Eintrittskarte Tour M Spezial (mit Zeitzeuge J. Neumann) - Mauerdurchbrüche – Unterirdische Fluchten von Berlin nach Berlin

Badstraße / Ecke Hochstraße Deu-13357 Berlin

Tickets ab 25,20 €

Veranstalter: Berliner Unterwelten e.V., Brunnenstr. 105, 13355 Berlin, Deutschland

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je 25,20 €

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Preise inkl. Mwst. zzgl. Versand- und Servicegebühren

Ermäßigungsinformationen

Einheitspreis, keine Ermäßigung.

Bitte beachten Sie: Unsere Zeitzeugen sind nicht mehr die Allerjüngsten. Falls ein Zeitzeuge aus gesundheitlichen Gründen ausfällt, behalten wir es uns vor, die Tour mit einem anderen Zeitzeugen zu besetzen oder Ihnen vor einer Rückabwicklung des Ticketkaufs einen Ersatztermin anzubieten. Um Sie in jedem Fall informieren zu können, wird im Bestellvorgang von Ihnen mindestens eine gültige Telefonnummer benötigt, bestenfalls geben Sie zusätzlich auch eine E-Mail-Adresse an.
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Veranstaltungsinfos

Bei dieser Tour handelt es sich um die Tour M mit einem Zeitzeugen (Dauer 2,5 Stunden). Für die gewöhnliche Tour M (2 Stunden) sind Eintrittskarten nicht im Vorverkauf sondern nur am Tag der Führung vor Ort erhältlich!

Die Eintrittskarte gilt ausschließlich für Tour M Spezial und nur zum angegebenen Termin und der angegebenen Uhrzeit. Kein Umtausch, Erstattung oder Rücknahme.

Bitte beachten Sie: Unsere Zeitzeugen sind nicht mehr die Allerjüngsten. Falls ein Zeitzeuge aus gesundheitlichen Gründen ausfällt, behalten wir es uns vor, die Tour mit einem anderen Zeitzeugen zu besetzen oder Ihnen vor einer Rückabwicklung des Ticketkaufs einen Ersatztermin anzubieten. Um Sie in jedem Fall informieren zu können, wird im Bestellvorgang von Ihnen mindestens eine gültige Telefonnummer benötigt, bestenfalls geben Sie zusätzlich auch eine E-Mail-Adresse an.

• Pro Bestellung können maximal 5 Eintrittskarten erworben werden.
• Warme Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen (Innentemperatur in Teilbereichen der Tour ganzjährig ca. 10°C). Ein Teil der Tour findet im Freien statt. Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden.
• Die Tour richtet sich von Inhalt und Anspruch an ein erwachsenes Publikum, welches mit der Thematik Kalter Krieg, Deutsche Teilung, Berliner Mauer vertraut ist. Sie ist daher nicht für Kinder und Jugendliche empfohlen. Kinder unter 7 Jahren können generell an unseren Führungen nicht teilnehmen.


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Inhalt der Tour:
Seit das SED-Regime im August 1961 die Berliner Mauer errichtete, gab es immer wieder Versuche, mittels Tunneln die tödlichen Sperranlagen zu überwinden. Das erste Tunnelprojekt »lief« im Oktober 1961, das letzte scheiterte im Jahre 1984. Insgesamt gab es mehr als 70 tatsächlich begonnene Fluchttunnelvorhaben, von denen jedoch nur 19 erfolgreich waren. Es gab spektakuläre Aktionen, Verrat und bitteres Scheitern. Ein regelrechtes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Tunnelbauern und der DDR-Staatssicherheit entstand. In der Tour M erzählen wir nicht nur die Geschichte(n) der Fluchttunnel. Auch die »Geisterbahnhöfe«, ihre scheinbar perfekte Sicherung gegen sogenannte Grenzverletzer und das Absperren der Kanalisation gegen unterirdische Fluchtversuche finden ausgiebig Erwähnung. Nach dem Besuch der thematischen
Ausstellungsräume in der Zivilschutzanlage Blochplatz geht es per »U-Bahn-Shuttle« zur Bernauer Straße, einem der Schwerpunkte im Fluchttunnelbau. Auf einer Streckenlänge von nur 350 Metern wurden die Grenzsperranlagen hier siebenmal untertunnelt. Nahe diesen authentischen Schauplätzen führt der Weg erneut in die Tiefe. In den historischen Gewölben der einstigen Oswald Berliner-Brauerei erzählen wir anhand maßstabsgetreuer Modellstollen die Geschichte von drei gescheiterten Projekten. Der wieder freigelegte Brauereibrunnen ermöglicht einen Blick auf den Grundwasserspiegel in 14 Metern Tiefe. Aufgrund dieser besonderen Situation konnten sehr tief liegenden Fluchttunnel gegraben werden, darunter der berühmte »Tunnel 29« und der »Tunnel 57«, über die ausführlich berichtet wird.

Dabei wird Joachim Neumann, einer der bekanntesten Fluchthelfer und erfolgreichster Tunnelgräber überhaupt, den Besuchern persönlich von „seinen“ Tunnelbauten berichten, von denen als bekannteste der „Tunnel 29“ und der „Tunnel 57“, beide an der Bernauer Straße gelegen, in die Geschichte eingingen. Insgesamt gelangten 99 Menschen durch die Tunnel, an denen Joachim Neumann mitwirkte, in die Freiheit. Durch seinen letzten, den „Tunnel 57“ kam schließlich auch seine spätere Frau Christa.

Joachim Neumann wurde am 17. März 1939 in Berlin geboren. 1957 machte er sein Abitur in Berlin Köpenick und studierte anschließend Bauingenieurwesen in Cottbus. Im Dezember 1961 floh er mit einem Schweizer Pass nach West-Berlin und setzte sein Bauingenieurstudium an der TU Berlin fort.
Seit Frühjahr 1962 war er an insgesamt 6 Fluchttunneln beteiligt, u. a. am „Tunnel 29“ und am Tunnel in der Kiefholzstraße. Seine Motivation war in erster Linie der Wunsch, anderen zu helfen, so wie ihm selbst bei seiner Flucht geholfen worden war und das seinen Freunden in Ost-Berlin gegebene Versprechen, für sie nach Fluchtwegen zu suchen.
1965 heiratete er seine Freundin Christa, die durch den „Tunnel 57“ geflohen war.
1967 folgte der Abschluss des Studiums an der TU Berlin, danach Tätigkeiten in der Bauindustrie und im internationalen Consulting mit Wohnsitz in Frankfurt am Main; seit 2003 ist Joachim Neumann im Ruhestand. Nach Tod seiner Frau im Jahr 2005 wohnt er (seit 2006) wieder in Berlin.

Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden.

Treffpunkt: Badstraße / Ecke Hochstraße, 13357 Berlin

Weiterführende Informationen unter:
http://www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/sonderfuehrungen/mauerdurchbrueche-neumann.html
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Ort der Veranstaltung

Berliner Unterwelten e.V.
Badstraße / Ecke Hochstraße
13357 Berlin
Deutschland
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Der Berliner Unterwelten e.V. erforscht und dokumentiert seit 1997 unterirdische Bauwerke der Bundeshauptstadt und macht sie, sofern möglich, der Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen zugänglich. Im Jahre 2006 wurde der gemeinnützige Verein mit der »Silbernen Halbkugel« für seine Verdienste im Denkmalschutz ausgezeichnet.