Es gibt Zeiten, in denen man welkt

Bianca Pick, Julia Raab  

Im Sprudelhof
61231 Bad Nauheim

Tickets ab 15,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Theater Alte Feuerwache e.V., Stresemannstr. 32, 61231 Bad Nauheim, Deutschland

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Normalpreis

je 15,00 €

Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Ehrenamtscard

je 10,00 €

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Veranstaltungsinfos

Unter dem Titel "Mein Leben in Deutschland" forderte 1939 ein Preisausschreiben der Harvard University Emigranten rund um den Globus dazu auf, über ihr Leben in Deutschland zu berichten. Unter den Einsendungen befand sich auch die Einsendung der Journalistin Käthe Vordtriede (1891 - 1964), der im gleichen Jahr nur knapp die Flucht vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten gelang. In der Schweiz erfährt sie von der Ausschreibung und berichtet über ihr Leben, das für sie als Jüdin immer bedrohlicher wurde.
Käthe Vordtriedes Manuskript galt als verschollen, wurde erst in den 1990ern wiederentdeckt und unter dem Titel "Es gibt Zeiten, in denen man welkt" veröffentlicht. In einer szenischen Lesung präsentieren Julia Raab und Bianca Pick eine unerschütterliche Frau, die zwar dem Terror der Nazis entkommen kann, deren Hoffnung auf eine bessere Zukunft sich zwar nicht erfüllt, die darüber aber nicht in Selbstmitleid versinkt, sondern den deutschen wie den eigenen Untergang mit bissigem Sarkasmus kommentiert.

Ort der Veranstaltung

Badehaus 2
Im Sprudelhof
61231 Bad Nauheim
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Herrliche Jugendstilbauten mit prächtig gestalteten Fensterfronten sind die ideale Umgebung für kulturelle Veranstaltungen. So auch im hessischen Bad Nauheim. Im Badehaus 2, einem von 6 Badehäusern des Sprudelhofs, hat sich die Theatergruppe „Alte Feuerwache“ niedergelassen. Besucher kommen heute nicht mehr ins Badehaus 2 um die heilende Wirkung der Kurbäder zu erfahren, sondern um in Genuss bester Theaterunterhaltung zu kommen. Das Badehaus 2 hat sich seit seiner Umgestaltung zum Inbegriff einer zeitgemäßen kulturellen Spielstätte etabliert.

Das Badehaus 2 ist Teil einer der größten geschlossenen Jugendstilanlagen Europas – dem Sprudelbad. Das weitläufige Areal wurde zwischen 1905 und 1912 von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt in Auftrag gegeben. Der fortschrittlich-denkende und kunstbegeisterte Landesfürst machte aus dem bis dahin kleinen Bad Nauheim im 20. Jahrhundert eine luxuriöse Kurstadt par excellence. Alle wohlhabenden Europäer kamen damals nach Bad Nauheim um in den reich verzierten Badehäusern Kräfte zu tanken. Die Gebäude wurden von Architekten und Künstlern der Darmstädter Künstlerkolonie gestaltet und strahlen in typischer Jugendstil-Anmut. Prächtig gestaltete Fensterfronen mit der typischen Bleiverglasung treffen auf schlichte, aber majestätisch anmutende Architektur und machen das Sprudelbad zu einem echten architektonischen Highlight. Nach dem Zweiten Weltkrieg schlummerte das einst so viel besuchte Areal im Dornröschenschlaf bis die Theatermacher des TAF das Gelände für sich entdeckten. Mit viel Liebe zum Detail wurde eines der sechs Badehäuser, das Badehaus 2, renoviert – stets mit großem Bemühen die bauliche Substanz an keiner Stelle anzugreifen. So ist die Technik und Bestuhlung zwar neu, die reich verzierten Ornamente, Figuren und Dekore sind aber geblieben.

Das Badehaus 2 hat sich dank seinem einzigartigen Ambiente in Bad Nauheim zu einem der schönsten und beliebtesten Theater Hessens entwickelt. Vom Bahnhof aus sind es gerade einmal 5 Minuten Fußweg bis Sie vor sich das weitläufige Areal sehen. Damit eignet sich ein Besuch auch für Theaterbegeisterte von weiter her. Für Autofahrer stehen zahlreiche Parkplätze auf einem Parkdeck am Sprudelhof bereit. Kommen auch Sie nach Bad Nauheim und tauchen Sie ein in wunderbares Flair vergangener Zeiten.