Die Zukunft von gestern - Menschenbilder 2·0

Nico and the Navigators  

Sophienstraße 18
10178 Berlin

Tickets ab 18,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Sophiensaele GmbH, Sophienstr. 18, 10178 Berlin, Deutschland

Anzahl wählen

1. Kategorie

Normalpreis

je 18,00 €

ermäßigter Preis

je 12,00 €

Tanzcard Normalpreis

je 14,40 €

Summe 0,00 €
Preise inkl. Mwst. zzgl. Versand- und Servicegebühren

Ermäßigungsinformationen

ERMÄSSIGTE Print@Home-Tickets müssen bis 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn gegen Vorlage der Ermäßigungsberechtigung AN DER KASSE validiert werden, SONST KEINE GÜLTIGKEIT!
Rollstuhlfahrende bitte im Voraus anmelden unter 030-27 89 00 30.
Begleitpersonen von Rollstuhlfahrerenden und Schwerbehinderten mit B erhalten freien Eintritt, müssen aber vorab den Veranstalter kontaktieren, damit dieser eine Freikarte reserviert.
Lieferart
print@home
Postversand

Veranstaltungsinfos

20 Jahre Nico and the Navigators – was für eine Geschichte?!

Seit seiner Gründung ist das Theater von Nico and the Navigators als lebendiger Ort des Austauschs permanent im Entstehen und Entdecken. Auf der Suche nach Abgründen und Auftrieben des Menschseins reflektieren nun drei Generationen von Navigator_innen anlässlich des Jubiläums die Arbeiten der Vergangenheit. Dabei schöpfen sie aus einem Archiv von Menschenbildern, visionären Szenografien und fluiden Darstellungsformen – sowie aus ihren eigenen Lebensläufen.

Im Diskurs um „Oral History“ und „Performing the Archive“ nehmen sie mit Die Zukunft von gestern also nicht nur soziale, politische und technische Utopien sowie einschneidende Ereignisse der Navigator_innen-Geschichte und -Gegenwart in den Blick. In dieser Revision werden die Darsteller_innen zudem auch hinter ihren Figuren deutlicher sichtbar und offenbaren den Zuschauer_innen unter anderem mit welcher Methode das Ensemble existenzielle Themen künstlerisch verhandelt.

Lebensetappen und Zwischenziele zeigen polyphonisch, wie jede_r Einzelne ihren und seinen Weg durch die Welt und in das Ensemble fand. Dabei erweist sich die Kompanie als Schmelztiegel von kulturellen Erfahrungen, die von historischen Erschütterungen und deren privaten Einschlägen überschattet sind. Von der persönlichen Erinnerung bis zum kollektiven Gedächtnis offenbart dieser Abend also eine schonungslos ehrliche wie empathisch verschworene Kompanie, die sich mit den Träumen und Ängsten von damals, den Konsequenzen für heute sowie den Perspektiven auf morgen beschäftigt. Dass sich dabei nicht nur die Sicht auf die früheren Arbeiten verändert, ergibt sich aus dem langen gemeinsamen Weg: Die Navigator_innen sind älter und ernster geworden – und kommentieren diesen Reifeprozess mit ihrem ureigenen Humor.

Als Historiker_innen in eigener Sache, als Geschichtsschreiber_innen, -fälscher_innen und Visionär_innen stellen sie sich den Fragen: Was muss endlich auf den Tisch kommen – oder endgültig unter den Tisch fallen? Welches Gepäck hilft durch schwere Zeiten? Wie viel Leben passt in eine Handtasche? Was bedeutet es, 20 Jahre lang eine stumme Rolle zu spielen? Wie dem Erinnern eine Szene machen? Und an welchem Punkt der Gegenwart beginnt die Zukunft?

Im Oktober 1998 gastierten Nico and the Navigators mit ihrer Debüt-Inszenierung Ich war auch schon einmal in Amerika erstmals in den Sophiensælen. Es folgten sieben prägende Jahre als „artists in residence“, in denen die Truppe ihre ersten Produktionen zum Triptychon Menschenbilder formte. Die Theaterproduzentin und Intendantin Amelie Deuflhard schrieb 2012 anlässlich des 15-jährigen Kompanie-Bestehens: „Nico and the Navigators und die Sophiensæle sind ein Dream-Team, verbunden durch die Vision, Wege ins Offene zu gehen, getreu dem Motto: ,Stimmen Sie für den Horizont!‘.“ Diesen Kurs verfolgen Nicola Hümpel, Oliver Proske und ihr Ensemble seither unbeirrt weiter und navigieren mit ihrer Rückkehr an die Sophiensæle aus der Vergangenheit in die Zukunft.

Die Historiker verfälschen die Vergangenheit, die Ideologen die Zukunft. (Žarko Petan)

AUSSTELLUNG MIT RAHMENPROGRAMM Während der Aufführungstage ab 19 Uhr geöffnet

VON UND MIT Martin Clausen, Yui Kawaguchi, Annedore Kleist, Anna-Luise Recke, Ted Schmitz, Patric Schott, Michael Shapira MUSIK Philipp Kullen (Schlagzeug), Tomasz Prasqual (Tasteninstrumente), Tobias Weber (Gitarren) KÜNSTLERISCHE LEITUNG Nicola Hümpel BÜHNE Oliver Proske LEITUNG BÜHNENMUSIK Tobias Weber ELEKTRONISCHE RAUMKOMPOSITION Tomasz Prasqual KOSTÜME Cristina Lelli KÜNSTLERISCHE MITARBEIT Alisa Hecke Video Tina Zimmermann LIVE VIDEO EDITING Joscha Eckert LICHT Fabian Bleisch TON David Rusitschka BÜHNENBILDASSISTENZ Sonja Winkler Produktion Judith Bodenstein, Raphael Reher

Eine Produktion von Nico and the Navigators in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und in Kooperation mit SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, der Senatsverwaltung für Kultur und Europa - Spartenoffene Förderung und der Rusch-Stiftung. Medienpartner: taz.die tagezeitung

Foto © Jean Marc Turmes

Ort der Veranstaltung

Sophiensaele
Sophienstr. 18
10178 Berlin
Deutschland
Route planen
Bild des Veranstaltungsortes

In Berlin hat sich eine Bühne durch ihr Programm zu einer wichtigsten Produktionsorte für freies Theater im deutschsprachigen Raum entwickelt: Die Sophiensäle. Hier findet ein Dialog zwischen Theater, Tanz, Musik und anderen Formaten statt.

Anfang des vergangenen Jahrhunderts waren die Räumlichkeiten noch in Besitz des Handwerkervereins. Erst in den 1990er Jahren schufen unter anderem Sasha Waltz und Jochen Sandig einen Ort für kreativen Austausch. Das Konzept der Veranstalter legt Wert auf die Begegnung von Künstlern und Zuschauern. Mit jährlich etwa 60 Produktionen und mehreren Festivals bieten die Sophiensäle genügend Möglichkeiten, neue Theaterformen zu entdecken und auszuprobieren. Und so entstehen einzigartige Projekte wie die „Tanztage Berlin“ und „Freischwimmer – Neues aus Theater, Performance und Live Art“. Die Sophiensäle sind mehr als eine Performance-Location. Die Veranstalter sehen das Haus als einen einzigartigen Rahmen für künstlerische Produktion und Begegnung.

Mit ihrem innovativen Programm und dem wunderschönen Ambiente gehören die Sophiensäle schon längst nicht mehr zu den Geheimtipps Berlins. Sie sind wichtiger Bestandteil der deutschen Theaterlandschaft.