Eine Region und die Schuld. Der Nationalsozialismus und seine Nachgeschichte im Rhein-Main-Gebiet - Im Land der Täter. Frankfurt und die Juden nach 1945

Justinianstraße 5
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Event organiser: Frankfurter Bürgerstiftung, Justinianstraße 5, 60322 Frankfurt, Deutschland

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Vortrag von Dr. Tobias Freimüller
Konzeption: Prof. Dr. Walter H. Pehle

Dass es nach dem Holocaust und der nahezu vollständigen Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland noch einmal jüdisches Leben im Land der Täter geben würde, schien 1945 kaum denkbar. Und doch bildeten sich vielerorts wieder kleine jüdische Gemeinden. Einige der Überlebenden aus Osteuropa, die das zerstörte Deutschland zunächst nur als Zwischenstation auf ihrem Weg nach Israel oder in die USA betrachteten, blieben hier und prägten eine neue jüdische Gemeinschaft in der Bundesrepublik. Ist deren Geschichte vor allem als langfristig geglückter Neuanfang und Ausdruck deutsch-jüdischer Aussöhnung zu sehen? Oder müssen vor allem die Probleme und wechselseitigen Fremdheitserfahrungen betont werden?

In seinem Buch „Frankfurt und die Juden. Neuanfänge und Fremdheitserfahrungen 1945–1990“ zeichnet Tobias Freimüller ein differenziertes Bild der Neuanfänge und der Brüche jüdischen Lebens in Westdeutschland am Beispiel Frankfurts. Hier entstand unter dem Schutz der amerikanischen Besatzungsmacht rasch ein Netz jüdischer Institutionen und später eine intellektuelle Szene, deren Leuchtturm das aus dem Exil zurückgekehrte Institut für Sozialforschung war. Gleichwohl blieb das Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden in Frankfurt besonders konfliktreich, wie sich in den 1980er Jahren nicht nur in der „Fassbinder-Kontroverse“ zeigte.

Dr. Tobias Freimüller ist Historiker und stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts. Er wurde mit einer Studie über den Psychoanalytiker und öffentlichen Intellektuellen Alexander Mitscherlich promoviert und war bis 2017 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena tätig. 2010 war er Theodor Heuss Lecturer und Assistant Professor an der New School for Social Research in New York, 2012 Fellow am Franz Rosenzweig Minerva Research Center an der Hebräischen Universität Jerusalem. Mit seiner Studie „Frankfurt und die Juden“ wurde er 2019 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main habilitiert. Das Buch wurde ausgezeichnet mit dem Rosl und Paul Arnsberg-Preis der Stiftung Polytechnische Gesellschaft des Jahres 2019.

Location

Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main
Germany
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Das Holzhausenschlösschen in Frankfurt zählt seitdem die Bürgerstiftung 1989 eingezogen ist zu einem der kulturellen Hotspots der Main-Metropole. Regelmäßig finden in diesem romantischen Wasserschloss aus der Barockzeit Konzerte, Vorträge und Theaterabende statt. Auch für Kinder wird ein vielfältiges Programm angeboten. Damit ist das Holzhausenschlösschen bei Jung und Alt beliebt.

Über eine von Kastanien eingesäumte Allee erreicht man das Holzhausenschlösschen. Eindrucksvoll ragt es aus einem Wassergraben hervor. Das Kleinod im heutigen Frankfurter Nordend wurde von der Patrizierfamilie Holzhausen im 18. Jahrhundert errichtet. Damals diente das Wasserschloss vor allem dazu Prestige und Reichtum auszudrücken. Schließlich war es nur der Sommersitz der Familie. In der Gründerzeit wurde das weitläufige Areal um das Wasserschloss zu großen Teilen verkleinert und bebaut. Nur noch ein großzügiges Tor, das mittlerweile ein wenig verlassen an einer Hauptstraße steht, verweist noch auf die Weitläufigkeit der Anlage à la Louis-Seize von damals. Seit 1989 beherbergt das Holzhausenschlösschen die Frankfurter Bürgerstiftung. Die Bürgerstiftung sieht sich als Kulturvermittler und veranstaltet regelmäßig unterschiedliche Kulturevents. Besonders für Kinder bieten die Sing-und Mal-Veranstaltungen im Holzhausenschlösschen den Rahmen und Raum zum kreativ sein. Im ersten Stock befindet sich der schmucke „Belvedere“-Saal, der freitags eine traumhafte, intime Kulisse für standesamtliche Hochzeiten ist.

Das Holzhausenschlösschen ist bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Sowohl die U-Bahn-Linien 1, 2, 3 als auch 5 fahren die Station „Holzhausenstraße“ beziehungsweise „Glauburgstraße“ an und damit fast vor die Türe des Wasserschlosses. Auch zu Fuß ist das Holzhausenschlösschen leicht zu finden. Von der Innenstadt aus geht es einfach circa 20 Minuten auf dem Oeder Weg gen Norden. Bei einem Spaziergang durch den herrlichen, idyllischen Adolph-von-Holzhausenn-Park können Sie die fantastische Konzertstimmung noch weiter auf sich wirken lassen und die Ruhe und Magie dieses einzigartigen Kleinods aufs ich wirken lassen.