Felix Mendelssohn Bartholdy: Paulus - Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 36

Berliner Singakademie, Kammerakademie Potsdam  

Stargarder Straße 77 Deu-10437 Berlin - Prenzlauer Berg

Tickets ab 14,20 €

Veranstalter: Berliner Singakademie e.V., Charlottenstr. 56, 10117 Berlin, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Christina Roterberg, Sopran
Caroline Schnitzer, Alt
Markus Schäfer, Tenor
Andreas Scheibner, Bass

Berliner Singakademie
Kammerakademie Potsdam
Leitung: Achim Zimmermann

Die Berliner Singakademie beginnt die neue Spielzeit mit der Aufführung des „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Sehr bewusst setzt sie dieses Werk an das Ende des 500. Jahrestages der Reformation. Denn wer sich mit Luther auseinandersetzen will, muss die Briefe des Apostels Paulus aus dem neuen Testament und die Apostelgeschichte kennen, die Mendelssohn vom 6. Kapitel an zur Grundlage seiner Komposition machte: Die Verfolgung des Stephanus durch Saulus, der die neue christliche Gemeinde bekämpft und sich auf dem Weg nach Damaskus, im Innersten getroffen, diesem neuen Glauben zuwendet und als Apostel Paulus diesen dann leidenschaftlich verbreitet.

Der erste Teil des Oratoriums, in dem die Bekehrung des Paulus geschildert wird, ist von einer hohen Dramatik in den Orchestersätzen, den Arien und den Chören gestaltet. Im zweiten, ruhigeren Teil des Werkes komponiert Mendelssohn einige seiner schönsten und ergreifendsten Stücke sowohl für den Chor als auch für die Solo-Partien. Sicherlich ist in diesem großen und bedeutenden Oratorien-Werk ein großer Teil der eigenen Glaubenserfahrungen Mendelssohns autobiographisch enthalten.

Mehr Infos: www.berliner-singakademie.de

Ort der Veranstaltung

Gethsemane-Kirche
Stargarder Straße 77
10437 Berlin
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Die Gethsemane-Kirche in der Stargarder Straße stellt städtebaulich einen großen Anziehungspunkt im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg dar. Von 1891 bis 1893 wurde die evangelische Kirche in einer interessanten Mischung aus Längs- und Zentralbau nach Plänen von August Orth erbaut. Stilistisch ist diese nicht eindeutig zuzuordnen. Neben romanischen Elementen wie den Rundbogenfenstern finden sich auch gotische Baumerkmale wie etwa das Kreuzrippengewölbe.

Der Außenbau wird durch den viergeschossigen Westturm dominiert. Einen weiteren Blickfang bildet auch der Segnende Christus aus der ehemaligen Versöhnungskirche, die an der Bernauer Straße auf dem Mauerstreifen stand und 1985 von den DDR-Grenztruppen zerstört wurde. Die Statue befindet sich heute vor dem Westportal der Gethsemanekirche. Aufgrund der recht strengen Architektur des Außenbaus überrascht das Innere der Kirche durch eine verspielte Gestaltung. Üppige Emporen umziehen beinahe den gesamten Innenraum.

Die Gemeinde ist bekannt für ihr politisch-friedensbewegtes Engagement. Als Treffpunkt für Oppositionelle und Mitglieder der DDR-Friedensbewegung steht die Kirche für die friedliche Revolution in der DDR. Heute besitzt auch die musikalische Arbeit – vor allem mit Kindern – einen hohen Stellenwert in der Gemeinde. Regelmäßig finden in der Gethsemanekirche atemberaubende Konzerte in einer erhabenen Atmosphäre statt.