Elias

Kammerchor Stuttgart | Klassische Philharmonie Stuttgart | Frieder Bernius u.a.  

Martinsplatz 5a
34117 Kassel

Tickets from €20.00
Concessions available

Event organiser: Kasseler Musiktage e.V., Heinrich-Schütz-Allee 35, 34131 Kassel, Deutschland

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Fast zehn Jahre lang arbeitete Felix Mendelssohn Bartholdy mit Unterbrechungen an seinem Oratorium, das das letzte große und eins seiner bekanntesten Werke werden sollte. 1846 in Birmingham uraufgeführt, ist der alttestamentarische Stoff bis heute hochaktuell: Glaubenskrieg, Gewalt, Flüchtlingsströme, Dürre und Wasserknappheit gestalten den Handlungshintergrund. Im Zentrum des Geschehens: der Prophet Elias, der das polytheistische Volk Israels vom Ein-Gott-Glauben überzeugen will und dafür bereit ist, jedes Opfer zu bringen. Zwar biblisch-mythologischen Ursprungs, kommt die Rolle des Elias der eines modernen Romanhelden nahe: stark, eifrig, revolutionär, dabei sprunghaft und widersprüchlich, am Ende ein zweifelnder und mit sich hadernder Mensch, voll innerer Zerrissenheit. Er stiftet Mord und Gewalt an, bevor er gescheitert und verzweifelt Gott um sein Ende anfleht.

Michael Volle wird in der Partie des Elias das hochkarätige Solistenensemble anführen. Der Bariton, der international auf den Konzert- und Opernbühnen gefragt ist, zeigt hier zunächst seine Facetten als Oratoriensänger, bevor er zum Abschluss des Festivals ganz andere sängerische Fähigkeiten im Liederabend offenbart.

Vor zwei Jahren bereits mit Mendelssohns Paulus zu erleben, sind Frieder Bernius und seine Stuttgarter Ensembles mit ihrer wegweisenden Interpretation der Musik Mendelssohns erneut zu Gast in Kassel.

Programm:
- Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Elias op. 70

Location

Evangelische Martinskirche Kassel
Martinsplatz 5
34117 Kassel
Germany
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Seit über 500 Jahren gehört die Martinskirche unverkennbar zum Stadtbild Kassels. Als größte Kirche der Stadt beherbergte die Martinskirche schon das kirchliche Begleitprogramm der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Damit tritt neben ihrer immensen religiösen Bedeutung als Predigtstätte des Bischofs von Kurhessen-Waldeck auch ihr kultureller Wert als Ausstellungs- und Konzertraum zutage.

Im 14. Jahrhundert wurde mit der Entstehung des Stadtteils Freiheit eine neue Kirche nötig, bereits 1462 konnte die Weihe stattfinden. Beim tragischen Einsturz des Gewölbes nur einige Jahre nach der Fertigstellung wurde ein Neubau notwendig, der aus den zahlreichen Mitteln finanziert wurde, die Kassel durch Pilgerfahrten einnahm. Die so charakteristischen Türme der Martinskirche wurden im Zuge der gotischen Umgestaltung 1889 errichtet und sind seitdem, gemeinsam mit der Wilhelmshöhe, eines der Wahrzeichen Kassels. Innerhalb der Hallenkirche finden sich zahlreiche Gräber der hessischen Landgrafen, darunter auch das besonders prachtvolle Philippswandgrab. Dem zwölf Meter hohen Grabmal verdankt das Gotteshaus seine besondere Bedeutung als Grabkirche. Dem Landgrafen Philipp und seiner Gattin Christine sind zudem zwei lebensgroße Porträtstatuen gewidmet.

Von jeher gehört die Musik zu einem der Schwerpunkte der Martinskirche. Bereits seit dem Mittelalter ist St. Martin kirchenmusikalisches Zentrum der Stadt und kommt dieser Tradition nach wie vor mit großer Leidenschaft nach. Auch als renommiertes Zentrum für Neue Musik in der Kirche hat sich die Martinskirche einen Namen gemacht. Der Dialog zwischen Kirche und Kunst wird dabei durch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm aus Konzerten, Ausstellungen oder speziellen Theaterinszenierungen in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Kassel vorangetrieben.