEHUDE, NIELS WILHELM GADE, festliche Musik für Bläser und Orgel

Dänemark, Sachsen und Pommern waren drei Fürstenhäuser, die sich zur Durchsetzung der Reformation früh zusammenschlossen. Zur 500-Jahrfeier der Reformation erinnert das Usedomer Musikfestival daran mit Erik Kolind von der Kopenhagener Holmenkirche, mit Bläsern aus Sachsen in der Wolgaster Petrikirche, der Grablege der pommerschen Herzöge.

Ort der Veranstaltung

St. Petrikirche zu Wolgast
Am Kirchplatz 7
17438 Wolgast
Deutschland
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Als gewaltiges Überbleibsel längst vergangener Zeiten zeugt die St. Petrikirche heute von der einstmals großen Macht der Pommerschen Herzöge und damit auch der Stadt Wolgast. Die monumentale Backsteinkirche erhebt sich am Ufer der Peene und bietet von ihrem Turm aus einen majestätischen Blick über die ehemalige Residenzstadt und das Meer bis nach Usedom. Wegen der hervorragenden Akustik ist St. Petri auch für Konzerte besonders beliebt. Sowohl die Sommermusiken als auch die Konzerte bei Kerzenschein zählen zu den Höhepunkten des Wolgaster Kulturkalenders.

Erbaut bis 1350 blickt die St. Petrikirche auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die dreischiffige gotische Basilika zählt so zu den ältesten Bauwerken Wolgasts, wurde aber infolge zahlreicher Kriege zerstört und mehrfach wieder aufgebaut. 1560 wurde unterhalb der Kirche eine Gruft als Grablege für die Herzogsfamilie von Pommern-Wolgast eingerichtet, in der heute sieben Sarkophage zu sehen sind. Durch Grabräuberei 1688 sind viele wertvolle Schmuckstücke aus den Gräbern verloren gegangen und bis heute verschollen. Die historische Bedeutung der Herzogsgruft und ihre aufwendige Restauration brachten St. Petri sowohl den Preis der EU für das Kulturerbe ein, als auch den Status eines Denkmals von nationalem Rang.

Im Inneren der Kirche findet man nicht nur die verbliebenen Relikte aus den Herzogssärgen, sondern auch einen slawischen Bildstein mit einer Darstellung des slawischen Gottes Jarovit. Auf dem Platz eines im Zuge der Christianisierung zerstörten, diesem Gott geweihten, Tempels entstand ihrer Zeit die Petrikirche. Auch der Wolgaster Totentanz, eine Folge von 24 den Tod thematisierenden Bildern, ist einer der besonderen Schätze des Gotteshauses und in Norddeutschland nahezu einmalig.