Eröffnungskonzert 8. Hamburger Kammermusikfest International 2017 mit tänzerischen Uraufführungen

Arman Mourzagaliev, Evgeny Tonkha, Elisaveta Blumina, Nina Corti  

Platz der deutschen Einheit 1 Deu-20457 Hamburg

Veranstalter: Musikförderung classic e.V., Eppendorfer Weg 58, 20259 Hamburg, Deutschland

Tickets

Abokarten: unter info@musikfoerderung.de oder 040/3908481, wenn ausverkauft dann auch kein Abo mehr möglich!

Veranstaltungsinfos

"grenzenlos" von der Spätromantik bis zur Moderne

Künstlerbesetzung
Arman Mourzagaliev (Violine) Kasachstan/USA
Evgeny Tonkha (Violoncello) Russland/USA
Elisaveta Blumina (Klavier) Russland/Deutschland und Irland
Nina Corti (Choreographie, Tanz und Kostüme) Schweiz/Spanien

Das Eröffnungskonzert des diesjährigen Hamburger Kammermusikfests International ist ein kultureller Streifzug kammermusikalischer Preziosen mit tänzerischen Uraufführungen der in der Schweiz geborenen, und jetzt in Spanien lebenden Tänzerin Nina Corti. Sie begeistert seit über drei Jahrzehnten international ein großes Publikum mit ihren graziösen und ausdruckstarken Solotänzen. Die Kombination von Kammermusik mit Tanz ist eher ungewöhnlich. Tanzen ist eine uralte Form menschlichen Ausdrucks. Es gibt zahlreiche Beispiele, wo Musik, die nicht primär für diesen Zweck geschaffen wurde, sich dennoch hervorragend dazu eignet, dem Tanz eine Grundlage zu geben.
Fast alle Komponisten und Musiker dieses Konzertes sind Emigranten aus den unterschiedlichsten Gründen. Zusammen mit ihren musikalischen Freunden nimmt die in St. Petersburg geborene und in Dublin und Berlin lebende Pianistin und künstlerische Leiterin des Hamburger Kammermusikfestes International Elisaveta Blumina das Publikum mit auf eine Reise durch verschiedene Länder und unterschiedliche musikalische Stile.
Gleich zu Beginn des Konzertes entfaltet sich das Programm mit der Sonate Nr. 3 von Ludwig van Beethoven, die als seine monumentalste Cellosonate gilt. Das "Mozart-Adagio" des aus Estland nach Österreich emigrierten Arvo Pärt legt ein großes Spannungspotential vor, das mit wenigen Tönen sehr schnell die Seele berührt. Dies schafft auch die Sonate des aus dem Libanon stammenden und in Frankreich lebenden Bechara El-Khoury, allerdings auf eine etwas aufrührendere Art und Weise. Im folgenden Werk des berühmten französischen Komponisten César Franck, erklingt wieder eine eher vertraut romantisch anmutende Klanglichkeit.
Der zweite Teil beginnt mit dem Werk "Intro Version" der Russin und in die USA emigrierten Komponistin Anna Drubich, deren moderne und sehr ausdrucksstarke Werke bereits auf vielen Festivals begeistert vom Publikum aufgenommen wurden; dargeboten vom Cellisten Evgeny Tonkha, der auch ein musikalischer Wegbegleiter der Komponistin ist. Wieder aus einer anderen Welt, und diesmal direkt aus der des Tanzes, wird Isaac Albéniz "Tango" aufgeführt. Es bleibt tänzerisch rhythmisch mit den Werken des aus Spanien nach Argentinien emigrierten Manuel de Falla und Astors Piazzollas vier Jahreszeiten in Buenos Aires. Mit dem Kasachischen Lied für Violine solo "Karakemer" des kasachischen Komponisten Kuat Shildebayev erfolgt kurzfristig wieder ein Wechselbad der Gefühle mit Klängen aus einer kulturell ganz anders geprägten Welt.

Programm

Ludwig van Beethoven (1770-1827) Deutschland / Österreich
Sonate Nr. 3 für Violoncello und Klavier A-Dur op. 69

Arvo Pärt (1935) Estland / Österreich
"Mozart-Adagio" für Violine, Violoncello, Klavier und Tanz
nach dem 2. Satz aus der Sonate für Klavier F-Dur KV 280 (189 e) von W. A. Mozart

Bechara El-Khoury (1957) Libanon / Frankreich
Sonate Nr. 1 für Klavier op. 35

César Franck (1822-1890) Belgien / Frankreich
aus dem Trio Nr. 1 für Klavier, Violine, Violoncello und Tanz fis-Moll op. 1

Anna Drubich (1984) Russland / USA
"Intro Version" für Violoncello solo

Isaac Albéniz (1860-1909) Spanien / Frankreich
"Tango" aus der Suite España op. 165"bearbeitetfür Violine, Klavier und Tanz

Manuel de Falla (1876-1946) Spanien / Argentinien
"Jota" aus "Siete Canciones Populares Españolas" für Violine, Violoncello, Klavier und Tanz
"Danza Ritual del Fuego" aus dem Ballett "El Amor Brujo" für Violoncello, Klavier und Tanz

Kuat Shildebayev (1957) Kasachstan
"Karakemer" Kasachisches Lied für Violine solo

Astor Piazzolla (1921-1992) Argentinien
arr. José Bragato (1915)
Italien / Argentinien
aus "Cuatro Estaciones Porteñas" für Violine, Violoncello, Klavier und Tanz
"Inverno Porteño" und "Otoño Porteño"

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