Festkonzert: Klingende Schätze

Vox Luminis | Lionel Meunieur (Leitung)  

Am Markt
99310 Arnstadt

Tickets ab 17,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt u. Thüringen e. V., Michaelstein 15, 38889 Blankenburg, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Werke von Dietrich Buxtehude, Heinrich Bach, Johann Michael Bach, Johann Christoph Bach und Johann Sebastian Bach

Der eine, Heinrich, sei in der „Arnstädtischen musicalischen Compagnie“ angestellt, der andere, Johann Christoph, ein „profonder“, der dritte, Johann Michael, ein „habiler Componist“ gewesen. So jedenfalls vermerkte es Johann Sebastian Bach in seinem Familienstammbaum nicht ohne Stolz auf seine musikalisch bedeutenden Vorfahren. Deren Werke hebt nun als klingende Schätze das 2004 in Den Haag gegründete und mittlerweile in ganz Europa geschätzte Ensemble Vox Luminis – getreu seiner Maxime: „Dem heutigen Publikum die frühe Vokalmusik nahebringen, sein Wesen leidenschaftlich vermitteln und durch die Stimme das Licht berühren“.

Vokalensemble Vox Luminis:
Victoria Cassano, Zsuzsi Tóth, Stefanie True, Sopran
Alexander Chance und Jan Kullmann, Alt
Robert Buckland und Philippe Froeliger, Tenor
Lionel Meunier und Sebastian Myrus, Bass

Jacek Kurzydlo und Lucia Giraudo, Violine
Annemarie Kosten-Dür und Wendy Ruymen, Viola
Joshua Cheatham, Violone
Bart Jacobs, Orgel

Lionel Meunier, Leitung

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Ort der Veranstaltung

Bachkirche Arnstadt
Am Markt
99310 Arnstadt
Deutschland
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Die Kirchenmusik genießt an der Johann-Sebastian-Bach-Kirche in Arnstadt schon allein dem Namen nach eine besondere Bedeutung. Insgesamt zwei Orgeln besitzt die evangelische Kirche und begeistert mit einem umfangreichen Konzertprogramm die Menschen rund um Arnstadt.

Im 14. Jahrhundert wurde das damals noch Bonifatiuskirche genannte Gotteshaus erstmals erwähnt. Direkt am Marktplatz gelegen, fällt sie 1581 einem Brand zum Opfer. Aus den Steinen einer alten abgebrochenen Kirche wird sie daraufhin wieder aufgebaut und präsentiert sich dem Betrachter als barocke Saalkirche mit umlaufender Empore. Anfangs bot die schlichte Kirche in ihrem Inneren wohl einen düsteren und eher unfreundlichen Anblick, nachdem Geld für einen Anstrich verfügbar war, erstrahlt sie jedoch in hellem Weiß. Seit 1935 trägt die Kirche den heutigen Namen nach ihrem berühmten Organisten.

Die Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Wender-Orgel wurde damals von dem gerade erst volljährigen Johann Sebastian Bach geprüft. Er hinterließ einen solchen Eindruck, dass man ihn direkt als Organisten in der Kirche verpflichtete. Insgesamt 320 originale Pfeifen erklingen auch heute noch, wenn das historische Instrument bespielt wird. Gemeinsam mit der moderneren Steinmeyer-Orgel von 1913 steht die Wender-Orgel für den Fortbestand und die Wandlung der Orgeltradition Deutschlands.