Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe

Am Markt, Kavalierhaus
16831 Rheinsberg

Tickets ab 24,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Musikkultur Rheinsberg gGmbH, Kavalierhaus der Schlossanlage, 16831 Rheinsberg, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

PETER HACKS
Schauspiel in fünf Akten
Eine Produktion des Renaissance Theaters Berlin

Darstellerin: Anika Mauer
Inszenierung: Johanna Schall
Bühne: Horst Vogelgesang
Kostüme: Petra Kray

Nach zehn, scheinbar in Eintracht verlaufenen Jahren, verlässt Goethe 1786 Weimar, über Nacht, heimlich, ohne Abschied oder Erlaubnis. Seine Geliebte, Charlotte von Stein, sieht sich nun ihren Gefühlen und den Vorwürfen ihres Gatten gegenübergestellt.
Das ist die Szenerie für einen der »faszinierendsten Monologe, die in deutscher Sprache nach 1945 geschrieben worden sind« urteilt die Frankfurter Rundschau.
Das Publikum erlebt den Dichterfürsten aus einer erfrischend anderen Perspektive, denn er wird nicht von Historikern, sondern von einer liebenden, aber verletzten Frau beschrieben. Sich selbst sieht Charlotte von Stein als diejenige, die aus einem Sturm-­und­-Drang-­Flegel einen einigermaßen brauchbaren Menschen gemacht hat... Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe ist einer der erfolgreichsten deutschen Theatertexte des 20. Jahrhunderts. Die Produktion des Renaissance­Theaters mit Anika Mauer wurde hochgelobt. So schrieb Georg Kasch in der Berliner Morgenpost: »Anika Mauer zieht alle Register. Ein Wunder ist es, wie ihre Charlotte von Stein das Publikum knapp zwei Stunden lang bannt.«

Ort der Veranstaltung

Schlosstheater Rheinsberg
Kavalierhaus der Schlossanlage
16831 Rheinsberg
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Im Schlosstheater Rheinsberg werden auf eindrucksvolle Weise Historie und Moderne miteinander verbunden: neuste Technik in alten Mauern, zeitgemäße Inszenierungen in historischer Bausubstanz. Das einst als Komödienhaus errichtete Gebäude hat nach langen Jahren als Ruine endlich wieder zu seiner ursprünglichen Funktion zurückgefunden und ist als Kulturspielort schon längst nicht mehr aus der Prinzenstadt Rheinsberg wegzudenken.

Als baulicher Ursprung des Theaters gilt ein um 1738 errichtetes Kavaliershaus, das als Teil der Schlossanlage Rheinsberg dem Dienstpersonal als Unterbringung diente. Unter Prinz Heinrich, dem Bruder des damaligen Preußischen Königs, wurde das Gebäude schließlich zum Komödienhaus ausgebaut, um den Musen einen standesgemäßen Wirkungsort zu geben. Gewundene Säulen und blau-weiße Blumengehänge kreierten ein stilvoll-verspieltes Ambiente, dem sich keiner der Gäste entziehen konnte. Doch die Zeit punktvoller Schauspiele und glanzvoller Konzerte ging zu Ende und das Schlosstheater verfiel zusehends. So fristete es sein Dasein, bis es auf Initiative der Musikakademie Rheinsberg in den Neunzigern wiederaufgebaut wurde.

Als Veranstaltungszentrum bietet das Schlosstheater gemeinsam mit dem neu errichteten Künstlerhaus vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
Probenräume, Kantine, Übernachtungsmöglichkeiten, Tonstudio und Räumlichkeiten zur persönlichen Betreuung finden sich im Künstlerhaus. Das Schlosstheater beeindruckt daneben immer noch durch seine historischen Außenmauern, die auf die Künstler damals wie heute mehr als nur inspirierend wirken.